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    TRIATHLON

    Carolin Lehrieder: Aktivurlaub am Herzensort

    Noch neuneinhalb Monate bis zum Ironman auf Hawaii: Wie die Würzburger Profi-Triathletin zwischen Weihnachtsfeier und Jahreswechsel trainiert und entspannt.
    Aktivurlaub: Die Würzburger Triathletin Carolin Lehrieder Mitte Dezember 2019 in Fuschl am See.
    Aktivurlaub: Die Würzburger Triathletin Carolin Lehrieder Mitte Dezember 2019 in Fuschl am See. Foto: Proteam Mohrenwirt

    See. Sonne. Sommerliches Sportleroutfit. Das Foto, das Carolin Lehrieder Mitte Dezember auf ihrem Instagram-Accout veröffentlichte, zeigte die Würzburger Triathletin nicht etwa im Trainingslager irgendwo in Südeuropa. Es zeigte sie in kurzen Hosen in Fuschl am See. In Österreich. "Statt winterlich kalt mit Schnee hatten wir es 16 Grad warm mit Fön", berichtet sie nach ihrer Rückkehr am Telefon. "Es war ziemlich surreal." 

    So wurde aus der Ruhewoche, die der Trainingsplan knapp sechs Wochen nach dem Start in ihre siebte Profi-Saison vorsah, ein entspannter "Aktivurlaub" bei bestem Wetter, mit lockeren Einheiten in freier Natur an der Seite ihres Trainers und Teamkollegen Markus Fachbach. Der Höhepunkt an ihrem "Herzensort", wie sie den Fuschlsee oft nennt: die Weihnachtsfeier mit ihrem 2015 von Hotelier und Triathlet Jakob Schmidlechner gegründeten Proteam Mohrenwirt. 

    Auch Leistungssportler können feiern

    Im gleichnamigen Hotel des 1500-Einwohner-Örtchens im Salzburger Flachgau treffen sich die Sportler - sechs Profi- und vier Amateur-Athleten - traditionell zu einem Abendmenü mit Sponsoren und Partnern. "Nach dem Essen gab's ein gemütliches Beisammensein in der Bar", erzählt Carolin Lehrieder und lässt eine Kunstpause folgen - "bis 4 Uhr morgens". Auch Leistungssportler können feiern. Erst recht, wenn der Saisonhöhepunkt noch in weiter Ferne liegt: Die Triathlon-WM auf Hawaii steigt am 10. Oktober 2020.

    Carolin Lehrieder und ihr Trainer und Teamkollege Markus Fachbach vor dem Sitz des Proteams Mohrenwirt im östereichischen Fuschl am See.
    Carolin Lehrieder und ihr Trainer und Teamkollege Markus Fachbach vor dem Sitz des Proteams Mohrenwirt im östereichischen Fuschl am See. Foto: Proteam Mohrenwirt

    Auf ihrem Weg dorthin, auf dem diese Redaktion die Würzburgerin regelmäßig begleiten und über sie berichten wird, gehören Ruhewochen dazu. "Wenn die Vorbereitung intensiver wird, trainiere ich normalerweise drei Wochen, dann mache ich eine Woche Pause", erklärt sie. 73 Kilometer Schwimmen, 30 Stunden Radfahren und 25 Stunden Laufen lautet ihr Pensum für Dezember. 

    Keine Pause über Weihnachten

    Über die Weihnachtsfeiertage stand eine Pause dabei nicht mehr auf ihrem Plan. Da hieß der Rhythmus: "tagsüber Triathlon, abends ein gutes Essen". "Ich will das aber auch nicht anders", betont die Tochter des Triathleten Gerald Lehrieder. Heiligabend und den ersten Feiertag verbrachte sie zusammen mit ihrem ein Jahr jüngeren Bruder bei ihren Eltern im Würzburger Frauenland. Ins neue Jahr feiert sie voraussichtlich mit Freunden in ihrer Heimatstadt.

    "Ich freue mich wahnsinnig auf 2020 und kann mir nur wünschen, dass es so weitergeht wie 2019", sagt die 30-Jährige. Und fügt hinzu: "Aber ich bin keine Träumerin, sondern Realistin. Daher wappne ich mich auch für Rückschläge."

    Sie weiß: Der Weg bis ans andere Ende der Welt ist noch weit. Und er dauert noch fast so lange wie ein neues Leben bis zu einer Geburt braucht. Noch neuneinhalb Monate bis zum Ironman auf Hawaii.

    Der Weg von Fuschl bis nach Kona auf Hawaii ist noch weit und lang für Carolin Lehrieder.
    Der Weg von Fuschl bis nach Kona auf Hawaii ist noch weit und lang für Carolin Lehrieder. Foto: Proteam Mohrenwirt

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