• aktualisiert:

    BASKETBALL: EUROPAPOKAL

    Die Baskets spielen nicht im Europapokal

    Basketball - BBL - Brose Bamberg - s.Oliver Wuerzburg
    Die Mannschaft von Denis Wucherer wird in der kommenden Saison nicht auf internationalem Parkett auflaufen. Foto: Heiko Becker

    Die erfolgreiche Reise von Basketball-Bundesligist s.Oliver Würzburg auf internationalem Parkett, die sie vergangene Saison bis in die beiden Finalspiele des Fiba Europe-Cup-Wettbewerbs gegen Dinamo Sassari aus Italien geführt hatte, findet zumindest in der kommenden Spielzeit keine Fortsetzung. Wie die Baskets am Mittwoch mitteilten, wird der Klub in der Spielzeit 2019/20 an keinem europäischen Wettbewerb teilnehmen.

    Die Würzburger hatten nach den starken Auftritten im niederklassigsten der insgesamt vier kontinentalen Wettbewerbe auf einen Zusage für die Fiba Champions League oder zumindest auf einen Startplatz für deren Qualifikationsrunde gehofft. Doch die Verantwortlichen des europäischen Ablegers des Weltverbandes entschieden anders: Aus der Basketball-Bundesliga werden Brose Bamberg und Rasta Vechta die deutschen Farben vertreten, zudem haben die Telekom Baskets Bonn noch Chancen, müssen allerdings noch eine Qualifikationsrunde überstehen.

    „Die Teilnahme an der Champions League wäre nach dem Erfolg mit der Finalteilnahme im Europe Cup der logische nächste Schritt für uns gewesen. Leider hat Platz neun in der Liga nicht gereicht, um einen Startplatz in der Qualifikation zu bekommen“, erläutert Kresimir Loncar, neuer Manager „Sport und Scouting“, in einer Klub-Mitteilung. Grundsätzlich stünden der BBL 3,5 Startplätze in der auch finanziell durchaus lukrativen Champions League zu, dem Gewinner winkt immerhin ein Preisgeld von einer Millionen Euro. Da in der kommenden Saison aber auch kleinere Länder wie Zypern oder der Kosovo ihre Meister in diesem Wettbewerb an den Start schicken, blieb für die Bundesliga ein Startplatz weniger übrig – zum Leidwesen der Würzburger.

    Die wirtschaftlichen Gesichtspunkte

    Eine abermalige Teilnahme am Europe Cup und damit ein zweiter Anlauf auf den ersten Titel der Vereinsgeschichte schlossen die Baskets aus „wirtschaftlichen Gesichtspunkten“ aus, wie Geschäftsführer Steffen Liebler sagte. Zwar habe man vergangene Saison in diesem Format „sehr gute Erfahrungen gemacht“ und die Finalteilnahme sei auch ein „bisher einmaliges Erlebnis“, so der 35-Jährige. Die finanziellen Aufwendungen aber für die Auswärtsfahrten und das Bereitstellen eines Livestreams von den Heimspielen ließen sich durch die Einnahmen „nicht annähernd ausgleichen“, sagt Liebler.

    Unterm Strich soll das Europapokal-Abenteuer den Klub einen unteren sechsstelligen Betrag gekostet haben, der aber aufgrund von Sponsoren-Zusagen im Vorfeld der Teilnahme bereits einkalkuliert worden war. Die volle Konzentration gelte nun der Liga, wie Liebler betont: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Play-offs zu erreichen und uns auf sportlichem Weg für die Champions League zu qualifizieren.“

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!