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    WÜRZBURG

    Vaterfreuden bei Kickers-Kapitän Sebastian Neumann

    Grund zur Freude hat Kickers-Kapitän Sebastian Neumann nach der Geburt seines Sohnes ohnehin. Ob er, wie auf dem Bild na... Foto: foto2press, Frank Scheuring

    Der Kapitän hatte allen Grund zum Strahlen. Frohgelaunt erschien Sebastian Neumann am Donnerstagnachmittag zum Training in der Flyeralarm Arena am Würzburger Dallenberg. Die Frau des 26-Jährige hat am Montag einen gesunden Jungen zur Welt gebracht. Elias heißt Neumanns zweiter Sohn. Das überstrahlt dann doch jede Drittliga-Tristesse. Vor der Übungseinheit bildete das Team einen Kreis und schmetterte auch noch zwei Ständchen: für Dennis Mast (26) und Kai Wagner (21), die am Donnerstag Geburtstag feierten.

     "Dieses Spiel hätten wir gewinnen müssen."

    Die Laune bei den Würzburger Kickers ist gut, versichert Trainer Michael Schiele. Daran hat auch das 1:3 bei Hansa Rostock nichts geändert. Beim Blick auf die Ergebnisse der regelmäßig patzenden Konkurrenten im Vorderfeld der Tabelle könnte man aber rasch auf die Idee kommen, das Hätte, Wenn und Aber zu bemühen. Schließlich stellte Schiele auch mit fast einer Woche Abstand mit Blick auf die Partie in Rostock fest: „Dieses Spiel hätten wir gewinnen müssen.“ Die Kickers hätten dicht heran rücken können an die Top-Plätze.

    "Wir wollen punkten, punkten, punkten."

    So aber sind die Rothosen auf Platz zehn im Tableau weit weg von oben und unten. „Wir wollen kein Mittelmaß“, sagt Schiele trotzdem: „Wir wollen punkten, punkten, punkten.“ Und beim Heimspiel gegen den in den letzten fünf Partien dreimal siegreichen FSV Zwickau am Samstag (14 Uhr) damit wieder loslegen.

    Erster Sieg 2017 im Hinspiel

    Zwickau? Da war mal was! Die Westsachsen waren Ende August der erste Verein, den die Kickers im Jahr 2017 überhaupt in einer Ligapartie besiegen konnten. Jannis Nikolaou schoss beim Auswärtsspiel das Siegtor. Das Ende der acht Monate anhaltenden Negativserie sollte aber noch nicht der Schluss der Durststrecke sein. Erst im Spätherbst folgte bekanntlich die Trendwende, die den Kickers jenes Selbstvertrauen brachte, das sie noch immer trägt: „Wir haben trotz der Niederlage eine breite Brust“, glaubt Schiele.

    Schuppan ist gelbgesperrt

    Dabei muss der Kickers-Coach seine Formation verändern. Sebastian Schuppan hat in Rostock seine fünfte Gelbe Karte gesehen. Er ist gesperrt. Die Dreierkette ist also auseinandergerissen. Wenn es um den Ersatz geht, nennt Schiele auffällig häufig den Namen Anthony Syhre. Der Ex-Osnabrücker hatte durch Schieles Umstellung auf eine Dreierkette seinen Stammplatz im Team verloren, stand seit der Winterpause noch nicht einmal auf dem Aufstellungsbogen. Nun könnte er also wieder eine Bewährungschance erhalten, zumal auch Abwehrchef Neumann auszufallen droht. Den jungen Familienvater plagen seit dem Rostock-Spiel muskuläre Probleme. Beim Training am Donnerstag bei dem an den Standardsituationen gefeilt wurde, stand der Spielführer aber auf dem Platz.

    Taffertshofer fällt aus

    Auf jeden Fall ausfallen wird indes Emanuel Taffertshofer. Der Mittelfeldspieler, genauso wie Neumann einer der Akteure mit dem in den kommenden Wochen noch Verhandlungen über einen neuen Vertrag anstehen, liegt noch immer mit einem grippalen Infekt flach, hat in dieser Woche noch nicht trainiert.

    Bruduell für Patrick Göbel

    Im Blickpunkt wird am Samstag am Dallenberg – die Kickers erwarten gut 5000 Zuschauer – ein Bruderduell stehen. Beim Hinspiel war Christoph Göbel noch verletzt. Diesmal deutet viel darauf hin, dass es auf der Außenbahn ein Geschwister-Duell gibt: Ex-Zwickauer Patrick Göbel (24 Jahre) ist bei den Kickers auf der rechten Außenbahn ohnehin gesetzt. Sein älterer Bruder Christoph (28) beackert bei de Zwickauern in der Regel den linken Flügel. „Ich freue mich auf das Duell gegen die ehemaligen Kollegen. Es geht aber darum, das Spiel zu gewinnen“, so Göbel.

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