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    BASKETBALL

    Baskets stehen in Ulm vor einer hohen Hürde

    Basketball - Fiba Europe Cup - Pallacanestro Varese - s.Oliver Wuerzburg
    Er droht für den Rest der Runde auszufallen: Johannes Richter Foto: Heiko Becker

    Bundesliga Männer

    ratiopharm Ulm – s.Oliver Würzburg (Samstag, 18 Uhr, ratiopharm-arena)

    Ein gutes Sandwich zeichnet sich in der Regel nicht nur durch die beiden Toastscheiben, sondern vor allem durch den Belag dazwischen aus. So gesehen hat das Gastspiel von Basketball-Bundesligist s.Oliver Würzburg (7. Platz/30:24 Punkte) an diesem Samstag beim unmittelbaren Tabellennachbarn ratiopharm Ulm (8./28:24) zwischen den beiden für die Vereins-Historie zweifellos bedeutsameren Halbfinal-Partien des Fiba EuropeCup-Wettbewerbs gegen Pallacanestro Varese auch seinen Reiz.

    Immerhin geht es für die Baskets im „Sandwich-Spiel“, wie es der Klub in seiner Vorschau nannte, um nicht weniger als darum, im Kampf um die anvisierten Play-off-Plätze bei einem direkten Konkurrenten zu bestehen.

    Doch noch nicht nur das Mammutprogramm der vergangenen Wochen mit wettbewerbsübergreifend neun Pflichtspielen in den vergangenen 26 Tagen oder die zappendustere Gesamtbilanz mit 14 Niederlagen in 16 Begegnungen lässt Baskets-Cheftrainer Denis Wucherer mit gemischten Gefühlen zu den Schwaben reisen. „Ich möchte ja nicht auf die Euphoriebremse treten oder als Tiefstapler dastehen. Aber die Ulmer liegen uns überhaupt nicht.“

    Der 45-Jährige verweist auf die beiden bisherigen Aufeinandertreffen in dieser Saison. In der Vorbereitung Ende August unterlagen seine Schützlinge gegen ersatzgeschwächte Ulmer mit 77:88 (30:52), im Hinspiel am Valentinstag in der heimischen s.Oliver Arena kassierten sie nach zuvor sechs Liga-Siegen in Serie mit 77:99 (38:47) die bislang höchste Saison-Klatsche.

    Positive Entwicklung

    „Das lag nicht unbedingt daran, dass wir einen schlechten Tag hatten, sondern hing vielmehr damit zusammen, dass Ulm gerade auf den Guard-Positionen eine physische Präsenz hat, die unseren Aufbauspielern überlegen ist. Deshalb müssen wir etwas einfallen lassen“, sagt Wucherer, dem trotz allem Unterstatement vor der Ulm-Hürde die positive Entwicklung seiner Mannschaft nicht entgangen ist: Elf der letzten 14 Liga-Spiele konnten die Baskets für sich entscheiden, der 89:66-Erfolg am Mittwoch in Varese war die bislang beste Saisonleistung: „Wir haben die letzten Wochen unsere Hausaufgaben gemacht und uns dadurch eine gute Ausgangsposition erarbeitet. Jetzt verlangen wir von den Spielern den nächsten Schritt. Wie das aussehen kann, haben sie in Varese gezeigt. Wir wollen in den nächsten Wochen nicht nur den EuropeCup gewinnen, sondern auch noch das eine oder andere BBL-Spiel, um am Ende dabei zu sein, wenn es richtig Spaß macht, nämlich in den Play-offs.“

    Personell muss Wucherer auf den zuletzt formstarken Johannes Richter verzichten. Der Center zog sich in Varese eine Bänderverletzung im Ellenbogen zu, die vermutlich eine Operation nach sich ziehen wird. Damit droht damit dem 25-Jährigen das vorzeitige Saisonende. Die nach dem Ausfall von Kapitän Kresimir Loncar (Handgelenk) ohnehin schon nicht üppig besetzten großen Positionen würden damit eine weitere Schwächung erfahren. Gut möglich, dass Wucherer daher von der zuletzt praktizierten Rotation auf den Ausländer-Positionen abweicht und statt Gabriel Olaseni oder Mike Morrison beide „big men“ zum Einsatz kommen.

    Für das Halbfinal-Rückspiel im Fiba EuropeCup-Wettbewerb am Mittwoch (19 Uhr, s.Oliver Arena) gegen Pallacanestro Varese läuft der Kartenvorverkauf. Tickets gibt es im im Online-Shop des Klubs (www.soliver-wuerzburg.de/tickets) oder ab 17.30 Uhr an den Abendkassen.

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