• aktualisiert:

    FUSSBALL: LANDESLIGA

    Kein Befreiungsschlag für Höchberg und Rimpar

    Fussball TG Hoechberg - ASV Rimpar
    Höchbergs Lennart Bolg (Mitte) wird von den Rimparern Hendrik Fragmeier (links) und Nicolas Moskwiak (rechts) umzingelt. Foto: HMB Media/Volker Danzer

    Landesliga Nordwest
    TG Höchberg – ASV Rimpar 1:1 (0:0)

    Das Landkreis-Duell hat am Samstag keinen Sieger hervorgebracht. Damit kommen sowohl die TG Höchberg als auch der ASV Rimpar in der Landesliga weiter nicht vom Fleck. Während die Kracken nun schon seit sechs Partien auf einen Sieg warten, bleiben die Pleichacher auf einem direkten Abstiegsplatz. „In der ersten Halbzeit war es Not gegen Elend“, gestand TGH-Coach Thomas Kaiser. Sein ASV-Kollege Harald Funsch war anderer Ansicht: „Ich habe ein umkämpftes Spiel mit klaren Chancenvorteilen für Rimpar gesehen.“ Beide Trainer hatten in der Pause reagiert. „Wir haben das Match dann immer besser unter Kontrolle bekommen und auch Chancen kreiert. Doch genau in unserer Drangphase kassierten wir nach einem langen Ball den Gegentreffer“, so Kaiser. Der eingewechselte Elias Harant war für die Gäste erfolgreich (70.). Die Höchberger gaben sich nicht auf – und wurden mit der allerletzten Aktion belohnt. Allerdings durch ein Eigentor des Gegners. Hendrik Fragmeier war der Rimparer Unglücksrabe, der in den eigenen Kasten traf. Unabhängig davon fand Kaiser, der wieder Torwart Dominik Daxhammer das Vertrauen geschenkt hatte: „Meine Jungs haben Moral bewiesen.“

     

    Höchberg: Daxhammer – Riebe (46. Unger), Beier (46. Bretorius), Hansel, Bröer, Karl, Schug, Bolg (67. Burkard), A. Priesnitz, Schmitt, Moser.
    Rimpar: Michel – Moskwiak (67. Fischer), Hartmann, Beier, Eck, Fragmeier, Ott, Brahimi, Dlugaj, Böhm (46. Harant), Magel (83. Reich).
    Schiedsrichter: Fober (Herrieden). Zuschauer: 155. Tor: 0:1 Harant (70.), 1:1 Fragmeier (90.+4, Eigentor).


    SV Memmelsdorf – TSV Kleinrinderfeld 4:1 (2:0)

    Die Woche ist für den TSV Kleinrinderfeld mit dem 1:4 in Memmelsdorf rabenschwarz zu Ende gegangen. Die Bilanz: drei Spiele, null Punkte, neun Gegentreffer, Abstiegszone. Kein Wunder, dass TSV-Abteilungsleiter Peter Engert hernach bedient war: „Wir machen einfach zu viele Fehler und sind körperlich nicht präsent. Jeder sucht zudem die Schuld beim anderen.“ Das sei enttäuschend. „Da müssen wir drüber nachdenken“, forderte Engert noch unter dem Eindruck der Niederlage. Jetzt seien der Trainer, vor allem aber die Spieler gefragt. In Oberfranken waren die Gäste bereits in der achten Minute durch einen Strafstoß in Rückstand geraten. Kurz vor und kurz nach der Pause kassierte das Team von Tobias Jäger jeweils ein weiteres Gegentor. Der Anschlusstreffer kam viel zu spät. „Wir sind zwar auch in die letzte Saison schwach gestartet. Da waren wir aber personell nicht so gut besetzt wie derzeit“, gab Engert zu bedenken.

    Kleinrinderfeld: Schneider – M. Kramosch, Wendel (59. Bilgin), Engert, M. Jäger, Sommer (68. Zipprich), S. Kramosch, Rentzsch, Behringer, Pfeuffer, Heberlein (41. Götzfried).
    Schiedsrichterin: Bloß (Neunstetten). Zuschauer: 100. Tore: 1:0 Krüger (8., Foulelfmeter), 2:0 Wernsdorfer (42.), 3:0 Sowinski (49.), 4:0 Sperlein (80.), 4:1 Engert (87.).


    SV Alemannia Haibach – TSV Lengfeld 4:0 (2:0)

    Lengfelds Fußballer sind mit sehr gemischten Gefühlen vom Hohen Kreuz in Haibach heimgefahren. „Es klingt vielleicht komisch, aber es war unser bestes Auswärtsspiel in dieser Saison, auch wenn am Ende das schlechteste Ergebnis stand“, gab TSV-Trainer Michael Hochrein zu Protokoll. Seine Mannschaft hatte gut reingefunden – und sich schon in der Anfangsphase zwei hochkarätige Chancen erspielt. Doch sowohl Tim Hänling (7.) als auch Dominik Tkalec (12.) brachten den Ball nicht im Tor unter. „Wir müssen mindestens mit 1:0 führen, wenn es ideal läuft sogar 2:0“, meinte Hochrein. Stattdessen machten zwei SVH-Dauerbrenner kurzen Prozess: Der letztjährige Torschützenkönig Christian Breunig und Nikolaos Koukalias schossen bis zur 56. Minute eine 3:0-Führung heraus. Lengfeld war hingegen selbst der Ehrentreffer nicht vergönnt – auch nicht bei einem Strafstoß und einem Lattentreffer in der Schlussphase.

    Lengfeld: Krämer – Meyer, Markert, Hofmann, Albert (57. Gogl), Tkalec, Hänling, Heckelmann, Full, Lindner (75. Burbach), Weidner (64. Hammer).
    Schiedsrichter: Kimmel (Ebern). Zuschauer: 225. Tore: 1:0 Breunig (26.), 2:0 Koukalias (37.), 3:0 Breunig (56.), 4:0 Sauerwein (66.). Bes. Vorkommnis: Haibachs Torwart Alpay Sevim hält einen von getretenen Tim Hänling Foulelfmeter (82.).
     

    FC Coburg – TSV Unterpleichfeld 2:3 (2:1)

    Unterpleichfeld bleibt auch nach dem siebten Spieltag ungeschlagen an der Spitze. Beim 3:2 in Coburg durchlebten die Gäste allerdings ein Wechselbad der Gefühle. „Es war ein vogelwildes Spiel“, fand TSV-Trainer Benjamin Freund, der mit dem verletzten Andreas Zehner an der Seitenlinie oftmals tief durchatmen musste. „Die erste Halbzeit war ganz schwach von uns.“ So war der Klassenprimas zeitig in Rückstand geraten, konnte durch Pascal Kamolz aber schnell ausgleichen. „Das hat jedoch zunächst nichts geändert.“ Adrian Guhling brachte die Vestestädter erneut in Front (25.). Dann sah auch noch Christoph Hiesberger nach einem Frustfoul Rot (36.). Noch vor dem Seitenwechsel verloren allerdings auch die Coburger einen Spieler: Ihr zweifacher Torschütze wurde vom Feld geschickt, weil er ebenfalls mit gestrecktem Bein agiert hatte. Gäste-Torwart Philipp Schmidt verletzte sich dabei am Schienbein, so dass er zur Pause Stefan Kraus weichen musste. Doch die Unterpleichfelder ließen sich nicht beirren. Das Trainerduo stellte Dominik Oßwald in die defensive Zentrale, der fast jeden Ball abräumte (Freund: „Es war vielleicht sein bestes Spiel überhaupt.“). Und vorne zeigte sich einmal mehr die Qualität des Tabellenführers, der das Match durch ein weiteres Tor von Kamolz (51.) und einen direkten Freistoßtreffer von Ulrich Scheidel (68.) noch drehte. „Andi hat ihn sich im Abschlusstraining zur Seite genommen, um extra noch einmal Freistöße zu üben. Denn bislang hatten wir in dieser Saison so noch nicht getroffen“, so Freund.

    Unterpleichfeld: Schmidt (46. Kraus) – Wagner (63. Ludwig), Hiesberger, Oßwald, Vollmuth, T. Eisenmann, Horn, Scheidel, Kamolz, Dorsch, A. Eisenmann (46. Dees).
    Schiedsrichter: Wieber (Ramsthal). Zuschauer: 150. Tore: 1:0 Guhling (6.), 1:1 Kamolz (11.), 2:1 Guhling (25.), 2:2 Kamolz (51.), 2:3 Scheidel (68.). Rot: Hiesberger (36., TSV), Guhling (43., FC, beide grobes Foulspiel).

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!