• aktualisiert:

    HANDBALL: ZWEITE BUNDESLIGA

    Fünf Gründe, warum es Rimpar nochmal wissen will

    DKB 2. Handball-Bundesliga, DJK Rimpar Wölfe - TuSEM Essen
    Wollen in dieser Saison noch öfters jubeln: Max Bauer und Patrick Schmidt. Foto: Frank Scheuring, foto2press

    DJK Rimpar Wölfe – HSV Hamburg

    (Samstag, 19.30 Uhr, s. Oliver Arena)

    Nach dem Sieg in Ferndorf – es war der achte aus den letzten zehn Duellen – ist die DJK Rimpar Wölfe im Niemandsland der Zweitliga-Tabelle angekommen: Leicht positives Punktekonto, ein stattlicher Vorsprung auf die Abstiegsränge sowie ein großer Rückstand auf die Aufstiegsplätzen. Vor dem Heimspiel gegen den HSV Hamburg könnte dieser Umstand ein Grund sein, die Saison entspannt ausklingen zu lassen. Doch wir haben fünf Gründe gefunden, warum es die Rimparer in den elf ausstehenden Spielen noch einmal wissen wollen.

    Der verschärfte Abstiegskampf

    Fünf Klubs werden in dieser Saison absteigen – so viele wie nie zuvor. Bei der fünft- und viertletzten Mannschaft (Großwallstadt/Hagen) stehen 19 Punkte auf dem Konto. Wenn man damit rechnet, dass die Teams im Tabellenkeller noch einmal eine zweite Luft bekommen und mehr als die Hälfte ihrer Partien gewinnen, können schnell 32 oder 33 Punkte für den Klassenverbleib notwendig werden. Folglich brauchen die Wölfe noch bis zu drei Siege, was kein Selbstläufer werden dürfte.

    Ziel: einstelliger Tabellenplatz

    Auch wenn es theoretisch noch möglich ist: Angesichts von zwölf Punkten Rückstand auf den zweiten Platz werden die Wölfe nicht mehr ins Aufstiegsrennen eingreifen können. Schon der siebte Rang ist vier Punkte weg. Stattdessen könnten die Rimparer (29 Punkte) noch vom TV Hüttenberg oder dem TV Emsdetten (jeweils 26) abgefangen werden. Um das Saisonziel eines einstelligen Tabellenplatzes zu erreichen, müssen die Grün-Weißen also weiter siegen.

    Das Restprogramm

    Das Rimparer Restprogramm darf durchaus als attraktiv bezeichnet werden. Sechs ihrer elf Spiele bestreiten die Wölfe vor heimischem Publikum. Am Samstagabend kommt mit dem HSV Hamburg erstmals der Champions-League-Sieger von 2013 und Deutsche Meister von 2011 nach Würzburg. An der Seitenlinie steht mit Torsten Jansen der frühere Bundes-Linksaußen, der es auf 178 Einsätze (503 Tore) für die Nationalmannschaft gebracht hat. Und dann ist da noch das Derby beim HSC 2000 Coburg am 28. April. Die Rimparer werden vermutlich alles daran setzen, um den Oberfranken in die Aufstiegssuppe zu spucken.

    Der Trainerwechsel (I)

    Nach fast vier, größtenteils sehr erfolgreichen Jahren neigt sich die Zeit von DJK-Trainer Matthias Obinger bei den Wölfen dem Ende entgegen. Geschäftsführer Roland Sauer wollte nicht länger mit dem fordernden Sportwissenschaftler zusammenarbeiten – und hat dies bereits im Oktober kundgetan. Zu einem Leistungseinbruch hat das nicht geführt – im Gegenteil. Derzeit scheint Trainer und Mannschaft nichts zu trennen. Und Obinger will als Halb-Rimparer seine Herzensaufgabe ordentlich zu Ende zu bringen, was er auf Nachfrage bestätigt: „Ich habe den Anspruch, die Saison bestmöglich abzuschließen. Und ich denke, die Mannschaft hat das auch.“ Wäre ein Fortsetzen der Erfolgsserie nicht der beste Beweis dafür, dass der Trainerwechsel zu früh angeleiert worden ist?

    Der Trainerwechsel (II)

    Zur neuen Saison wird Ceven Klatt das Traineramt in Rimpar übernehmen. Das steht seit Weihnachten fest. Auch die Spielerpersonalien sind bis auf ein oder zwei Ausnahmen mittlerweile geklärt. Das Gesicht der Mannschaft wird sich demnach nicht oder kaum verändern. So können sich die Wölfen mit guten Leistungen bereits empfehlen. Schließlich dürfte Klatt, der im Herbst beim Ligakonkurrenten Rhein Vikings beurlaubt worden ist, schon jetzt genau hinsehen, um sich auf seine Aufgabe vorzubereiten.

    Infos zum Spiel

    Gegen Hamburg (12./23:31) peilen die Wölfe (9./29:25) ihren sechsten Heimsieg in Serie an und wollen so nachträglich die entgangene Ernte aus dem Hinspiel einfahren. „Daran haben wir keine guten Erinnerungen“, sagt Trainer Matthias Obinger. Bis in die Schlussphase hinein hätte sein Team in Hamburg einen starken Auftritt gezeigt, um am Ende einzubrechen und mit dem Schlusspfiff das 26:27 zu kassieren. DJK-Abwehrrecke Philipp Meyer droht auszufallen, nachdem er im Training einen Ball aufs Auge bekommen hat.

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!