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    Andreas Binner war der Mann des Abends

    WFV-Torwart Andreas Binner Foto: Heiko Becker (HMB Media/ Heiko Becker)

     

    Vier Gegentore hatte der 33-jährige WFV-Torwart Andreas Binner kassiert und war dennoch der Mann des Abends. Normalerweise hütet nämlich André Koob den Kasten der Zellerauer. In dieser Saison stand Binner bisher nur einmal zwischen den Pfosten – beim Sieg gegen den TSV Unterpleichfeld in der Qualifikationsrunde zum Toto-Pokal auf Verbandsebene. Da Koob am Dienstag aber im Urlaub weilte, kam der ehemalige Schweinfurter Binner zu seinem großen Einsatz. „Das war das Spiel meines Lebens. Ich bin überglücklich, dass ich spielen durfte “, sagte er nach seinem ersten Derby für die Blauen. Klar hätten er und sein Team die Partie gerne spannender gestaltet, aber: „Es war trotzdem der pure Wahnsinn. Von der ersten bis zur letzten Minute.“ Dabei hatte das Spiel mit dem Elfmeter für die Rothosen in der 21. Minute einen denkbar ungünstigen Verlauf für den WFV-Tormann gebracht. „Ich hab noch überlegt, bin dann aber mit vollem Einsatz in die rechte Ecke“, sagte Binner, Orhan Ademi schob links unten zum 1:0 ein. „Den zu ziehen, wäre natürlich perfekt gewesen.“ Doch der Zellerauer ließ den Kopf nicht hängen, zeigte noch ein paar glänzende Paraden und wurde von den WFV-Fans auf der Tribüne mit Andi-Binner-Gesängen gefeiert. „Die Unterstützung von den Rängen nehme ich immer wahr. Man ist natürlich fokussiert, aber unsere Fans höre ich immer“, sagte der Keeper mit einem Lächeln im Gesicht. Enttäuschung und Leere, die er kurz nach dem Spiel noch gespürt hatte, werden wohl schnell weichen, denn letztendlich war Binner stolz auf seine Mannschaft – und ein bisschen auch auf sich.

    Sepp-Endres-Sportanlage nicht ausverkauft

    2200 Zuschauer wären für das Pokal-Derby zwischen dem Würzburger FV und dem FC Würzburger Kickers am Dienstagabend auf der Sepp-Endres-Sportanlage zugelassen gewesen. Offiziell meldeten die Verantwortlichen des Vereins 2098 Besucher an der Mainaustraße. Die 400 Tickets für den Gästeblock, die im Vorfeld an die Rothosen gegangen waren, waren nach Informationen der Würzburger Kickers bereits am Montagvormittag ausverkauft gewesen.

    Alles friedlich rund ums Derby

    An der Mainaustraße war während des Derbys und danach alles ruhig geblieben. „Vor dem Spiel haben die einsatztaktischen Maßnahmen gegriffen“, sagte Klaus Böhm, Dienststellenleiter Würzburg Stadt, in der Halbzeitpause. Heißt, es hatte kein Aufeinandertreffen feindlicher Fan-Lager und auch sonst keine Ausschreitungen gegeben. Zwar habe man einige Personalien aufgenommen, das habe aber keine weiteren Konsequenzen nach sich gezogen. Nach dem Spiel leerte sich die Sepp-Endres-Sportanlage rasch. Auch hier blieb es nach Angaben der Polizeibeamten friedlich. cam

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