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    Einwurf

    Die nächste Bewährungsprobe für die Kickers

    Am Ende hatte auch die kurze Amtszeit von Ex-Trainer Stephan Schmidt bei den Würzburger Kickers etwas Gutes: Er war es schließlich, der seinen Nachfolger Michael Schiele, damals als Co-Trainer, an den Dallenberg lockte. Dafür muss man Schmidt bei den Kickers heute dankbar sein. Denn Schiele hat sich nach Schmidts Entlassung als Glücksgriff erwiesen.

    Es gehörte viel Mut dazu, den Cheftrainer-Novizen Schiele, der erst in diesem Jahr seine Fußballlehrer-Ausbildung beendet hatte, nach dem 0:5 gegen Wehen Wiesbaden vom Interimstrainer zum neuen starken Mann zu machen. Mut, der belohnt wurde. Schiele hat die Trendwende geschafft, hat dem Klub, der nach über zehn Monaten ohne Heimsieg und dem Sturz ans Tabellenende der Dritten Liga in Depression zu versinken drohte, Erfolg, Zuversicht und Selbstvertrauen zurückgebracht. Am Ende zählt im Profisport nur das nackte Ergebnis und das stimmt derzeit. Vorstandsvorsitzender Daniel Sauer hat in dieser Saison einiges an Kritik einstecken müssen. Schieles Erfolg in den letzten Wochen dieses Jahres ist nun auch eine Bestätigung für ihn.

    Viel Zeit, die jüngsten Erfolge zu genießen bleibt aber nicht. Sauer hat in seiner Funktion als Sportdirektor mit dem Trainerwechsel eine Bewährungsprobe überstanden. Nun folgt die nächste. Die Verträge von Leistungsträgern wie Sebastian Neumann, Emanuel Taffertshofer und Felix Müller laufen im Sommer aus. Werden sie bleiben oder ist es vielleicht sogar sinnvoll, den in oder anderen Akteur noch in der Winterpause gegen gutes Geld abzugeben? Die Kickers werden in den kommenden Wochen die Weichen für die nächste Saison stellen müssen. Sauer wird sich erneut an den Resultaten messen lassen müssen.

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