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    Fußball: Dritte Liga

    Ein Suspendierter und drei Verletzte bei den Kickers

    Er trainiert aus disziplinarischen Gründen mit dem U-23-Kader der Kickers: Dennis Mast. Foto: Frank Scheuring

    Eigentlich beschreibt dieses Auswärtsspiel der Würzburger Kickers beim FSV Zwickau schon aufgrund der Tabellensituation ganz gut wie verzwickt die Lage in dieser so unglaublich engen Dritten Liga ist. Siegt der Liga-Elfte aus Sachsen nämlich am Samstag (14 Uhr) gegen den Sechsten aus Unterfranken, würde Zwickau die Kickers in der Tabelle tatsächlich überholen. Aber das wollen die Kickers natürlich möglichst verhindern. Auch wenn Zwickau derzeit gut in Schuss ist. Nur eines der letzten sechs Drittliga-Spiele hat die Mannschaft von Trainer Joe Enochs verloren. Zuletzt gab es Siege gegen Aufstiegsanwärter Wehen Wiesbaden (2:1) und Unterhaching (1:0). Zu Hause im 2016 eröffneten Stadion gelten die Zwickauer ohnehin als schwer zu knacken. 26 ihrer 42 Zähler sammelten sie in dieser Saison daheim. Einen von vier Auswärtssiegen gab es indes in Würzburg. Das 0:2 hat Kickers-Coach Michael Schiele seht gewurmt: "In diesem Spiel haben wir viel richtig gemacht, aber zwei absolute Traumtore kassiert."

    Der erste Liga-Sieg ohne Bachmann?

    Dass mit Janik Bachmann ein zuletzt verletzter Akteur zurückgekehrt ist, freut den Rothosen-Trainer. "Wir haben gezeigt, dass wir auch ohne ihn gewinnen können", sagt Schiele mit Blick auf den 3:0-Pokalsieg in der vergangenen Woche in Unterhaching zwar. In der Liga aber haben die Kickers nach dem 0:0 gegen Karlsruhe am letzten Montag ohne Bachmann immer noch keinen Dreier geholt. Auf den 22-Jährigen wird Schiele am Samstag wohl kaum verzichten, auch wenn er sagt: "Ich lasse mir nicht in die Karten schauen."

    Mast aus disziplinarischen Gründen bei der U23

    Definitiv nicht in Zwickau dabei ist Dennis Mast. Der Mittelfeldspieler, der in der kommenden Saison für den Halleschen FC auflaufen wird, trainiert mit dem U-23-Team der Rothosen. Aus disziplinarischen Gründen, so die offizielle Erklärung der Kickers. Mit dem bevostehenden Wechsel habe die Versetzung rein gar nichts zu tun. "Da ist alles sauber abgelaufen", so Kickers-Pressesprecher Nico Eichelbrönner.

    Elva droht auszufallen

    Das Team, das sich in dieser Woche auf die Auswärtsaufgabe in Westsachsen vorbereitete, war zusammengeschmolzen. Denn mit Phil Ofosu-Ayeh, Hendrik Hansen und Caniggia Elva fehlten auch drei weitere Akteure bei den Übungseinheiten. Vor allem ein Ausfall des mit Muskelbeschwerden angeschlagenen Elva würde den Kickers durchaus weh tun. Tatsächlich sind die Einsatzchancen von Elva, der genauso wie Hansen an muskulären Problemen leidet, äußerst gering. Offiziell hat Schiele die Hoffnung auf ein Mitwirken des Karibik-Kickers nicht abgeschrieben.

    Sontheimers Zukunft ist offen

    Genauso wie einen Verbleib von Patrick Sontheimer. Der 20-jährige Mittelfeldspieler, der neben Ofosu-Ayeh (von den Wolverhampton Wanderers) und Peter Kurzweg (von Union Berlin) der dritte Leihspieler im Kader ist, müsste zur neuen Saison - Stand jetzt - zu Greuther Fürth zurückkehren. "Ich kann mir sehr gut vorstellen, mit ihm weiter zu arbeiten," sagt Schiele über Sontheimer, den er bereits in seiner Zeit als Co-Trainer in Fürth kennengelernt hat. Allerdings gäbe es da eben viele Parteien, die ein Wörtchen mitreden. Nicht zuletzt der Zweitligist aus Mittelfranken, bei dem Sontheimer noch bis 2020 unter Vertrag steht. "Wir sind in Gesprächen mit seinem Berater", erzählt Schiele.

    Kickt er auch nächste Saison für die Rothosen: Trainer Michael Schiele kann sich eine weitere Zusammenarbeit mit Leihspieler Patrick Sontheimer gut vorstellen. Foto: Frank Scheuring

    Der zentrale Mittelfeldmann hat den Schritt, im Winter nach Würzburg zu wechseln, nicht bereut, auch wenn gerade auf seiner Position mit Bachmann und Dave Gnaase zwei starke Kontrahenten spielen. "Mich macht aus, dass ich sehr flexibel einsetzbar bin", betont Sontheimer seine Stärken. So agierte er zum Beispiel beim Auswärtsspiel in Meppen sogar als eine Art hängende Spitze. Die Konkurrenzsituation im Kickers-Mittelfeld empfindet er als beflügelnd: "So ist das eben in diesem Geschäft."

    Nach einigen starken Auftritten konnte Sontheimer zuletzt beim 0:0 gegen den KSC nicht sein wahres Leistungsvermögen abrufen. "Dass das nicht mein bestes Spiel war, weiß ich auch", sagt er rückblickend und hofft trotzdem mit den Rothosen in dieser Saison noch etwas Besonders erreichen zu können. Das Toto-Pokal-Finale eine Woche nach Rundenende hat auch er bereits im Blick: "Wir wollen die Qualifikation für den DFB-Pokal-Wettbewerb schaffen. Das ist das große Ziel", sagt Sontheimer: "Und so einen Titel nimmt man immer gerne mit." Wie es dann mit ihm ab Sommer weitergeht? "Damit beschäftige ich mich zurzeit nicht", sagt der 20-Jährige

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