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    Fußball: Dritte Liga

    Bleibt Skarlatidis am Dallenberg?

    "Ich fühle mich wohl in Würzburg", sagt Kickers-Mittelfeldmann Simon Skarlatidis. Foto: Frank Scheuring

    Der stete Wandel gehört in den letzten Jahren bei den Würzburger Kickers zum Prinzip. Da sind nicht viele Spieler, die sich ins Gedächtnis eingebrannt haben, die für den Verein in der Öffentlichkeit stehen. Simon Skarlatidis ist so einer. Der 27-Jährige, der 2017 nach dem Würzburger Zweitliga-Abstieg aus Aue an den Dallenberg wechselte, ist schon aufgrund seiner offenen, fröhlichen Art beim Publikum schnell zu einem der Lieblinge geworden. Dass der gebürtige Schwabe mit griechischen Wurzeln dazu einer der Rothosen-Akteuren mit einem besonderen Talent auf dem Rasen ist, kommt hinzu. Fünf Treffer und fünf Torvorlagen stehen in dieser Saison für ihn zu Buche. "Er ist einer der Spieler, die in einem Spiel den Unterschied ausmachen können", sagt Kickers-Trainer Michael Schiele, fügt jedoch hinzu: "Er kann das aber noch viel häufiger tun."

    Ob er das an diesem Samstag (14 Uhr, live im Bayerischen Fernsehen, Liveticker auf www.mainpost.de) im Heimspiel gegen Preußen Münsterwieder versuchen kann? Zuletzt plagten Skarlatidis Rückenprobleme in Braunschweig (2:2) und Meppen (1:1) fehlte er. Beim 2:1 gegen 1860 München und bei der 1:2-Niederlage gegen Großaspach kam er von der Bank. "Mit Schmerztabletten ist alles okay, ohne spüre ich schon noch ab und an etwas", berichtet er über seinen Gesundheitszustand. Nichtsdestotrotz hofft der Mittelfeldantreiber, auf dessen Stammplatz auf dem linken Flügel zuletzt Caniggia Elva starke Spiele zeigte, in die Startelf zurückzukehren. "Ich kann nur ganz schwer zuschauen. Da habe ich abgekaute Fingernägel", berichtet er: "Am wohlsten fühle ich mich auf dem Platz."

    Der Ehrgeiz ist groß und ungebrochen. Und deshalb ist der Saisonverlauf der Kickers für Skarlatidis auch ein bisschen enttäuschend. Das Team habe sich nach der Winterpause "stabilisiert", wie er findet: "Wir stehen defensiv besser. Das ist jedenfalls mein Gefühl." Letztlich wäre mit dieser Kickers-Mannschaft aber deutlich mehr möglich, glaubt Skalatidis: "Wir haben das Potenzial", ist er überzeugt: "Wir sind ein Team, das den Anspruch hat, oben mitzuspielen. Ich bin ein Typ, der immer nach vorne blickt, der etwas erreichen will. Ich wäre gerne drei, vier Plätze weiter vorne dabei gewesen. Die Mannschaft hat die Qualität. Uns fehlt nur die Konstanz."

    "Ich fühle mich wohl in Würzburg"

    Gute Chancen also für die Kickers, dass Skarlatidis auch in der kommenden Spielzeit für die Rothosen auflaufen wird? Sein Vertrag bei den Rothosen endet im Sommer. Gespräche gab es, erzählt Skarlatidis: "Ich fühle mich wohl in Würzburg. Aber etwas Handfestes gibt es nicht zu verkünden." Dass der 27-Jährige in den kommenden Jahren durchaus noch etwas erreichen will, wird bei seiner Entscheidung für oder gegen eine Vertragsverlängerung gewiss auch eine Rolle spielen. "Aber das wollen die Kickers ja auch. Das ist das Ziel. Wir sind eine ambitioniertes Mannschaft", sagt Skarlatidis. Sollte er bleiben, hätte das gewiss auch eine Symbolkraft für Verhandlungen mit anderen Akteuren.

    Zuerst aber gilt der volle Fokus der Partie gegen Münster am Samstag. Denn eines kann der Schwabe mit griechischem Temperament überhaupt nicht leiden: verlieren. "Nach solchen Spielen wie am Samstag in Großaspach bin ich ganz, ganz mies drauf. Ein, zwei Tage später kann ich vielleicht auch wieder lachen. Aber so eine Niederlage wurmt mich noch sehr lange. Dieses Gefühl bekämpft man am besten mit einem Sieg." 

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