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    HANDBALL: BAYERNLIGA

    Ein Derby ohne den finalen Höhepunkt

    Körperbetont: Die Rimparer (von links) Benedikt Gräsl und Moritz Mohr gegen Bence Borda'cs von der TG Heidingsfeld. Foto: Heiko Becker

    SG/DJK Rimpar II – TG Heidingsfeld 24:24 (14:12)

    Irgendwie ging es nach dem Abpfiff des Bayernliga-Derbys ziemlich friedlich zu. Rimparer und Heidingsfelder Spieler unterhielten sich entspannt. Und sogar in der Bewertung der vorangegangen 60 Spielminuten herrschte beiderseits Einigkeit. "Gerecht" sei das Unentschieden gewesen, fand Gästecoach Heiko Karrer. "Beide hätten das Spiel gewinnen können", meinte Rimpars Trainer Stefan Schmitt. "Am Ende hat noch irgendwie ein Knaller gefehlt, der so ein Derby entscheidet", bemerkte Schmitt, der gemeinsam mit Sebastian Kraus die DJK-Reserve trainiert.

    Doch in den letzten dreieinhalb Minuten der intensiven Begegnung fiel kein Tor mehr. Und das, obwohl die Nürnberger Referees den Rimparer Bernhard Huber 83 Sekunden vor Schluss nach einem Foulspiel auf die Strafbank schickten. Doch das folgende Überzahlspiel nutzten die Gäste nicht und verloren den Ball, als TGH-Rückraumspieler Patrick Schneider recht ungestüm in die Deckung lief, was ein Stürmerfoul zur Folge hatte.

    So kam die Zweitliga-Reserve noch einmal an den Ball. "Wir hatten uns vorgenommen, dass wir den Angriff bis zum Schluss ausspielen", berichtete Rimpars Rückraumspieler Maximilian Wirth, einer von zwei Ex-TGH-Spielern bei den Gastgebern. Dieses Vorhaben gelang auch. Nur scheiterte eben Felix Karle mit seinem finalen Wurf an Heidingsfelds Torwart Fabian Tatzel, so dass es beim 24:24 blieb.

    Wieder mit Felix Karle

    "Ein Sieg hätte uns natürlich gut getan", erklärte Rimpars Coach Schmitt, dessen Team durch das Unentschieden den ersten Punkt in der laufenden Saison geholt hatte. Dabei hatten die Gastgeber zwei Rückkehrer im Team: Rückraumspieler Maximilian Wirth war nach einer Verletzung wieder dabei, und mit Felix Karle stand der beste Werfer der Vorsaison wieder im Aufgebot. Der 19-jährige Rückraumspieler war zu Beginn der Runde in den Rimparer Zweitliga-Kader aufgerückt. "Er hatte da zuletzt nicht so viele Spielanteile, die hat er nun bei uns bekommen", erklärte Trainer Schmitt das Auflaufen des Linkshänders in der zweiten Garnitur.

    Angetrieben von Wirth und Karle war Rimpar in der ersten Hälfte das bessere Team. 14:11 lagen die Gastgeber kurz vor dem Wechsel vorn, doch drehte sich der Wind. "Wir waren in der zweiten Hälfte am Drücker", stellte Heidingsfelds Trainer Heiko Karrer fest, dem vor dem Anpfiff Ovationen des Heimpublikums zuteil wurden. Schließlich war der Ex-Nationalspieler sechs Jahre lang Trainer der ersten Rimparer Mannschaft gewesen. Dabei waren Stefan Schmitt und Sebastian Kraus seine Spieler gewesen.

    Die letzten Sekunden der Partie

    Mitte der zweiten Hälfte lagen die selbsternannten "Hätzfelder Bullen", bei denen der Kroate Ivan Skaramuca wegen einer Ellbogenverletzung fehlte, plötzlich mit zwei Toren Differenz vorne, weil sie sich in der Abwehr gesteigert hatten und in Bence Borda'cs einen Kreisläufer im Team hatten, der kaum zu halten war. Erst als sich die Rimparer Abwehrspieler des bulligen Ungarn zu zweit oder teilweise zu dritt annahmen, brachten sie ihn und damit das Heidingsfelder Angriffsspiel wieder in den Griff.

    So schien das Spiel erneut zu kippen: Rimpar glich aus und hatte gut zwei Minuten durch Felix Karle die riesige Chance, in Führung zu gehen. Doch der 19-Jährige scheiterte aus kurzer Distanz am guten TGH-Keeper Fabian Tatzel. So blieb es beim Unentschieden zwischen den Kontrahenten, mit dem beide Seiten leben konnten.

    Die Statistik des Spiels
    Handball: Bayernliga Männer
    SG/DJK Rimpar II – TG Heidingsfeld 24:24 (14:12)
    Rimpar: Leikauf, Thumm (n. e.) – Fischer 1, Tischer (n. e.), Hofmann, Mohr 3, Keidel 1, Karle 5, Dürr, B. Gräsl 5, Huber 3/2, Wirth 5, Weinhardt 1.
    Heidingsfeld: Tatzel, Tschuri (n. e.) – H. Nass 4, Maier 1, Schneider 3, Dennis Orf, Henning, Polydore 2, Farkas 7/3, Borda'cs 5, Dominik Orf (n. e.), Franke 2.
    Schiedsrichter: Behrens/Dechert (Nürnberg). Zeitstrafen: 3:3 Siebenmeter: 2/2 – 3/3. Zuschauer: 400.
    Spielfilm: 2:2 (6.), 5:3 (11.), 7:7 (16.), 11:9 (22.), 14:11 (30.), 15:14 (34.), 17:14 (37.), 17:18 (40.), 18:20 (43.), 22:24 (54.), 24:24 (57.).

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