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    FUSSBALL: BAYERNLIGA NORD

    Großbardorf und Aubstadt wollen vorne mitmischen

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    Ab Freitag rollt der Ball wieder in der Bayernliga Nord. Die SpVgg Bayern Hof und die DJK Gebenbach eröffnen die neue Spielzeit, ehe am Samstag und Sonntag die weiteren Mannschaften erstmals um Punkte kämpfen. Mit dabei sind neben zwei Würzburger Vereinen auch Regionalliga-Absteiger SV Seligenporten sowie drei Aufsteiger, darunter der TSV Abtswind aus dem Landkreis Kitzingen.

    Zwei Jahre ist es nun her, dass der SV Seligenporten in die Regionalliga aufgestiegen ist. Im ersten Jahr hielten die Klosterer – obwohl sportlich abgestiegen – über die Relegation die Klasse. Der Drittliga-Lizenzentzug der Münchner Löwen machte es möglich. Aber auch in der abgelaufenen Saison ging es nur gegen den Abstieg. Erneut stand am Ende der vorletzte Platz. Diesmal aber ging es in die Bayernliga zurück. Somit ist der Absteiger von der Papierform her der Topfavorit auf den Meistertitel. Allerdings müssen die Rot-Weißen einen großen Umbruch bewältigen. Nach 17 Abgängen, denen zwölf neue Spieler gegenüberstehen, verließ jüngst auch Cheftrainer Roger Prinzen die Oberpfälzer und der vormalige Assistent Hendrik Baumgart wurde befördert. Daher ist die aktuelle Qualität der Klosterer nur schwer einzuschätzen.

    Als erstes darf sich davon der Würzburger FV ein Bild machen. Die Unterfranken gastieren am Samstag bei den Rot-Weißen. „Das ist gleich ein dicker Brocken und eine Standortbestimmung“, sagt WFV-Coach Marc Reitmaier, der nach dem dritten Platz im Vorjahr zum Mahner geworden ist. Natürlich habe diese Platzierung Hoffnungen geweckt, aber man könne nicht erwarten, auch in dieser Spielzeit unter den Top Drei zu landen. Das Potenzial dafür ist allerdings weiterhin da. Schließlich hat sich der Kader der Blau-Weißen kaum verändert. Alle Stammspieler sind weiterhin an Bord.

    Ein ernsthaftes Wörtchen um die vorderen Plätze werden wohl auch die Teams aus dem Grabfeld mitreden. Der TSV Aubstadt schnupperte bereits in der Vorsaison am Aufstieg, scheiterte aber knapp in der Relegation an der SpVgg Bayreuth. Auch Joseph Francic, der die Rot-Weißen mittlerweile in der achten Saison trainiert, möchte wieder „oben mitspielen“. Sein Kader wurde mit etablierten Kickern verstärkt, so dass der Vorjahreszweite noch breiter aufgestellt ist. Ähnlich ambitioniert geht auch der SC Eltersdorf in die neue Saison. Am Ende ging den „Quecken“ zwar etwas die Luft aus, aber das soll nun nicht mehr passieren. Ein Platz in der Ligaspitze sei erneut das Ziel, so Eigner, der mit Rückkehrer Kevin Worlemann reichlich Erfahrung dazubekam.

    Abtswind mit neun Neuzugängen

    Mächtig am Kader gebastelt hat hingegen der TSV Großbardorf. Nach dem durchschnittlichen Abschneiden im Vorjahr mit Platz acht möchte das Team aus dem Grabfeld wieder oben angreifen und hat sich dementsprechend verstärkt. Neben Qualität aus der aufgelösten Schnüdel-Reserve streifen auch Simon Snaschel (aus Münnerstadt) und der ehemalige Abtswinder Julian Schneider wieder das grünweiße Leibchen über.

    Aber nicht nur die arrivierten Teams könnten für Furore sorgen. Auch die Aufsteiger wollen die Liga aufmischen. Allerdings auf unterschiedliche Art und Weise. Während der ATSV Erlangen weitestgehend auf seinen Aufstiegskader setzt, legten der ASV Vach und der TSV Abtswind nochmals deutlich nach. Alleine die Kicker aus dem Kräuterdorf vermeldeten neun Neuzugänge. Natürlich ist die Bayernliga ein Abenteuer für das Team aus dem Kitzinger Landkreis, dennoch gibt sich Neu-Trainer Mario Schindler, der vom letztjährigen Ligakonkurrent DJK Schwebenried/Schwemmelsbach kam, forsch: „Wenn wir uns schnell finden, können wir einen einstelligen Tabellenplatz schaffen.“

    Diesen würden auch gerne die jungen Rothosen schaffen. Allerdings wird dieses Unterfangen nochmals deutlich schwerer als in der Vorsaison. Einerseits ist die Klasse stärker und ausgeglichener geworden. Andererseits setzen die Würzburger Kickers auf einen sehr jungen Kader. Lediglich fünf Akteure sammelten in der abgelaufenen Spielzeit Erfahrung in der Bayernliga. „Wir werden Geduld brauchen“, weiß auch Rainer Zietsch um die Schwere seiner neuen Aufgabe.

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