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    Basketball: Bundesliga

    Baskets-Talent Joshua Obiesie vor erstem Länderspiel

    Nach dem 83:69 (41:34)-Sieg im ersten EM-Qualifikationsspiel gegen Frankreich am Freitag nominierte Bundestrainer Henrik Rödl den Würzburger für die Partie gegen Großbritannien am Montag.
    Der Würzburger Joshua Obiesie wurde in den endgültigen Kader für das EM-Qualifikationsspiel in Großbritannien berufen und steht vor seinem ersten Länderspieleinsatz. Foto: Heiko Becker

    Aller guten Dinge sind drei: Nachdem er es in der vergangenen Woche zum zweiten Mal nicht aus dem vorläufigen in den endgültigen Kader für ein Länderspiel geschafft hatte, ist es nun soweit. Bundestrainer Henrik Rödl nominierte das Basketball-Talent Joshua Obiesie von Bundesligist s.Oliver Würzburg für die Zwölfer Mannschaft, die am Montag (21 Uhr) in Newcastle gegen Großbritannien ihr zweites Europameisterschafts-Qualifikationsspiel bestreitet. Den Auftakt am Freitag hatte die Nationalmannschaft doch ziemlich überraschend gegen Frankreich mit 83:69 (41:34) gewonnen, wobei der einst auch für eine Saison in Würzburger Diensten stehende Robin Benzing mit 20 Punkten der treffsicherste Deutsche war.

    Rödl, seit der völlig verkorksten Weltmeisterschaft im vergangenen Herbst in China nicht mehr unumstritten, entschied sich dafür, Obiesie und den Chemnitzer Jan Niklas Wimberg aus der ProA anstelle von Robin Amaize (Baskets Oldenburg) und den ebenfalls für eine Saison in Würzburg angestellten Leon Kratzer (Skyliners Frankfurt) in den Kader zu nehmen. Aufgrund des Streits zwischen den internationalen Verbänden und der Euroleague muss der Bundestrainer derzeit nicht nur auf seine NBA-Stars um den Würzburger Maximilian Kleber und Dennis Schröder verzichten, sondern auch auf die Nationalspieler von Bayern München und Alba Berlin, die wegen ihrer Spiele in der europäischen Königsklasse keine Freigabe erhalten.

    Obiesie bei der knappen Niederlage in Vechta (im Zweikampf mit Ishmail Wainright). Foto: Heiko Becker

    Und da Rödl auch bereits gegen Frankreich alle seine Nationalmannschafts-Novizen eingesetzt hat, ist die Wahrscheinlichkeit also groß, dass sich auch Joshua Obiesie am späten Montagabend dann Nationalspieler nennen darf. Die Partie wird übrigens live und kostenfrei im Internet bei Magentasport übertragen.

    Rödels Mannen treten in der EM-Qualifikation außer Konkurrenz an, weil Deutschland als Co-Gastgeber der Europameisterschaft 2021 (eine Vorrundengruppe wird in Köln gespielt, die Finalrunde in Berlin) bereits qualifiziert ist. Weiterer Gegner in der EM-Quali ist noch Montenegro. Richtig wichtig wird es für die deutsche Nationalmannschaft wieder im Juni in Split (Kroatien), wo sie das Qualifikationsturnier (zwei Dreiergruppen) gewinnen müssen, um das Ticket für die Olympischen Spiele in Tokio zu lösen.

    Deutschland in der EM-Qualifikation
    Der Kader fürs Spiel in Großbritannien:
    - Ismet Akpinar (Besiktas Istanbul – 42 Länderspiele)
    - Robin Benzing (Basket Zaragoza – 145 Lsp.)
    - Philipp Herkenhoff (Rasta Vechta – 3 Lsp.)
    - Bennet Hundt (BG Göttingen – 1 Lsp.)
    - Karim Jallow (Löwen Braunschweig – 6 Lsp.)
    - Joshua Obiesie (s.Oliver Würzburg – 0 Lsp.)
    - Andreas Obst (ratiopharm Ulm – 22 Lsp.)
    - Louis Olinde (Brose Bamberg – 1 Lsp.)
    - Joshiko Saibou (Telekom Baskets Bonn – 9 Lsp.)
    - Christian Sengfelder (Brose Bamberg – 3 Lsp.)
    - Jan Niklas Wimberg (Niners Chemnitz – 0 Lsp.)
    - Maik Zirbes (KK Cedevita Olimpija Ljubljana – 72 Lsp.).
    Die weiteren deutschen Termine:
    26. November 2020: gegen Montenegro
    29. November 2020: in Frankreich
    19. Februar 2021: gegen Großbritannien
    22. Februar 2021: in Montenegro

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