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    HANDBALL: 2. BUNDESLIGA

    Gelingt Rimpar bei der Heimpremiere eine Wiedergutmachung?

    Ceven Klatt und die Zweitliga-Handballer der DJK Rimpar Wölfe empfangen zum ersten Heimspiel der Saison den TSV Bayer Dormagen. Foto: Frank Scheuring

    Handball, 2. Bundesliga
    DJK Rimpar Wölfe - TSV Bayer Dormagen
    (Sonntag, 17 Uhr, s.Oliver Arena)

    Ein schlimmeres Spiel hätte sich Ceven Klatt kaum aussuchen können. Am 1. Juni, dem drittletzten Spieltag der vergangenen Saison in der zweiten Handball-Bundesliga, fuhr er nach Dormagen, um sich dort das Team anzuschauen, das er als Trainer übernehmen würde: die DJK Rimpar Wölfe. Er sah die höchste Niederlage der Unterfranken (für die es sportlich um nichts mehr ging) in dieser Runde. Er sah auch die wenigsten Tore in der vierjährigen Amtszeit seines Vorgängers Matthias Obinger, dafür mit die meisten Fehlwürfe (20). Mit 16:28 (8:13) wurden die Wölfe von den noch um den Klassenerhalt kämpfenden Wieseln des TSV Bayer Dormagen zerlegt. "Ich hatte davor schon deutlich bessere Spiele von Rimpar gesehen. An dem Tag hat nicht viel zusammengepasst", erinnert sich Klatt. "Das war nicht die Mannschaft mit den Attributen, die sie sonst auszeichnen und die sie hoffentlich am Sonntag zeigt: Kampf, Emotion, Disziplin."

    Am vierten Spieltag dieser Saison treffen beide Mannschaften erneut aufeinander. Diesmal in Würzburg. Diesmal mit Ambitionen. Diesmal mit Klatt als Coach. Bei der Heimpremiere gibt der 36-Jährige sein Liga-Debüt vor eigenem Publikum. "Aufgeregt bin ich nicht. Aber ich freue mich."

    Klatt ist zufrieden mit dem Saisonstart

    Mit der Ausbeute von 3:3 Punkten aus den drei Auswärtspartien beim TuS N-Lübbecke (23:23), einem Sieg bei der HSG Krefeld (20:19) und einer Niederlage beim VfL Gummersbach (22:25) ist Klatt "zufrieden".  "Wir sind auf einem guten Weg, haben aber auch noch viel Potenzial", sagte er am Montag auf der Pressekonferenz und warnte vor zu hohen Erwartungen. Es sei "ein Prozess, der noch Wochen oder auch Monate brauchen wird", bis wesentliche  Neuerungen "richtig gut funktionieren". So kam etwa das Tempospiel, das die Wölfe in der Vorbereitung erfolgreich praktizierten, in den drei Pflichtspielen noch nicht so zur Entfaltung und Geltung, wie sich der Coach das wünscht. Zehn Tore über die erste und zweite Welle peilt er pro Partie etwa an. "Auch daran haben wir im Training wieder gearbeitet. Ich hoffe, dass wir zu Hause gut ins Laufen kommen. Denn da wollen wir mehr Punkte holen als letzte Saison."

    Das Torewerfen hat bei den Gästen bisher besser geklappt als bei den Gastgebern. Das Team von Trainer Dusko Bilanovic, das Aue (35:25) und Eisenach (34:24) jeweils mit zehn Treffern Differenz aus eigener Halle fegte, hat bisher 16 Tore mehr erzielt als Rimpar, allerdings auch sieben mehr kassiert. "Dormagen spielt einen schnellen Handball, das müssen wir unterbinden mit einem geordneten Rückzug und einer guten Abwehr, um den Gegner ins gebundene Spiel zu bringen", gibt Klatt die Marschroute vor und ist zuversichtlich: "Wenn uns das gelingt, werden wir gewinnen." Als Vorbild dient ihm Hamburg: Der HSV bezwang den TSV Bayer mit 26:22. 

    Fragezeichen hinter dem Einsatz von Brustmann

    Personell stehen dem DJK-Coach vermutlich alle Mann zur Verfügung. Nur hinter dem Einsatz von Torwart Max Brustmann, der unter der Woche wegen eines grippalen Infekts fehlte, stand am Freitag noch ein kleines Fragezeichen. "Ansonsten rechne ich mit einer hochmotivierten Mannschaft, die heiß ist auf den ersten Heimsieg." Auch, um die Niederlage vom 1. Juni vergessen zu machen. 

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