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    HANDBALL: 2. BUNDESLIGA

    Der Neue in Rimpar: Das will Ceven Klatt bei den Wölfen verbessern

    Ceven Klatt, neuer Trainer von Handball-Zweitligist DJK Rimpar Wölfe

    Handball-Zweitligist DJK Rimpar Wölfe hat am Samstagmittag seinen neuen Trainer Ceven Klatt offiziell vorgestellt. Bei einer Pressekonferenz im Rahmen des Karrieretags von Hauptsponsor SSI Schäfer in Giebelstadt sagte der 36-Jährige, der mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Kitzingen leben wird: ,,Ich freue mich, jetzt in Rimpar angekommen zu sein, wieder in der Halle stehen zu dürfen und die Spieler kennenzulernen." In den ersten zwei, drei Wochen werde es darum gehen,  ,,sich gegenseitig zu beschnuppern und eine gute Basis zu legen".  

    Zweites Abwehrsystem, schnellerer Angriff 

    Den Schwerpunkt will Klatt, der Anfang der vergangenen Saison noch den nun abgestiegenen Liga-Konkurrenten HC Rhein Vikings in Düsseldorf trainiert hatte, dort aber überraschend nach sechs Spieltagen beurlaubt worden war, wie sein Vorgänger Matthias Obinger auf die Abwehr legen. Neben der 6:0-Deckung möchte Klatt ein zweites, offensiveres System etablieren, ,,das wir nicht nur als Notlösung spielen, sondern im fliegenden Wechsel. So, wie man es auch in der ersten Liga bei den Topmannschaften immer wieder sehen kann." Das größte Potenzial sieht der gebürtige Brandenburger freilich im Angriff - in der zurückliegenden Runde stellte Rimpar gemessen an erzielten Toren den zweitschwächsten der Liga. ,,Ich möchte, dass wir aus der guten Abwehr noch mehr Kapital schlagen und einen Tick schneller Handball spielen."   

    Lesen Sie hier: Der Fahrplan für die Vorbereitung der Rimparer Wölfe

    Klatt wird am Montag (8. Juli) die Arbeit mit seiner neuen Mannschaft aufnehmen - nach nur vier Wochen Pause für die Spieler, was vergleichsweise kurz ist. ,,Es ist klar, dass ein neuer Trainer seine neuen Systeme einstudieren will", sagte DJK-Kapitän Patrick Schmidt am Rande der Pressekonferenz am Samstag. ,,Ich denke, ich kann für uns alle sprechen, wenn ich sage, dass nach zwei Wochen noch keiner von uns wieder Bock auf Handball gehabt hätte. Aber so langsam kommen das Kribbeln und der Hunger wieder. Ich bin gespannt, was Ceven mit uns vor hat." Der erste Eindruck vom neuen Coach sei positiv: ,,Er ist ein sympathischer Typ. Ich finde gut, dass er selbst mal hochklassig gespielt hat und den Handballzirkus dadurch kennt." Der 36-Jährige war in der zweiten Liga als Kreisläufer beim TuS Ferndorf aktiv gewesen.  

    Gegebene Strukturen verbessern

    Wölfe-Geschäftsführer Roland Sauer, der bereits im vergangenen Jahr erste Gespräche mit Klatt geführt hatte, sagte: ,,Ich hatte von Anfang an ein sehr gutes Gefühl bei Ceven, dass wir eine Sprache sprechen und eine gemeinsame Zielsetzung haben." Der A-Lizenz-Inhaber, der als erster Profitrainer in Rimpar angestellt ist, habe von allen Kandidaten ,,das rundeste, kompletteste und schlüssigste Konzept" vorgelegt. So will Klatt ,,die gegebenen Strukturen noch verbessern" und die Durchlässigkeit zwischen erster, zweiter Mannschaft und A-Jugend fördern. Ob die Kaderplanung bereits abgeschlossen sei, werde sich in den nächsten Tagen zeigen, so Sauer. "Wir müssen halt budgettechnisch denken."

    Saisonziel: einstelligen Tabellenplatz bestätigen

    Sportliches Ziel in der nächsten Saison ist es, die Platzierung der zurückliegenden zu bestätigen; da waren die Wölfe Neunter geworden. "Ein einstelliger Tabellenplatz wäre ein tolles Ergebnis", meinte der Geschäftsführer. Klatt äußerte: "Die Liga ist unglaublich stark. Sieben, acht Mannschaften wollen aufsteigen. Mit dem Thema haben wir zum Glück nichts am Hut. Aber wir möchten, und das ist das kurzfristige Ziel, trotz des schwierigen Auftaktprogramms auch mit den Abstiegsplätzen nichts zu tun haben."  

    Drei Auswärtsspiele zum Auftakt

    Ihre siebte Zweitliga-Saison beginnt für die Wölfe am 24. August. Aufgrund von Umbauarbeiten in der s.Oliver Arena stehen für sie erst mal drei Auswärtsaufgaben bei TuS Nettelstedt-Lübbecke, Aufsteiger HSG Krefeld und Bundesliga-Absteiger VfL Gummersbach an. Das erste Heimspiel steigt am 15. September gegen den TSV Bayer Dormagen.

    Natalie Greß

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