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    FUSSBALL: BAYERNLIGA

    Der WFV unterliegt vor kleiner Kulisse

    WFV-Youngster Paul Obrusnik versucht sich mit dem Kopf. Foto: Hans Will

    Bayernliga, Männer
    Würzburger FV - SpVgg Ansbach 0:1 (0:1)

    Mit 0:1 hat der Fußball-Bayernligist Würzburger FV am Samstagnachmittag gegen die SpVgg Ansbach verloren. "Die Partie hätte auch unentschieden ausgehen können, aber dann entscheidet eine Standardsituation das Spiel. So Matches gibt es halt", resümierte der Trainer der Zellerauer, Marc Reitmaier. Den Sieg für die Gäste verbuchte er dennoch als gerecht.

    Nur zweimal war seine Elf in Gestalt von Stürmer Cristian Alexandru Dan während der 90 Minuten gefährlich vor das gegnerische Gehäuse gekommen, hatte ihre Möglichkeiten jedoch nicht nutzen können. Kampfgeist wollte der 35-Jährige seinem Team indes nicht absprechen. "Wir haben uns in jeden Ball reingeworfen, die Jungs haben alles probiert und viele Zweikämpfe gewonnen. Aber wir wissen ja, dass die Situation keine einfache ist. Die Zuschauerzahlen schwinden massiv", sagte er mit Blick auf die gerade einmal 295 Besucher, die an diesem Tag bei relativ schönem Wetter ihren Weg in die Mainaustraße gefunden hatten: "Aber das muss man als Spieler und Sportler dann annehmen."

    Schlechte Passquote

    In der ersten Hälfte der Partie versuchten sich beide Teams immer wieder mit Torschüssen, wirklich gefährlich waren aber weder die Zellerauer noch die Gäste aus Mittelfranken. Als beste Chance durfte wohl der Kopfball von WFV-Stürmer Dan gelten, der das Spielgerät nach einer Flanke von Kapitän Sebastian Fries knapp über die Latte brachte. Auffällig war ansonsten nur die schlechte Passquote auf beiden Seiten. Sowohl die Gastgeber als auch die Grün-Weißen taten sich schwer, sich einmal bis zum gegnerischen Strafraum durchzukombinieren. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass die Außenbahnspieler Patrick Hofmann und Dennie Michel Mitte der ersten Halbzeit die Positionen tauschten. In fast logischer Folge fiel das erste und einzige Tor des Spiels nach einem Standard, als Ansbachs Christoph Hasselmeier in der 43. Minute einen Freistoß direkt verwandelte (0:1). 

    Veränderte Formation

    In die zweite Hälfte startete Reitmaier mit leicht veränderter Formation. Erstmals hatte er Ben Müller und Paul Obrusnik an diesem Tag gemeinsam auf der Sechserposition starten lassen, weil Wojtek Droszcz noch verletzt und Adrian Istrefi angeschlagen war. Doch ersetzte Letzterer in den zweiten 45 Minuten Youngster Obrusnik (46.). "Paul hat das in der ersten Halbzeit auch gut gemacht. Das war kein leistungsbedingter Wechsel, aber wir wollten uns ein bisschen offensiver ausrichten", erklärte Reitmaier seine taktische Änderung.

    Auch die konnte allerdings nicht verhindern, dass es die Gäste waren, die im zweiten Durchgang als erstes wirklich gefährlich vors gegnerische Tor kamen. Nach einem Pass von Tom Abadjiew zog Lukas Schmidt im Strafraum ab, doch warf sich Würzburgs Keeper André Koob noch rechtzeitig in den Ball (63.). Vom WFV war -bis auf einen Kopfball von Dan - weiterhin nur wenig Zwingendes zu sehen. Erneut Koob verhinderte noch eine gute Chance der Ansbacher, als er sich dem heranstürmenden Torjäger Patrick Kroiß entgegenwarf (83.). Die letzte Chance auf den späten Ausgleich  hatte Istrefi, dessen Freistoß Ansbachs Keeper Tobias Petschlern jedoch mit den Fingerspitzen noch gerade so über die Latte lenkte (88.). 

    Die Statistik des Spiels

    Würzburg: Koob - Schömig, Lorenz (84. Kadiric), Bauer (78. Röckert), Hänschke - Obrusnik (46. Istrefi), Müller - Hofmann, Fries, Michel - Dan.
    Ansbach: Petschler - Silaklang, Meyer, Schüler, Belzner - Schmidt (73. Götzendörfer), Hasselmeier, Dietrich - Kroiß, Abadjiew (88. Karakas), Landshuter (84. Mechnik).
    Schiedsrichter: Florian Fleischmann (Burglengenfeld).
    Zuschauer: 295.
    Tor: 0:1 Christoph Hasselmeier (43.).

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