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    Fußball: Stadtmeisterschaft

    Die Planer der Stadtmeisterschaft sorgen für den Feinschliff

    Die letzten Tage vor dem Turnier sind besonders arbeitsintensiv. Am Sonntag wollen die Organisatoren mit einem neuen Konzept überzeugen. Dafür gibt es einen genauen Plan.
    2017 gewann der Würzburger FV letztmals die Stadtmeisterschaft. In diesem Jahr sind die Zellerauer zusammen mit dem ETSV Würzburg Gastgeber des Turniers.
    2017 gewann der Würzburger FV letztmals die Stadtmeisterschaft. In diesem Jahr sind die Zellerauer zusammen mit dem ETSV Würzburg Gastgeber des Turniers. Foto: foto2press/Frank Scheuring

    An diesem Sonntag findet zum 38. Mal die Würzburger Stadtmeisterschaft im Hallen-Fußball in der s.Oliver Arena statt. Nachdem der Wettbewerb wegen mangelnder Besucherzahlen und steigender Kosten für die Sicherheit im vergangenen Jahr ausgefallen war, wollen die Organisatoren um Michael Freudenberger (Würzburger FV), Matthias Purucker (TSV Rottenbauer), Josef Baumann (TSV Grombühl) und Sercan Acan (ETSV Würzburg) mit einem neuen, familienfreundlichen Konzept überzeugen. Dafür waren sie mit etwa 30 freiwilligen Helfern seit Anfang September unermüdlich im Einsatz. Möglich wurde die Neuauflage des Traditonsturniers vor allem durch das Sponsoring der Würzburger Verkehrsbetriebe (WVV) und die finanzielle Unterstützung der Stadt. "Wir rechnen am Sonntag mit 1300 bis 1500 Besuchern", sagt Freudenberger, der überzeugt ist, dass die austragenden Vereine WFV  und ETSV in finanzieller Hinsicht "definitiv nicht drauflegen werden". In der s.Oliver Arena werden am Sonntag rund 200 ehrenamtliche Helfer im Einsatz sein, außerdem soll es ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geben.

    Jeder gegen jeden

    Die 15 teilnehmenden Mannschaften sind in zwei Gruppen aufgeteilt und spielen im Modus "jeder gegen jeden" (insgesamt sind das 49 Partien mit je zehn Minuten Spielzeit); der Würzburger FV (Bayernliga) und der TSV Lengfeld (Landesliga Nordwest) sind als Gruppenköpfe gesetzt. Ob Berthold Göbel sein Team zur Stadtmeisterschaft begleiten kann, ist noch nicht klar. Der Trainer der Zellerauer hatte beim Vorturnier zur Hallen-Kreismeisterschaft am vergangenen Wochenende eine Rote Karte kassiert. Inzwischen hat er in einem Schreiben an das Sportgericht "seine Sicht der Dinge erzählt". Wie er auf Nachfrage sagt, gehe er davon aus, dass er am Sonntag dabei sein kann, schränkt aber ein: "Zu entscheiden haben das andere." Für seine "ordentlich aufgestellte" Mannschaft gibt er so oder so ein klares Ziel vor: "Wir sind Gastgeber und auf dem Papier das höchstklassigste Team, wir wollen das Ding natürlich gewinnen."

    WFV und Lengfeld als Favoriten

    Für Sercan Acan, Fußballabteilungsleiter beim ETSV Würzburg (Kreisliga), sind die Blauen ebenfalls Favorit. "Sich selbst darf man ja nicht nennen", sagt der 26-Jährige lachend, kann sich eine kleine Anspielung auf den 1:0-Finalsieg gegen den WFV beim Vorturnier zur Hallen-Kreismeisterschaft am vergangenen Wochenende aber nicht verkneifen. Im Finale sieht er zudem den TSV Lengfeld: "Ich denke, die beiden werden das wieder unter sich ausmachen." Für den Endspurt in Sachen Turnierorganisation hat sich der Bau- und Projektleiter ("Organisieren ist mein täglich Brot") extra ein paar Tage freigenommen. Es gibt noch viele Kleinigkeiten zu erledigen: "Das fängt beim Hygiene-Handschuh an und hört bei der Power-Point-Präsentation auf." Bereut hat er seinen Einsatz "aus Liebe zum Verein" dennoch keine Minute. Acan kennt das traditionelle Würzburger Turnier noch aus seinen Kindheitstagen und ist überzeugt, dass es es "eine Schande wäre, so etwas sterben zu lassen". Mit den Kollegen vom WFV würde er jederzeit wieder zusammenarbeiten, setzt aber darauf, dass im kommenden Jahr zwei andere Klubs wie geplant die Organisation übernehmen: "Ich hoffe, dass unserer Bemühungen nicht vergebens waren und die Stadtmeisterschaft eine Zukunft hat."

    Gruppe A: Würzburger FV (Bayernliga), SV Oberdürrbach (Kreisklasse), TSV Rottenbauer (Kreisklasse), SB Versbach (Kreisliga), FC Würzburger Kickers II (Kreisklasse), ETSV Würzburg (Kreisliga), FT Würzburg (A-Klasse), SV Heidingsfeld (Kreisliga).
    Gruppe B: TSV Lengfeld (Landesliga), Soccerclub Würzburg (B-Klasse), DJK Würzburg (Kreisklasse), SC Lindleinsmühle (Kreisliga), TV Würzburg (A-Klasse), Gehörlosen SV, TSV Grombühl (Kreisklasse).

    Das Programm
    9 bis 13 Uhr: Vorrundenspiele 1 bis 22.
    13.30 bis 15.30 Uhr: Vorrundenspiele 22 bis 33.
    15.30 bis 16 Uhr: Einlagespiel der U9 des ETSV Würzburg gegen die U9 des Würzburger FV.
    16 bis 17.30 Uhr: Vorrundenspiele 34 bis 41.
    17.30 Uhr bis 18 Uhr: Einlagespiel der Frauenmannschaft des SC Würzburg Heuchelhof gegen Würzburger Stadträte und Mitarbeiter des Sportamts.
    18 bis 19.30 Uhr: Vorrundenspiele 42 bis 49. 
    19.30 bis 19.45 Uhr: Tanzeinlage der Hip-Hop-Gruppe des TC Rotgold Würzburg.
    19.45 Uhr: Erstes Halbfinale (Erster Gruppe A – Zweiter Gruppe B)
    20 bis 20.15 Uhr: Zweites Halbfinale (Zweiter Gruppe A – Erster Gruppe B)
    20.30 bis 20.45 Uhr: Spiel um Platz drei.
    20.45 bis 21 Uhr: Breakdance-Einlage.
    21 bis 21.15 Uhr: Finale.
    Außerdem: Geschwindigkeitsmessungen (11 bis 18 Uhr), Kinderschminken (11 bis 16 Uhr), Glücksrad.

    Die Main-Post-Sportredaktion begleitet das Turnier am Sonntag ab 9 Uhr mit einem Liveticker auf mainpost.de.

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