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    Fußball: Dritte Liga

    Der Kickers-Kader ist fast komplett

    Fussball
    Der Ex-Hamburger Ashton Götz (links, im Zweikampf mit dem damaligen Bayern-Akteur Franck Ribéry) spielt derzeit bei den Kickers als Testspieler vor. Foto: Sebastian Widmann, Witters

    Es tut sich etwas bei den Würzburger Kickers. Gleich drei Neuzugänge in zwei Tagen hat der Fußball-Drittligist zuletzt präsentiert. Am Montag zunächst Flügelspieler Albion Vrenezi von Jahn Regensburg. Am Dienstag wurden dann auch noch Stürmer Dominik Widemann (SpVgg Unterhaching) und Mittelfeldspieler Niklas Zulciak, der zuletzt beim polnischen Zweitligisten Warta Posen unter Vertrag stand, per Unterschrift zumindest bis Saisonende zu echten Rothosen. Beide hatten in der Vergangenheit schon testweise für die Kickers Freundschaftsspiele bestritten. Widemann im vergangenen Sommer, Zulciak beim Wintertrainingslager in Spanien. Nun unterschrieben sie jeweils Einjahresverträge mit Optionen für eine weitere Saison.

    Der Kader sei damit so ziemlich komplett, noch bevor das Team am Samstag zum Trainingslager nach Lautenbach am westlichen Schwarzwaldrand aufbricht, stellte Kickers-Vorstandsvorsitzender Daniel Sauer zufrieden fest. Nur hinten links in der Abwehr, das gibt Sauer unumwunden zu, da fehlt es noch, nachdem es Peter Kurzweg nach dem Leihende nicht zurück zu Union Berlin und auch nicht wieder an den Dallenberg, sondern eben zu Zweitliga-Absteiger FC Ingolstadt verschlagen hat.

    Testspiel im Main-Tauber-Kreis

    Drei Testspieler stehen derzeit mit den Rothosen auf dem Trainingsplatz. Alle Drei kommen für den Posten als Linksverteidiger in Frage. Bis Donnerstag wolle man die Zeit noch nutzen, die Testspieler genauer unter die Lupe zu nehmen, sagt Sauer. Seit dieser Woche ist auch ein Mann mit Erstliga-Erfahrung darunter. Ashton Götz schaffte es einst bei einem Jugendverein Hamburger SV bis ins Profiteam. Elf Bundesliga-Partien stehen für ihn zu Buche, darunter auch einige Startelfeinsätze. Der große Durchbruch blieb dem 25-Jährigen aber verwehrt. Beim niederländischen Erstliga-Absteiger Roda Kerkrade verlor er in der vergangenen Saison durch eine Bauchmuskelverletzung seinen Stammplatz, kam in der Rückrunde überhaupt nicht mehr zum Zug. Nun also ein Versuch in Würzburg? Götz ist eigentlich Rechtsvereteidiger. „Wir probieren ihn einmal auf links“, sagt Sauer. Beim Testspiel an diesem Mittwoch (17.30 Uhr) gegen Süd-West-Regionalligist SSV Ulm in Niederstetten (Lkr. Main-Tauber) soll Götz mitwirken. Genauso wie Max Barnofsky. Der hat den Großteil seiner 53 Drittligapartien für den Halleschen FC als Innenverteidiger absolviert. Der Defensivmann, der zuletzt beim italienischen Zweitligisten Capri FC nur wenig Spielpraxis sammeln konnte, ist aber auch eine Option für die linke Seite. Ebenso wie Davud Turma, der in Halle nicht mehr gebraucht wird und seit Donnerstag in Würzburg trainiert.

    Dass Schiele sich auch noch einen großen Mann für die Abwehr wünschen würde, spricht für Barnofsky. Doch auch eine Weiterbeschäftigung von Hendrik Hansen ist offenbar noch nicht komplett vom Tisch, auch wenn der 24-jährige Abwehrmann, dessen Vertrag zum Monatsende ausläuft, noch nicht beim Training der Rothosen aufgetauscht ist.

    Es bleibt also noch spannend in den kommenden Wochen. Für die Offensive haben die Kickers indes nachgelegt. Mit Spielern freilich, von denen man hofft, dass sie sich noch verbessern. Widemann bewies als 18-Jähriger in seiner Drittliga-Premierensaison für Unterhaching, dass er treffen kann. Acht Tore gelangen dem heute 22-Jährigen damals. Danach aber konnte er sich sowohl bei Zweitligist Heidenheim als auch nach seiner Rückkehr in Unterhaching keinen Stammplatz mehr erkämpfen. Zulciak hatte die Kickers-Verantwortlichen offenbar bereits im Winter überzeugt. Verpflichtet haben sie ihn aber erst jetzt.

    Ob die bisherigen Verpflichtungen reichen werden, um die Abgänge von Schlüsselspielern wie Simon Skarlatidis (1. FC Kaiserslautern), Orhan Ademi (Eintracht Braunschweig) oder Patrick Göbel (Hallescher FC) auszugleichen, wird sich zeigen. Eines freilich fällt schon bei den Trainingseinheiten auf: Das Tempo ist hoch. Mit den Neuzugängen setzen Cheftrainer Michael Schiele und Co. auf Geschwindigkeit und möglicherweise auch auf neue taktische Elemente. Das Spiel der Rothosen dürfte sich in diesem Sommer verändern.

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