• aktualisiert:

    FUSSBALL. LANDESLIGA

    Höchberger Horrorgegner

    Das Team von Thomas Kaiser verabschiedet sich mit 0:5 in Schwebenried in die Winterpause. Willensstarke Rimparer drehen verloren geglaubtes Abstiegsmatch noch.
    Böse gestolpert: Höchbergs Noah Lehner (rechts) kann Schwebenrieds Torjäger Marcel Kühlinger auf dem Weg zu dessen 13. Saisontreffer nicht aufhalten.  Foto: Volker Hensel

    Landesliga Nordwest
    DJK Schwebenried/Schwemmelsbach – TG Höchberg 5:0 (2:0)

    Die Höchberger Serie von zuletzt acht Partien ohne Niederlage – darunter allerdings auch sechs Unentschieden – ist jäh zu Ende gegangen. Die stark ersatzgeschwächten Kracken, denen insgesamt zehn Akteure überwiegend studienbedingt fehlten, gingen am Samstagnachmittag mit 0:5 in Schwemmelsbach unter. Hinzu kamen noch eine Rote und eine Gelb-Rote Karte.

    Null Punkte, neun Gegentore, drei Platzverweise

    Damit ist die DJK schon jetzt der Höchberger Horrorgegner in dieser Saison. Nach beiden Aufeinandertreffen stehen für die Mannschaft von Thomas Kaiser null Punkte, neun Gegentreffer und drei Platzverweise zu Buche. Nur das günstigere Torverhältnis beziehungsweise der bessere direkte Vergleich lässt die Höchberger in der Landesliga knapp über dem Strich überwintern.

    In Schwemmelsbach hatten die Gäste bei einem Kopfball von Jeffrey Karl die erste Gelegenheit der Partie besessen. Doch kurz darauf gerieten sie in Rückstand, als Julian Hart einen THG-Fehler in der Vorwärtsbewegung ausnutzen konnte (11.). Nach einer halben Stunde erhöhte der 21-jährige DJK-Stürmer auf 2:0. "In der zweiten Halbzeit hatten wir zunächst eine Drangphase", sagte TGH-Informant Ralph Gehrlich. Doch mehr als ein knapp am Tor vorbeischrammender Freistoß von Ramon Schmitt wollte nicht herausspringen.

    Seitfallzieher von DJK-Torjäger Marcel Kühlinger

    Mit einem Seitfallzieher machte Schwebenrieds ebenfalls erst 21-jähriger Toptorjäger Marcel Kühlinger das 3:0 (69.). Kurz darauf sahen Alex Beier wegen Reklamierens (72.) und Noah-Ferenc Lehner (75.) nach einem groben Foulspiel einen Platzverweis. In zweifacher Überzahl konnten die bis dato punktgleichen Hausherren noch auf 5:0 erhöhen.

    "Thomas Kaiser ist es schon oft gelungen, mit einem ersatzgeschwächten Team etwas zu holen. Doch diesmal war einfach nichts drin", gestand Gehrlich, der sich sicher ist, dass seine Höchberger in der restlichen Rückrunde den Klassenerhalt eintüten werden.

    Höchberg: Daxhammer – Riebe, Beier, Burkard, Karl, Schug, Bretorius, Schmitt, M. Priesnitz, Lehner, Schiebel (46. Bolg).
    Schiedsrichter: Christian Tauscher (Burggrumbach).
    Zuschauer: 180.
    Rot: Noah-Ferenc Lehner (75., grobes Foulspiel).
    Gelb-Rot: Alex Beier (72., wiederholtes Meckern, beide Höchberg).
    Tore: 1:0, 2:0 Julian Hart (11., 31.), 3:0 Marcel Kühlinger (69.), 4:0 Julian Hart (72.), 5:0 Yannick Deibl (84.).


    TuS Röllbach – ASV Rimpar 2:3 (0:1)

    Rimpars Fußballer haben am ersten Advent in Röllbach ihre eigene Kerze entzündet. Mit einem großen Kraftakt drehte der ASV ein schon verloren geglaubtes Abstiegsmatch auf der anderen Seite des Spessarts. "Es war in dieser Kampfarena eine wahnsinnige Willensleistung", zeigte sich Rimpars Harald Funsch nach dem 3:2-Auswärtssieg erleichtert. "Für uns war es ein ganz schwieriges Halbjahr. Die letzten fünf Minuten sind der Eindruck, der hängenbleibt und uns durch den Winter trägt."

    Gemeinsames Frühstück beim Bäcker

    Schon am Morgen habe er in den Gesichtern diesen unbändigen Kampfgeist beobachtet, sagte Funsch. Der Rimparer Tross hatte sich zu einem Frühstück bei einem Waldbüttelbrunner Bäcker getroffen. "Wir wollten gemeinsam in diesen Tag starten." In Röllbach waren die Gäste denn auch sofort im Spiel. Pascal Dlugaj besorgte die ASV-Führung in der fünften Minute. Mehr passierte im ersten Durchgang nicht mehr. Nach einer knappen Stunde kam das Schlusslicht zum 1:1-Ausgleich (58.) – und ging kurz darauf nach einem Strafstoß sogar mit 2:1 in Führung (67.).

    Die Rimparer taumelten, aber sie fielen nicht. Funsch stellte auf eine Dreierkette um – und beorderte noch den angeschlagenen Hendrik Fragmeier in die Sturmspitze. Moritz Fischer, mit seinen 19 Jahren der Jüngste im Team, war es schließlich, der in der Schlussphase einen Abpraller an der Strafraumkante zum 2:2 ins Netz bugsierte (87.). Und André Hartmann legte zu Beginn der Nachspielzeit noch einen drauf, als er den Ball aus über 20 Metern in den Torgiebel schoss.

    Funsch: "Fast zu fertig, um zu jubeln"

    "Wir waren fast zu fertig, um zu jubeln", berichtete Funsch. Durch ihren sechsten Saisonsieg überwintern die Rimparer nicht auf einem direkten Abstiegsplatz. "Was noch wichtiger ist", erklärte der ASV-Coach, "dass die Spieler gemerkt haben, was alles möglich ist, wenn man an sich glaubt."

    Rimpar: Michel – Ott (58. Clemens), Fischer, Albert, Eck, Moskwiak (79. Fragmeier), Brahimi, Hartmann, Baier, Dlugaj, Winkler (90. Stenzinger).
    Schiedsrichter: Simon Winkler (Bamberg).
    Zuschauer: 150.
    Gelb-Rot: Nicolai Kuhn (90.+1, Röllbach, Foulspiel und Meckern). Tore: 0:1 Pascal Dlugaj (5.), 1:1 Alexander Grimm (58.), 2:1 René Hagendorf (67., FE), 2:2 Moritz Fischer (87.), 2:3 André Hartmann (90.+1).

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!