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    TAKENET-FUNLAUF

    Carmen Förster rennt aufs Siegertreppchen

    Funlauf-Siegerin Carmen Förster mit ihren Söhnen. Foto: G. Schwärzer

    Carmen Förster, geborene Klenk, ist eine Lauf-Institution in Unterfranken. So gut wie jeden Laufwettbewerb in der Region hat die 43-Jährige in ihrer langen Laufbahn schon gewonnen. Und auch am Sonntag beim Takenet-Funlauf über zehn Kilometer im Rahmen des Würzburger iWelt-Marathons stand sie wieder ganz oben auf dem Podest. Und doch war diesmal einiges anders als sonst.

    Ihre Siegeszeit von 41:47 Minuten gehört sicherlich zu den langsamsten ihrer langen Laufbahn. Betrachtet man allerdings die Vorgeschichte ihres sonntäglichen Erfolges, dann sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Viereinhalb Monate lang, von Mitte Dezember bis Ende April, hatte die Mutter zweier Söhne wegen einer Achillessehnenverletzung pausieren müssen.

    Lange Verletzungspause

    „Seit 13 Jahren hatte ich keine derart lange Pause mehr, nicht einmal während meiner Schwangerschaften“, erzählte die Estenfelderin. Seit 1. Mai bestreitet sie wieder lockere Trainingsläufe, der Funlauf am Sonntag war der erste Wettkampf seit einem halben Jahr.

    Ambitionen für einen vorderen Rang hatte Carmen Förster deswegen nicht, ging nach dem Motto „Dabeisein ist alles“ einfach mal an den Start. Und war am Ende sehr, sehr froh, „schmerzfrei gelaufen zu sein“. Ihre Zeit von 41:47 Minuten beurteilte sie mit den Worten „ohne Training geht halt nichts“. Mit ihren tollen Grundlagen ging aber noch so viel, dass sie mit mehr als drei Minuten Vorsprung als erste Frau ins Ziel lief.

    Zum Sieg reichte es für Försters männliches Pendant, Lauf-Urgestein Carsten Schmidt aus Güntersleben, zwar nicht, aber mit Rang drei in 35:34 Minuten war der fast 50-Jährige (Geburtstag ist im Juni) sehr zufrieden. „Für mich war das ja nur ein Trainingslauf“, sagte Schmidt. Sein Ziel ist die deutsche 5000-Meter-Meisterschaft der Senioren in sechs Wochen in Zittau. Im Dreiländereck mit Polen und Tschechien will der seit fast 20 Jahren für die LG Haßberge startende Schmidt den Sprung aufs Treppchen schaffen.

    Dieses Vorhaben sollte sich auch in die Tat umsetzen lassen, denn mit seiner Saisonbestzeit von 34:29 Minuten hätte Schmidt vor zwei Wochen bei der deutschen Meisterschaft über 10 000 Meter Gold in seiner Altersklasse M 50 geholt. Mit fünf- bis sechsmaligem Training will sich der als Hausmeister tätige Günterslebener nun bis Ende Juni in Meisterschaftsform bringen. Der Lauf am Sonntag in Würzburg passte da schon mal prima ins Konzept.

    Ergebnisse

    Takenet-Funlauf über 10 km

    Männer: 1. Carsten Hönig (Geseke) 34:26 Minuten, 2. Matthias Kelm (Pohlheim) 34:31, 3. Carsten Schmidt (LG Haßberge/Güntersleben), 4. Yannis Hippe (Göttingen) 36:35, 5. Nagassa Labecha (Hammelburg/Äthiopien) 37:15, 6. Nathan Libra (USA) 37:18, 7. Sebastian Meister 37:51, 8. Joel Seeger (ohne Verein) 38:40, 9. Manuel Kochendörfer (Beat Bus) 39:09, 10. Henrik Dömer (Geseke) 39:11.

    Frauen: 1. Carmen Förster (Fitness SV 05 Würzburg/Estenfeld) 41:47, 2. Sophia Franz (Staffelstein) 45:00, 3. Verena Maier (o.V.) 47:50, 4. Melissa Steinmetz (Team Arndt) 48:21, 5. Sally Behrens (Fit Mamas) 49:01, 6. Lea Thorwesten (Geseke) 49:17, 7. Verena Schubert (TSV Uettingen) 49:24, 8. Ida Göbel (VfR Burggrumbach) 50:48, 10. Anette Zöller (o.V.) 52:46.

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