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    Würzburg

    Das Bäumchen-wechsel-dich bei den Kickers

    Die Trainer und die Neuen bei den Würzburger Kickers (hinten von links): Cheftrainer Michael Schiele, Co-Trainer Rainer Zietsch, Videoanalyst und Co-Trainer Philipp Eckart, Luca Pfeiffer, Johannes Kraus, Maximilian Breunig, Leroy Kwadwo, Athletik-Trainer Philipp Kunz, Torwart-Trainer Robert Wulnikowski. Vorne von links: Vincent Müller, Hüseyin Cakmak, Luke Hemmerich und Frank Ronstadt. Foto: foto2press/Frank Scheuring

    Daniel Sauer stand oben neben dem zweiten  Trainingsplatz, beobachtete unter dem Schutz der Bäume das Treiben auf dem unteren Rasen in Randersacker, und als er dann fertig telefoniert hatte, sprach er: "Ich habe ein gutes Gefühl. Die Jungs machen Bock auf mehr." Die Jungs sind die Fußballer des FC Würzburger Kickers, die von Trainer Michael Schiele und seinen  beiden neuen Assistenten Rainer Zietsch und  Philipp Eckart zum Start in die Vorbereitung auf die neue Drittligasaison gebeten worden waren. Zietsch und Eckart sind die Nachfolger von Lamine Cissé und Dennis Schmitt, die Bernd Hollerbachs Ruf nach Mouscron gefolgt sind und nun in Belgien ihre Brötchen verdienen.  Aber nicht nur im Trainerstab der Kickers hat sich etwas getan. Wieder einmal - und auch ziemlich ligatypisch - fand ein ordentliches Bäumchen-wechsel-dich statt im Kader von Unterfrankens höchstklassigem Fußballverein.

    Zwölf Spieler haben den Fünften der vergangenen Saison verlassen, sechs davon sich Liga-Konkurrenten der Kickers angeschlossen: Patrick Drewes (Bochum), Enes Küc (unbekannt), Patrick Göbel, Dennis Mast (beide Halle), Simon Skarlatidis (Kaiserslautern), Orhan Ademi (Braunschweig), Caniggia Elva (FC Ingolstadt), Henrik Hansen, Enis Bytyqi, Florian Kohls (alle drei Vertrag ausgelaufen), Phil Ofosu-Ayeh (Wolverhampton) sowie Peter Kurzweg, wobei bei den beiden Letztgenannten die Leihzeit abgelaufen war. Am Mittwoch gab Zweitligaabsteiger Ingolstadt bekannt, Kurzweg, der von Union Berlin ausgeliehen war, unter Vertrag genommen zu haben.

    Zwölf Abgänge und acht Zugänge

    Den bislang zwölf Abgängen stehen acht Zugänge gegenüber: Luke Hemmrich (21 Jahre alt, Mittelfeld, Aue), Vincent Müller (18, Torwart, U 19 1. FC Köln), Leroy Kwadwo (22, Innenverteidiger, Fortuna Düsseldorf II), Hüseyibn Cakmak (20, Stürmer, Kaiserslautern II), Frank Ronstadt (21, Mittelfeld, Werder Bremen II),  Luca Pfeiffer (22, Stürmer, SC Paderborn), Johannes Kraus (19, Innenverteidiger, Regensburg II) sowie Eigengewächs Maximilian Breunig (18, Stürmer, der für ein Jahr in die U 19 des FC Ingolstadt ausgeliehen war, derzeit allerdings noch die Nachwirkungen eines Autounfalls auskurieren muss und erst später ins Mannschaftstraining einsteigen wird).

    Nach aktuellem Stand der Dinge ist der Kader also noch nicht komplett, wie Sauer bestätigt: "Wir sehen uns weiter um." Zumal beim Trainingsauftakt am Donnerstagnachmittag auch Onur Ünlücifci fehlte, der den Klub vermutlich ebenfalls verlassen wird. Dafür begrüßte Michael Schiele neben einigen Akteuren aus der ehemaligen zweiten Mannschaft, die inzwischen ja aufgelöst wurde, auch drei Probespieler, die sich in vorstellen und um eine Anstellung bewerben: Davud Tuma (23, für die linke Bahn), der zuletzt beim Halleschen FC nicht über eine Reservistenrolle hinauskam,  Innenverteidiger Max Barnofsky (24), zuletzt in der zweiten italienischen Liga auf Capri tätig, und Mittelfeldspieler Niklas Zulciak (25), der bereits im Winter schon einmal bei den Rothosen vorgespielt hatte und in der zweiten polnischen Liga bei Warta Posen kickte.

    Testspiel gegen TSG Hoffenheim wurde abgesagt

    Pünktlich zum Vorbereitungsstart konnten sich die Kickers aber auch freuen, weil sie Patrick Sontheimer für eine weitere Saison von Zweitligist SpVgg Greuther Fürth ausleihen konnten. Der 20-Jährige war in der Winterpause an den Dallenberg gekommen und "hat uns auf Anhieb überzeugt", wie Schiele feststellte. Die Kickers haben sich zudem eine Kaufoption für Sontheimer gesichert.

    Auf seiner Homepage hatte der Klub bereits am Mittwoch bekannt gegeben, dass das für Freitag, 12. Juli, geplante Testspiel gegen Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim nicht stattfinden wird. Nachdem die Kraichgauer den Rothosen als Gegner in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde zugelost worden waren, haben sich beide Klubs darauf verständigt, dass "ein Test so kurz vor einem Pflichtspiel im Pokal unglücklich ist", wie die Kickers schrieben.

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