• aktualisiert:

    HANDBALL: 2. BUNDESLIGA

    Auch Max Bauer geht auf Abschiedstour

    Sie kamen und sie gehen gemeinsam: Rechtsaußen Max Bauer und Trainer Matthias Obinger bestreiten noch drei Spiele für die Zweitliga-Handballer der DJK Rimpar Wölfe. Foto: Frank Scheuring

    TSV Bayer Dormagen - DJK Rimpar Wölfe
    (Freitag, 19.30 Uhr, TSV Bayer Sportcenter)

    Noch drei. Drei Spiele in dieser Saison für die Handballer der DJK Rimpar Wölfe (9./39:31) - und drei letzte für Matthias Obinger und Max Bauer. Was sich abgezeichnet hatte, steht nun fest: Der Rechtsaußen, dessen auslaufender Vertrag nicht verlängert wird, wird ebenso wie sein Trainer am 8. Juni seine Abschiedsvorstellung geben. Beide hatten 2015 gemeinsam bei den Wölfen begonnen.    

    Wiedersehen mit altem Teamkollegen

    Bauer bleibt dem Handball in der Region allerdings erhalten: Er wechselt zum HSC Bad Neustadt. Dort unterschrieb der Berliner bis 2021. Das gab der Bayernligist, der derzeit in der Relegation um den Wiederaufstieg in die Dritte Liga kämpft, am Mittwochabend auf seiner Homepage bekannt. Für den 23-Jährigen gibt es bei seinem neuen Verein ein Wiedersehen mit einem alten Teamkollegen: Mit Kreisläufer Julian Bötsch spielte Bauer bis vor zwei Jahren zusammen für die Wölfe. 

    "Dem HSC kann man zu diesem Coup nur gratulieren", sagt Obinger, der die Bad Neustädter bis 2014 selbst viereinhalb Jahre lang trainiert hatte. "Für Max freut es mich, dass er in der Region bleiben und seine Ausbildung abschließen kann." Bauer hat im September 2017 in Theilheim eine Lehre zum Kaufmann für Büromanagment begonnen, die er erst im kommenden Jahr beenden wird. Nachdem die Rimparer am Samstag die Vertragsverlängerung von Positionskollege Felix Karle bekannt gegeben hatten, sah es schlecht für Bauer aus - obwohl er sich bei den Grün-Weißen gut entwickelt hat und nicht nur auf der Halbposition in der Abwehr eine Lücke hinterlassen wird. „Sein Beitrag zum sportlichen Erfolg in den vergangenen Jahren wird sicherlich nicht vergessen“, wird Wölfe-Geschäftsführer Roland Sauer in einer Pressemitteilung vom Donnerstagmittag zitiert. Und Bauer mit den Worten: „Ich hatte eine schöne und lehrreiche Zeit hier.“

    Höchster Zweitliga-Sieg gegen Dormagen 

    Gegen den freitäglichen Gastgeber TSV Bayer Dormagen (14./28:42) haben die Wölfe am 26. Dezember 2014 bei 33:16 ihren bisher höchsten Heimsieg in der zweiten Bundesliga gefeiert. Recht deutlich fiel auch ihr 31:24-Erfolg im Hinspiel aus. Die beiden Punkte im Dezember 2018 halfen ihnen, die Abstiegsränge zu verlassen und den Anschluss zum Mittelfeld herzustellen. Dort haben es sich die Wölfe als eine der erfolgreichsten Mannschaften der Rückrunde gemütlich gemacht. Sportlich geht es für sie nach dem Ach-und-Krach-Unentschieden zu Hause gegen Aue (26:26) nur noch um Schönheitskorrekturen am Tabellen- und Punktestand.  

    Für die Westfalen dagegen geht es um den "lucky punch" - den glücklichen Schlag also, der ihnen den Verbleib im Unterhaus sichert und den hinter ihnen stehenden Klubs den K.o. versetzt. "Dementsprechend wird sich Dormagen präsentieren", meint Obinger, der dem Aufsteiger einen "bemerkenswert strukturierten Spielaufbau" bescheinigt und auf den vergangenen Spieltag verweist. Da gewann der TSV das Kellerduell in Dessau-Roßlau klar mit 36:29 und baute seinen Vorsprung auf die Abstiegsränge auf vier Punkte aus. 

    Trainerwechsel in der Winterpause

    In Würzburg saß für den TSV noch Ulli Kriebel auf der Trainerbank. In der Winterpause wurde er vorzeitig von seinen Aufgaben entbunden. Sein Nachfolger ist der Mann, der eigentlich erst im Juli hätte übernehmen sollen: Dusko Bilanovic (47), gebürtiger Serbe mit deutscher Staatsbürgerschaft. Bester Torschütze des  TSV ist der 22-jährige Rechtsaußen Tim Wieling, mit 227 Treffern (97 Siebenmeter), drittbester Werfer der Liga.

    Fraglich ist bei der DJK der Einsatz von Torwart Max Brustmann. Bis Donnerstag war nicht geklärt, ob und wie der Lehrer nach dem Unterrichtsende um 13 Uhr zur Mannschaft dazustoßen kann, die bereits um 12 Uhr abfährt. Abwehrrecke Philipp Meyer konnte unter der Woche wegen einer Fingerprellung nicht trainieren.  

    Ceven Klatt hat sein Kommen angekündigt

    Unter den Zuschauern im TSV Bayer Sportcenter wird am Freitag ein Mann weilen, der besonders genau hinschauen dürfte, wie sich die Wölfe anstellen: Rimpars künftiger Trainer Ceven Klatt hat sein Kommen angekündigt. Während sein Vertrag über drei Jahre bei den Wölfen ab Juli beginnt, läuft der von Obinger in einem guten Monat aus. Ihm - und Bauer - bleiben noch drei Spiele. 

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!