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    HANDBALL

    Waldbüttelbrunn will wieder der Spitze angehören

    Mit diesem Kader startet die DJK Waldbüttelbrunn in die neue Saison: (alle von links, hinten) Timo Issing, Lukas Tendera... Foto: Hupp Photography

    Die Ausgangssituation, um in die dritte Handball-Bundesliga aufzusteigen, war auf dem Papier noch nie so schwierig wie vor der am Wochenende beginnenden Bayernliga-Runde. Mit dem HSC Bad Neustadt gibt es einen namhaften Absteiger von oben, der den Betriebsunfall schnellstmöglich korrigieren will. Hinzu kommt die Verkleinerung der zweiten Liga von 20 auf 18 Vereine zur nächsten Saison, was sich auch auf die Aufstiegsregelung zwei Klassen tiefer auswirkt. Erstmals wird der Bayernliga-Meister nicht direkt aufsteigen.

    „Das ist schon ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig“, sagt denn auch DJK-Sportleiter Winfried Körner. Stattdessen gibt es im Mai 2019 Relegationsspiele. Der bayerische Meister trifft dabei in Hin- und Rückspiel auf den württembergischen Vertreter. Der Gewinner ist Drittligist, der Verlierer hat noch weitere Chancen.

    26 Ligaspiele auf dem Programm

    Doch so weit ist es natürlich noch lange nicht; immerhin stehen für die Waldbüttelbrunner und ihre Mitkonkurrenten zunächst 26 Ligaspiele auf dem Programm. „Wir wollen wieder der Spitze angehören“, betont DJK-Trainer Dusan Suchy, der Bad Neustadt als Titelfavoriten bezeichnet. „Dahinter sehe ich eine Verfolgergruppe mit Friedberg, Bayreuth, Günzburg und uns.“ In einer nicht-offiziellen Umfrage, wer denn am Ende ganz oben steht, mit rund 320 Teilnehmern auf einem Handball-Portal, landet Friedberg vor Waldbüttelbrunn und Bad Neustadt.

    Kader blieb fast komplett

    Fakt ist, dass die Sumpfler ihren Kader aus der Vorsaison fast komplett zusammenhalten konnten und darüber hinaus gezielt verstärkt haben. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, so Körner, der einen intensiven Konkurrenzkampf zwischen den 18 Spielern erwartet, deren Durchschnittsalter unter 25 liegt. Neu dabei sind Allrounder Andreas Paul (28, zuletzt SG DJK Rimpar II), Rechtsaußen Felix Wolf (23, Bad Neustadt) und Torwart Luka Orsolic (23, Herbrechtingen). „Sie haben sich alle gut eingefügt, ideal sind die Abläufe natürlich noch nicht“, sagt Suchy. Der Kroate Orsolic ist erst in der letzten August-Woche zur Mannschaft gestoßen und braucht noch Zeit, bis er mit der DJK-Abwehr perfekt harmoniert.

    „Die Torwartposition wird im Titelrennen mit ausschlaggebend sein“, vermutet Körner, der seine DJK durch die späte Verpflichtung zwischen den Pfosten gut aufgestellt sieht. Max Feuerbacher und Orsolic seien sehr unterschiedlich, was Größe und Spielweise angehe. „Ihre Stärken sollten so je nach der eigenen Abwehrformation stärker zum Tragen kommen.“

    Die Defensive ist der große Trumpf

    Die Defensive war in den letzten Jahren ohnehin der große Trumpf der Grün-Weißen. Mit dem Torewerfen hat es dagegen bisweilen gehapert. „Daran haben wir in der Vorbereitung gearbeitet“, erklärt Suchy, der mit dem Ergebnis in den Testspielen nicht ganz zufrieden war.

    Doch es soll ohnehin eine Punktlandung zum Saisonauftakt an diesem Samstagabend mit dem Heimspiel gegen Aufsteiger HSG Würm-Mitte (19.30 Uhr, Ballsporthalle) werden. „Wir haben bewusst später angefangen, dafür umso intensiver trainiert“, erklärt Suchy. Das Auftaktprogramm bezeichnet der DJK-Trainer vor seiner dritten Saison bei den Sumpflern als „machbar“. Am zweiten Spieltag geht es zum ersten Derby nach Lohr, ehe mit Rothenburg der nächste Lokalrivale bei der DJK antritt. Der Vergleich mit dem Drittliga-Absteiger steigt übrigens am letzten Spieltag, zunächst in Bad Neustadt (15. Dezember), in der Rückrunde dann in Waldbüttelbrunn (4. Mai). Nur eine Woche später beginnt dann deutschlandweit die Relegation um den Aufstieg.

    Kader der DJK Waldbüttelbrunn

    Abgänge: Felix Rother (Pause), Federico Sincich (zurück nach Spanien).

    Zugänge: Luka Orsolic (Herbrechtingen), Andreas Paul (SG DJK Rimpar II), Felix Wolf (HSC Bad Neustadt).

    Aufgebot, Tor: Max Feuerbacher, Luka Orsolic.

    Rückraum: Dominik Dutz, Manuel Feitz, Markus Kirchner, Timo Issing, Andreas Paul, Jannik Renz, Julian Stumpf, Lukas Tendera.

    Kreis: Bastian Demel, Tobias Glöggler, Matthias Grünert, Christian Beißner.

    Außen: Nils Kwiatkowski, Lucas Meyer, Felix Wolf, Jonathan Hansen.

    Trainer: Dusan Suchy (seit 2016).

    Saisonziel: Um den Aufstieg mitspielen.

    Meistertipp: HSC Bad Neustadt.

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