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    BASKETBALL: BUNDESLIGA MÄNNER

    Xavier Cooks verstärkt die Würzburger Baskets

    Was sich die letzten Tage schon angedeutet hatte, ist seit Freitagvormittag Gewissheit: Mitch Creek ist nach seinen starken Leistungen in der „Summer League“ der nordamerikanischen Profiliga NBA in Las Vegas von den Brooklyn Nets zu einem Trainings-Camp mit der Chance auf einen NBA-Vertrag eingeladen worden. Der 26-jährige australische Nationalspieler zog daraufhin bei Basketball-Bundesligist s.Oliver Würzburg seine bei Vertragsabschluss Anfang Juni verankerte Ausstiegsoption, die ihm die Chance eröffnet hatte, in der besten Liga der Welt anzuheuern. „Ich habe mit Mitch zuletzt noch ein paar Mal telefoniert, und ich hatte mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm gefreut. Er hätte zu uns gepasst wie die berühmte Faust aufs Auge, wie Arsch auf Eimer, wie man so schön sagt. Aber in den Gesprächen kam raus, wie sehr er zumindest versuchen wird, sich seinen Traum von der NBA sich zu erfüllen. Da wollten wir ihm keine Steine in den Weg legen“, sagt Baskets-Cheftrainer Denis Wucherer.

    Creek hatte im Spielerparadies in der Wüste Nevadas bei der Sommer-Sichtung der NBA-Klubs im Trikot der Dallas Mavericks für Aufsehen gesorgt, die Texaner entschieden sich allerdings gegen eine Verpflichtung des 1,98-Meter-Mann. Dies taten nun die Brooklyn Nets. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass Creek zum Saisonstart Anfang Oktober nicht im endgültigen Kader steht, sondern vorrangig im Nets-Farmteam in der „G-League“, der NBA-Entwicklungsliga, zum Einsatz kommt.

    „Auch dieses Risiko hat er bewusst in Kauf genommen, was auch zeigt, wie er alles dafür tut, einmal in der NBA zu spielen“, sagt Wucherer. „Ohne die Ausstiegsklausel für den Fall eines Angebots aus der NBA hätte Mitch Creek den Vertrag bei uns gar nicht unterschrieben“, betont Baskets-Geschäftsführer Steffen Liebler, der ergänzt: „Aber wir haben vertraglich geregelt, dass er, wenn es in den USA doch nicht wie gewünscht laufen sollte, er in Deutschland kommende Saison nur bei uns spielen dürfte und bei einem anderen europäischen Klub nur gegen eine festgelegte Ablöse an uns.“

    Dass Creeks Entscheidung die Baskets nicht ganz unvorbereitet traf, zeigt die Tatsache, dass sie zeitgleich mit seiner Verabschiedung dessen Landsmann Xavier Cooks den Nachfolger präsentierten. Der 22-Jährige war ebenfalls in Las Vegas und dort vor den Augen seines Neu-Coaches im Trikot der Golden State Warriors im Einsatz. „Wir hatten Xavier schon als Plan B auf dem Schirm, wenn es mit der Verpflichtung von Perry Ellis nicht geklappt hätte. Wir sind nun aber auch der Überzeugung, dass er auch der richtige Plan B als Ersatz von Mitch Creek ist“, sagt Wucherer über den 2,03 Meter großen Flügelspieler, „der vom Ballhandling mehr an einen Guard erinnert.“

    Cooks ging die vergangenen vier Jahre für die Winthrop University Eagles auf Korbjagd und erzielte in seinem Abschlussjahr durchschnittlich 17,1 Punkte, 8,8 Rebounds, 3,6 Assists und 2,1 Blocks pro Spiel. Mit diesen Werten wurde er zum „Spieler des Jahres“ in der „Big South Conference“ der College-Liga NCAA gewählt. „Im Vergleich mit Mitch hat er sicher nicht diese Physis, diese bedingungslose Härte in seinem Spiel. Aber ich bin überzeugt, dass er sich mit seinen Skills und seiner Technik auch in Europa durchsetzen wird. Als Rookie wird er vielleicht ein bisschen brauchen, aber wir werden die nötige Geduld haben“, charakterisiert Wucherer den Neuzugang von „down under“.

    Pokal-Achtelfinale gegen Bamberg

    Unterdessen wirft die neue Saison ihre erste Schatten voraus. Während die neuformierte Mannschaft am kommenden Wochenende in Würzburg eintrifft, am Sonntag bei einem gemeinsamen Barbecue erstmals zusammenkommt und die folgenden Tage eine Leistungsdiagnostik in Zusammenarbeit mit dem Sportzentrum der Universität absolviert, hat die Liga am gestrigen Freitag die Achtelfinale-Paarungen des reformierten Pokal-Wettbewerbs ausgelost. Künftig spielen alle Erstligisten – ohne die beiden jeweiligen Aufsteiger – den BBL-Pokalsieger aus.

    Im Achtelfinale des K.o.-Wettbewerbs trifft s.Oliver Würzburg am 6. oder 7. Oktober auswärts im Franken-Derby auf Ex-Meister Brose Bamberg. Damit kommt es gleich zu einem doppelten Wiedersehen mit Ex-Publikumsliebling Maurice Stuckey, denn die Oberfranken sind auch der Baskets-Gegner zum Saisonstart am 28. Oder 29. September in der Würzburger s.Oliver Arena.

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