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    Pyeongchang (dpa)

    Eis-Paar Savchenko/Massot verzichtet auf Wurf-Axel

    Savchenko/Massot
    Das Deutsche Meisterpaar Aljona Savchenko und Bruno Massot in Aktion. Foto: Fabian Sommer

    Aljona Savchenko und Bruno Massot entscheiden sich gegen das volle Risiko. Die olympischen Medaillen-Kandidaten verzichten im Teamwettbewerb der Eiskunstläufer am Freitag (11.45 Ortszeit/03.45 Uhr MESZ) auf den dreifachen Wurf-Axel.

    „Wir werden den Wurf-Flip zeigen”, bestätigte Trainer Alexander König der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag nach dem Training in der Gangneung Eis-Arena. Die 34 Jahre alte Savchenko verletzte sich vor Wochen bei der Landung des Wurf-Axels am Fuß, kann ihn inzwischen aber wieder voll belasten.

    Auch im Kurzprogramm des Paarlaufwettbewerbs am kommenden Mittwoch wollen die Wahl-Oberstdorfer das Risiko des Axels nicht eingehen. Kein anderes Duo aus der Weltspitze zeigt ihn - denn ohne Sturz geht der Versuch selten aus.

    Einen Tag vor Beginn des olympischen Teamwettbewerbs zeigten die WM-Zweiten zwei lupenreine dreifache Wurf-Flips. „Wichtig ist für die Beiden, gut in den Wettkampfmodus zu kommen”, sagte Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union. „Ein fehlerfreies Programm gibt manchmal mehr her. Wir haben oft festgestellt, dass Risiko nicht belohnt wird.” Das Ziel mit dem Team ist Platz acht wie 2014.

    Die zweimalige Olympiasiegerin Katarina Witt besuchte das Training der Deutschen und führte für die ARD ein Kurz-Interview mit Savchenko. Auf die Frage, wie sie die Atmosphäre in der 12.000 Zuschauer fassenden Eishalle empfinde, meinte die 1,53 Meter kleine Paarläuferin strahlend: „Magisch.”

    In Sotschi verzichtete die gebürtige Ukrainerin mit ihrem Ex-Gefährten Robin Szolkowy auf den Auftritt bei der olympischen Mannschaftspremiere, bei ihren fünften Winterspielen will sie mit Debütant Massot dabei sein. Auch, um ihm die Nervosität zu nehmen. „Vor vier Jahren waren wir ein ganz anderes Team mit anderen Vorzeichen”, betonte Savchenko, die wegen der Zeitumstellung noch angeschlagen wirkte.

    Partner Massot laboriert seit Monaten an einer Rückenblessur, mit viel Physiotherapie halten sich die Schmerzen in Grenzen. „Die Atmosphäre ist sehr schön, es ist kein normaler Wettkampf”, sagte der 29 Jahre alte gebürtige Franzose. „Ich bin sehr glücklich, für Deutschland zu laufen. Olympia ist ein Traum, und durch Deutschland kann ich mir den Traum erfüllen.”

    Um die Mission Gold nicht zu gefährden, verzichtet das Toppaar auf die Eröffnungsfeier am Abend nach dem Team-Auftritt. Voraussichtlich wird es für die Deutschen auch keine Mannschaftskür geben, da sich nur die besten fünf von zehn Teams für den zweiten Wettkampfteil qualifizieren. Kanada und die russischen Olympiasieger von 2014 könnten Gold unter sich ausmachen.

    Der deutsche Meister Paul Fentz eröffnet das Wettkampfgeschehen am Morgen um 10.00 Uhr Ortszeit. Die Läufer simulierten schon im heimischen Training die frühen Zeiten, die auf das amerikanische Fernsehen zugeschnitten sind.

    Von Britta Körber, dpa

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