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    HANDBALL

    DJK Rimpar Wölfe: Mit Personalnöten zum Tabellennachbar

    Der Handball-Zweitligist gastiert am Samstag bei Bayer Dormagen. Warum Rimpars Trainer Ceven Klatt sich vom Spiel der Tempospiel der Gäste beeindruckt zeigt.
    "Ein normales Training war so nicht möglich" - Rimpars Trainer Ceven Klatt über die Personalsituation bei Handball-Zweitligist DJK Rimpar Wölfe vor der Auswärtspartie in Dormagen. Foto: foto2press/Frank Scheuring

    Handball, Zweite Bundesliga

    TSV Bayer Dormagen – DJK Rimpar Wölfe

    (Samstag, 19.30 Uhr, TSV-Sportcenter)

    Nach vier Heimspielen in Serie treten Rimpars Zweitliga-Handballer (8./22:18) wieder in der Fremde an – und zwar beim punktgleichen Tabellennachbarn in Dormagen (7./22:18). Der letzte Auswärtssieg der Wölfe ist – auch bedingt durch den Spielplan – schon lange her. Er gelang am 5. Oktober in Hüttenberg. Vom Dormagener Tempospiel zeigt sich DJK-Trainer Ceven Klatt beeindruckt: "Die rennen wie die Teufel." Wir stellen Ihnen das Team des serbischen Trainers Dusko Bilanovic vor:

    1. Formcheck

    Die Dormagener sind überaus heimstark. Unter dem Bayer-Kreuz verlor der Werksklub in dieser Saison nur gegen Gummersbach und Coburg. Alle anderen Heimspiele gewannen die Rheinländer, darunter im Advent auch gegen die Spitzenteams aus Bietigheim (33:30) und Essen (31:28), zuletzt auch beim klaren 32:23 über den HSV Hamburg. "Dormagen wirft regelmäßig über 30 Tore", weiß Klatt. Kein Wunder, dass das Bayer-Prunkstück der Angriff ist. Nach Essen hat die Bilanovic-Sieben mit 578 Toren in 20 Spielen bislang die zweitmeisten Tore in der Liga erzielt.

    2. Die Schlüsselspieler

    Der große Trumpf der Dormagener ist die Ausgeglichenheit und damit einhergend die Torgefahr von unterschiedlichen Positionen. So findet sich die komplette erste Sechs unter den besten 100 Liga-Torschützen: nach der Reihe der linke Rückraumspieler Ante Grbavac (15., 91 Tore), Linksaußen Joshua Reuland (18., 87), Kreisläufer Carl Löfström (38., 67), Spielmacher Eloy Morante Maldonado (54., 58), der rechte Rückraumspieler Andre Meuser (63., 55) und Rechtsaußen Jakub Sterba (83., 46). Doch auch die großgewachsene Abwehr vor dem meist sicheren TSV-Torwart Sven Bartmann ist nicht von schlechten Eltern.

    3. Die Jugendarbeit

    Bayer Dormagen setzt in starkem Maße auf den Nachwuchs. Die A-Jugend spielt in der Bundesliga – und hat die Vorrunde in der Weststaffel ohne Niederlage auf dem ersten Platz abgeschlossen. Auch sonst gehört die Jugendarbeit zu den besten in Deutschland, was allen voran an hervorragend ausgebildeten Trainern liegt. A-Jugend-Trainer Jamal Naji (33) wird zur neuen Saison übrigens Coach beim TuSEM Essen – und damit Nachfolger des nach Berlin gehenden Jaron Siewert. Neun Spieler im TSV-Kader sind 22 Jahre und jünger, darunter Winterneuzugang Moritz Görgen. Maldonado (21) wird die Rheinländer im Sommer allerdings nach fünf Jahren verlassen. Er geht genau wie Naji nach Essen. Der schwedische Kreisläufer Löfström wechselt nach Lübeck. Auch das steht schon fest.

    Die Lage bei den Wölfen

    Das nasskalte Wetter macht den Grün-Weißen derzeit zu schaffen. Rückraumspieler Lukas Siegler fehlte schon gegen Gummersbach (26:29) mit Schüttelfrost und konnte bis Mittwoch nicht wieder trainieren. Hinzu gesellten sich noch Steffen Kaufmann und Fin Backs. Torwart Max Brustmann hat mit Rückenproblemen zu kämpfen – und Philipp Meyer fällt ohnehin länger aus. "Ein normales Training war so nicht möglich", konstatiert Klatt, der dennoch auf Zählbares in Dormagen hofft. Das Hinspiel gewannen die Rimparer nach hartem Ringen mit 24:23.

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