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    FUTSAL: KREISMEISTERSCHAFT

    Warum die Motivationslage unterschiedlich ist

    The background of futsal goalkeeper
    Fußball in der Halle: Die Meldungszahlen für die Kreismeisterschaft im Raum Main-Spessart sind gering, die Gründe dafür vielschichtig. Foto: Thinkstock

    Bei dem Turnier geht es nicht nur um den Titel, sondern auch um Tickets für die Bezirksmeisterschaft, die am Samstag, 19. Januar, in Haßfurt stattfindet. Insgesamt vier der zwölf in Ochsenfurt antretenden Mannschaften werden dann auch bei der Bezirksendrunde in Unterfrankens Osten am Start sein.

    Rimpar mit zweiter Garnitur

    In Ochsenfurt stellt der ASV Rimpar das auf dem Papier stärkste Team stellt – schließlich sind die Kicker Tabellenzweite der Landesliga. Doch Trainer Harald Funsch betont: „Zur Kreismeisterschaft fahren Betreuer und großteils auch Spieler der zweiten Mannschaft. Es kann höchstens sein, dass zwei oder drei Leute aus dem Landesliga-Kader dabei sind.“

    Der Coach liefert auch gleich die Begründung für seine Herangehensweise. „Ich bin ein deutlicher Verfechter, dass im angehenden Leistungsbereich Fußball statt Futsal gespielt wird. Ich kann doch keinem vermitteln, dass jetzt zwei Monate in der Halle körperlos gespielt werden muss und dann wieder mit Körper.“ Daher habe das Landesliga-Team auch schon Turniere in der Halle bestritten, die aber nach klassischen Hallenfußballregeln mit Bande und nicht wie bei der Kreismeisterschaft in Futsalversion.

    Vorfreude in Höchberg

    Größer ist die Begeisterung beim Rimparer Landesliga-Konkurrenten TG Höchberg. Dessen Trainer Thomas Kaiser ist nämlich ein Freund jedweder Hallenturniere. „Wir fahren ausschließlich mit Spielern aus dem Kader der ersten Mannschaft nach Ochsenfurt. Und wir hoffen, dass wir die richtige Mischung aus Spaß und Ernsthaftigkeit finden.“ Und nach Möglichkeit soll die Höchberger Reise in Ochsenfurt noch nicht enden. Die Chance auf eine Qualifikation für die Bezirksmeisterschaft sei durchaus Motivation, versichert Kaiser.

    Lockerheit in Rottendorf

    Das einzige Team, dass das Ticket zur Bezirksendrunde in Haßfurt bereits sicher hat, ist der TSV Rottendorf. Der ist nämlich als unterfränkischer Titelverteidiger gesetzt. Das heißt: Kommen die Rottendorfer in Ochsenfurt nicht ins Halbfinale, sind die ersten Drei einschließlich des Titelverteidigers weiter. Erreicht Rottendorf die Runde der letzten Vier, sehen sich alle Halbfinalisten in Haßfurt wieder. Rottendorfs Trainer Martin Lang erklärt: „Es ist gut, dass wir jetzt keinen Druck haben und einiges ausprobieren können.“

    Lust auf das Spiel in der Halle sei bei seiner Mannschaft auf jeden Fall vorhanden. Und weil auch eines der Vorturniere in Rottendorf stattgefunden hat, war es für die Kicker aus dem Landkreis Würzburg natürlich klar, dass sie an den Spielen auf Kreisebene teilnehmen wollten, obwohl sie fürs Bezirksfinale bereits qualifiziert waren. Vorbereitet auf die Meisterschaft in der Halle hat die Rottendorfer übrigens U-19-Trainer Jens Eiring. Doch da er am Wochenende nicht da sein kann, übernimmt Martin Lang die Betreuung der Mannschaft.

    Gut besetzte Uettinger

    Ausschließlich mit Spielern aus der ersten Mannschaft fährt Bezirksligist TSV Uettingen nach Rottendorf. Auch wenn das Mitwirken freiwillig ist, ist das Team gut besetzt. „Für mich ist das ein notwendiges Übel. Ich weiß auch nicht, warum wir jedes Jahr so weit kommen“, erklärt Uettingens Sportleiter Patrick Friesacher. Er ergänzt: „Wichtig ist, dass alle gesund wiederkommen.“

    Motivierte Gerbrunner

    Mit im Feld sind auch drei Kreisligisten und drei Kreisklassisten sowie zwei Mannschaften aus der A-Klasse. Gerade für Teams, die in unteren Klassen zu Hause sind, ist ein solches Turnier mitunter attraktiv. Einerseits wegen der zum Teil namhaften Gegner, andererseits, weil man Spiele vor einer mutmaßlich gut besuchten Halle bestreiten darf. „Wir freuen uns“, sagt Danilo Eckold vom Kreisklassisten TSV Gerbrunn. Der Sportleiter berichtet, dass er keine Probleme gehabt habe, genügend Spieler für die Partien in der Halle zu rekrutieren.

    Jugendspieler beim SV Bergtheim

    Dagegen sagt Spielertrainer Sven Krönlein vom Kreisklassisten SV Bergtheim: „Es ist schon schwer, eine Mannschaft zusammenzukriegen. Viele haben Angst, sich zu verletzten.“ Zudem hätten seine Spieler beim Turnier um den EEV-Cup gerade eine attraktive Veranstaltung hinter sich. So werden zahlreiche A-Jugend- oder Zweite-Mannschafts-Spieler das Trikot überziehen. „Wir wollen vor allem Spaß haben“, sagt Krönlein, der auch selbst mitspielen will.

    Titelverteidiger nicht dabei

    Nicht dabei ist Titelverteidiger TSV Unterpleichfeld, der Landesligist hat aufgrund personeller Engpässe abgesagt. „Es ist schade, aber wir haben an diesem Wochenende nicht genug Spieler“, erklärt Spielertrainer Andreas Zehner das ungewöhnliche Vorgehen. Nutznießer der Absage ist nun der FC Hopferstadt, der sich beim Ochsenfurter Vorturnier im Spiel um Platz drei knapp gegen den TSV Sulzfeld durchsetzte.

     

    Kreisendturnier Kreis Würzburg
    Samstag, 12. Januar, ab 13 Uhr in Ochsenfurt, Dreifachturnhalle, Gruppe A:
    TG Höchberg, SV Maidbronn, TSV Gerbrunn, TSV Frickenhausen; Gruppe B: ASV Rimpar, TSV Uettingen, FC Hopferstadt, SV Oberdürrbach; Gruppe C: TSV Rottendorf, FC Eibelstadt, SV Bergtheim, Ochsenfurter FV.

    17.40 Uhr Platzierungsspiele, 19 Uhr Halbfinale, 19.40 Uhr Spiel um Platz 3, 20 Uhr Endspiel.

     

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