• aktualisiert:

    Fußball: Dritte Liga

    Das ist das neue Team der Würzburger Kickers: Alle Spieler im Kurzporträt

    Das Kickers-Team für die neue Drittliga-Saison (hinten von links) Patrick Sontheimer, Niklas Zulciak, Dominic Baumann, Luke Hemmerich, Dave Gnaase, Albion Vrenezi, Leonard Langhans, Dominik Meisel, (Mitte von links: Rosi Orner (Betreuerin), Klaus Orner (Betreuer), Philipp Eckart (Videoanalyst), Philipp Kunz (Athletiktrainer), Rainer Zietsch (Co-Trainer), Robert Wulnikowski (Torwarttrainer), Michael Schiele (Cheftrainer), Dominik Widemann, Fabio Kaufmann, Daniel Hägele, Sebastian Schuppan, Leroy Kwadwo, Yassin Ibrahim, Frank Ronstadt, Hüseyin Cakmak, Norbert Mahler (Teammanager), Agnieszka Tobiasz-Kolodziej (Physiotherapeutin), Dr. Martin Jansen (Teamarzt), Max Pechtl (Physiotherapeut), Dr. Josef Zimmermann (Teamarzt), David Braunreuther (Physiotherapeut), (vorne von links) Kevin Frisorger, Maximilian Breunig, Luca Pfeiffer, Vincent Müller, Leon Bätge, Eric Verstappen, Nico Stephan, Hendrik Hansen, Johannes Kraus, Patrick Breitkreuz. Es fehlt: Dr. Dirk Böhm (Teamarzt). Foto: Frank Scheuring

    Tor

    Leon Bätge (Rückennummer 1): Der Mann mit der Rückennummer 1 auf dem Rücken, aber nicht die Nummer eins im Kickers-Kasten. Der 22-Jährige gebürtige Wolfsburger besitzt seine Stärken auf der Linie. Verlor das Duell um den Stammplatz zwischen den Pfosten bereits in der Rückrunde der vergangenen Saison gegen Eric Verstappen.

    Nico Stephan (24): Der 19-Jährige, der aus dem Grabfeld stammt, arbeitet nach einem Verkehrsunfall in der Reha an einer Rückkehr zwischen die Pfosten.

    Eric Verstappen (33): Der Niederländer, der erst im Januar vom Oberligisten TeBe Berlin kam, geht als unangefochtene Nummer eins in die neue Saison. Ein völlig neues Gefühl für den 25-jährigen Niederländer, der unter anderem beim PSV Eindhoven ausgebildet wurde. Schließlich hat er gerade einmal fünf Drittliga-Partien absolviert. Die freilich genügten, um in Würzburg Verantwortliche und auch Fans von seinen Qualitäten zu überzeugen.

    Vincent Müller (40): Der Neuzugang vom 1. FC Köln spielte in der vergangenen Saison noch in der U-19-Bundesliga, zeigte bei seinen Testspiel-Einsätzen, dass man sich auf ihn verlassen kann. Das Rennen zwischen dem 18-jährigen Profi-Neuling und Bätge um den Status als Torhüter Nummer zwei könnte noch interessant werden, zumal Müller im Gegensatz zu Bätge über die Saison hinaus an die Kickers gebunden ist.

    Abwehr

    Leroy Kwadwo (5): Der Neuzugang aus Düsseldorf ist Linksfuß. Somit ist der 22-jährige Deutsche mit ghanaischen Wurzeln, dessen beide Schwestern erfolgreiche Leichtathletinnen sind, auch ein Kandidat für die linke Außenbahn. Eigentlich freilich ist Kwadwos Stamposition die Innenverteidigung.

    Kevin Frisorger (13): Einer von zwei Akteuren aus dem aufgelösten U-23-Team, die den Sprung in den Profikader geschafft haben. Hätte eigentlich in der vergangenen Saison bei der U-19-Mannschaft spielen können, schaffte aber mit kompromisslosem Zweikampfverhalten und Spielintelligenz den Sprung aus dem Jugendfußball in den Männerbereich.

    Hendrik Hansen (14): Seine Vertragsverlängerung am Dallenberg geriet zur Hängepartie. Der 24-Jährige war in den vergangenen beiden Jahren nicht gerade vom Glück verfolgt. Verletzungen warfen ihn zurück. Im Frühjahr musste er wegen eines im Trainingslager in Spanien erlittenen Schlüsselbeinbruchs zuschauen. Beim Würzburger Trainingsstart war er noch vertragslos. Mit Verspätung stieß Hansen dann doch zum Team und dürfte, sollte Daniel Hägele ins Mittelfeld rücken, mit Neuzugang Lion Schweers um den Stammplatz in der Innenverteidigung neben Kapitän Sebastian Schuppan kämpfen.

    Luke Hemmerich (21): Der neue Mann für die rechte Außenbahn. Hemmerich kommt aus der legendären Knappenschmiede des FC Schalke 04. Galt als großes Talent, als er von Schalke zum Zweitligisten VfL Bochum ausgeliehen wurde. Doch der Blondschopf konnte sich beim Schalker Ruhrpottrivalen und später auch bei Erzgebirge Aue nicht durchsetzen. In der vergangenen Winterpause wurde er nach Cottbus verliehen und musste am Ende aus der Dritten Liga absteigen. In Würzburg nimmt Hemmerich nun einen neuen Anlauf.

    Johannes Kraus (23): Der Neuzugang aus Regensburg wird sich im Streit um einen Stammplatz erst einmal hinten anstellen müssen. Anders als die Konkurrenten kann er noch keine Einsätze im Profibereich vorweisen. 

    Lion Schweers (26): Der vorerst letzte Neuzugang der Kickers. Besitzt mit 23 Jahren schon reichlich Drittliga-Erfahrung. Der gebürtige Dortmunder spielte über 100 Mal für Preußen Münster. Der Innenverteidiger muss nach der verpassten Vorbereitung freilich noch etwas Trainingsrückstand aufholen.

    Sebastian Schuppan (27): Der Kapitän und Leitwolf. Schuppan ist nicht nur, weil er mit seinem eigenen Podcast regelmäßig im Internet zu hören ist, die Stimme und das Gesicht dieser Mannschaft geworden. Der 32-Jährige besitzt mit 163 Zweitliga- und 144 Drittliga-Spielen bei weitem die größte Erfahrung aller Kickers-Akteure. 

    Das neue Otfit der Kickers: (von links) Albion Vrenezi, Daniel Hägele und Fabio Kaufmann zeigen die neuen Rothosen-Trikots. Foto: Frank Scheuring

    Mittelfeld

    Niklas Zulciak (6): Im zweiten Anlauf ist der 25-Jährige nun doch bei den Kickers gelandet. Bereits im Wintertrainingslager war er mit den Rothosen nach Spanien geflogen, zunächst aber noch nicht bei in Würzburg untergekommen. Jetzt hat es geklappt. Zulciak spielte sechs Jahre lang in Polen, vor allem in zweiter und dritter Liga. Nach zwei Erstliga-Einsätzen in der Saison 2014/15  für Lech Posen kann er sich sogar polnischer Meister nennen. Geboren und aufgewachsen ist er in Frankfurt, wo er in der Jugend für den FSV kickte.

    Fabio Kaufmann (7): Der Deutsch-Italiener ist mit seiner draufgängerischen, offenen Art auf und neben dem Platz einer der auffälligsten Kickers-Akteure. Sein Vertrag am Dallenberg hatte sich per Option verlängert, läuft aber am Saisonende aus. Zeigte sich in der Vorbereitung auf dem rechten Flügel in starker Frühform.

    Dave Gnaase (8): Die Entdeckung der vergangenen Saison bei den Rothosen. Der Mittelfeldmann lebt von seiner aggressiven Spielweise, übertreibt es bisweilen aber auch und wandelt aber auch oft am Rande eines Platzverweises. In der Vorbereitung nicht ganz so überzeugend wie während der Saison. Muss, wenn Daniel Hägele ins Mittelfeld rückt, womöglich um seinen Platz kämpfen.

    Albion Vrenezi (10): Im Gespräch eher zurückhaltend und leise, auf dem Platz hingegen frech und gedankenschnell. Vrenezi hat die technischen Fähigkeiten, um bei den Kickers der Mann für die besonderen Momente zu werden. Dabei ist der 25-jährige Kosovare, der in München aufwuchs, ein Spätberufener. Erst mit 22 wechselte er aus der Bayernliga zum FC Augsburg II und schaffte den Einstieg in den Profifußball. Ist bis Saisonende von Zweitligist Regensburg ausgeliehen.

    Patrick Sontheimer (12): Neben Vrenezi der zweite Leihspieler im Kickers-Kader. Bereits in der vergangenen Rückrunde war der 21-Jährige, der bei der SpVgg Greuther Fürth unter Vertrag steht, bei den Kickers in eine zentrale Rolle geschlüpft. Genau das wird von ihm auch in dieser Spielzeit erwartet.

    Leonard Langhans (17): Der 20-jährige Würzburger bekam 2018 einen Zweijahrevertrag als Perspektivspieler. Auch heuer steht er noch auf der Kaderliste und ist auf dem Mannschaftsbild zu sehen. Er dürfe sich auch nach einem neuen Klub umschauen, hat Vereinschef Daniel Sauer aber gesagt.

    Daniel Hägele (22): Der Vize-Kapitän der Rothosen kam im vergangenen Jahr als defensiver Mittelfeldspieler aus Großaspach. Rutschte dann in die Innenverteidigung und könnte nun wieder zurück auf seine Stammposition wandern. Trainer Michael Schiele schätzt seine Ruhe und Übersicht. Er soll die jungen Wilden um ihn herum führen.

    Dominik Meisel (25): Er schaffte den Sprung aus dem U-23-Team in den Profikader. Das spricht für sein Talent und seinen Ehrgeiz. Meisel war eine der Entdeckungen der Vorbereitung, empfahl sich mit guten Leistungen in Training und Testspielen für Einsätze.

    Frank Ronstadt (34): Der gebürtige Hamburger mit ghanaischen Vorfahren spielte in der U-16-, U-17- und U-19-Nationalmannschaft für Deutschland. Bringt bei seinen Einsätzen auf der rechten Außenbahn viel Dynamik ins Spiel.

    Sturm

    Dominic Baumann (9): Schon wegen seiner Einsatzfreude ist der gebürtige Sachse, der 2017 aus der zweiten Mannschaft des 1. FC Nürnberg an den Dallenberg wechselte, beim Publikum beliebt. Dass er frühzeitig seinen Vertrag bis 2021 verlängerte, war ein deutliches Zeichen. Mit zehn Treffern hinter dem abgewanderten Orhan Ademi zweitbester Kickers-Torschütze der vergangenen Saison. Er soll in der kommenden Saison mehr Verantwortung übernehmen. Schließlich ist Baumann mit 24 Jahren bereits einer der Älteren im Team.

    Hüseyin Cakmak (11): Die neue Stimmungskanone im Kickers-Team. Der Angreifer, der aus Kaiserslauterns Reserve kam, gilt als Spaßmacher. Im Kampf um einen Platz im Sturm muss er sich wohl erst einmal hinten anstellen.

    Luca Pfeiffer (16): Er hat das Zeug, zum neuen Kickers-Liebling zu werden. Der 22-Jährige, letzte Saison noch Ersatzmann in Osnabrück, erzielte in der Vorbereitung fünf Treffer, präsentiert sich nicht nur treffsicher, sondern auch spielstark. Obendrein besitzt er ausreichend Lokalkolorit. Er wurde in Bad Mergentheim geboren. 

    Maximilian Breunig (18): In ihn setzen die Rothosen große Hoffnungen. Der 18-Jährige stammt aus Theilheim bei Würzburg. In der vergangenen Saison bewies er in der U-19-Bundesliga beim FC Ingolstadt, dass er den richtigen Torriecher hat. Auch in der Regionalliga-Mannschaft der Oberbayern traf er gleich beim ersten Einsatz. Zuletzt hat Breunig aber auch gelernt, an welch seidenem Faden das Glück bisweilen hängt. Er wurde bei einem Autounfall verletzt und arbeitet gerade an seinem Comeback.

    Yassin Ibrahim (19): Er kam als amtierender deutscher U-19-Meister von Borussia Dortmund an den Main. Ein klassischer Außenstürmer, der gewiss über viel Potenzial verfügt.

    Patrick Breitkreuz (20): Musste lange warten bis ihm in der vergangenen Saison am 31. Spieltag (3:2 gegen Münster) endlich der erste Pflichtspieltreffer im Kickers-Dress gelang. Am Ende staden zwei Saisontore. Hofft in der neuen Spielzeit auf mehr Einsatzchancen. In der Vorbereitung immerhin schon zweimal erfolgreich.

    Dominik Widemann (31): Trainierte schon im letzten Jahr zur Probe in Würzburg mit, entschied sich dann für einen Wechsel aus Heidenheim zurück nach Unterhaching, wo er einst mit 18 Jahren sein Drittliga-Debüt gab. Doch Widemann wurde in der Münchner Vorstadt nicht noch einmal glücklich, kam selten zum Einsatz, erzielte kein einziges Tor. In Würzburg hofft er auf einen Neubeginn.

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!