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    Fußball: Landesliga

    Keine Tore bei der Karten- und Regenflut in Lengfeld

    Schiedsrichter Markus Görtler zeigt Lengfelds Mika Lindner Rot. Es sollte nicht die einzige Karte an diesem verregneten Nachmittag bleiben. Foto: Volker Danzer, HMB Media

    TSV Lengfeld – TG Höchberg 0:0

    Keine Tore, aber eine Kartenflut im Stadt-Land-Duell: Lengfeld und Höchberg trennten sich am Sonntag mit einer Nullnummer voneinander, die keiner Mannschaft so richtig weiterhilft. Am Ende standen nur noch 18 Spieler auf dem Platz, wodurch beide Teams mittlerweile in der Fairnesstabelle ganz unten stehen.

    "Mir gehen langsam die Außenverteidiger aus", konstatierte TSV-Trainer Michael Hochrein. Sebastian Markert und Julian Meyer sind schon rotgesperrt; nun gesellt sich auch noch Mika Lindner hinzu, der aufgrund eines groben Foulspiels in der 73. Minute vom Platz musste. "Das war übertrieben. Der Schiedsrichter hat mehr als eine Stunde richtig gut gepfiffen, am Ende aber den Faden etwas verloren", fand Hochrein. Seine Farben hatten in der Schlussphase noch zwei Ampelkarten bekommen – unter anderem gegen den höherklassig erprobten, eingewechselten Neuzugang Clemens Meinert, der sich seine Premiere sicher anders vorgestellt hat.

    Lengfelds Tim Haenling war nicht der Einzige, der auf dem Rasen zum Rutschen kam. Foto: Volker Danzer, HMB Media

    In einem chancenarmen Match waren zunächst die Gäste näher am Führungstreffer dran. Nach der Pause wurden die Lengfelder stärker – bis Höchbergs Tom Bretorius Gelb-Rot sah (55.). "Ich hätte lieber mit elf gegen elf weitergespielt. Denn danach wurde es zerfahren", so Hochrein, der aufgrund der folgenden drei Platzverweise für seine Mannschaft mit dem Punkt leben konnte. Gleiches galt für sein Gegenüber Thomas Kaiser, der mit dem Auftritt generell zufrieden war. "Am Ende können wir den Lucky Punsh setzen. Aber es sollte heute nicht sein."

    Lengfeld: Krämer – Zuljevic, Hofmann, Schmitt, Hänling (83. Albert), Heckelmann, Plagens (70. Endres), Tkalec (76. Meinert), Renninger, Lindner, Weidner.
    Höchberg: Daxhammer – Beier, Unger, Hansel, Riedner, Hippacher, Karl, Schug, Bretorius, A. Priesnitz, Schmitt (75. Burkard).
    Schiedsrichter: Markus Görtler (Oberhaid). Zuschauer: 150. Rot: Lindner (73., grobes Foulspiel, Lengfeld). Gelb-Rot: Bretorius (55., Foulspiel+Schwalbe, Höchberg), Schmitt (82.), Meinert (90., beide wdh. Foulspiel, beide Lengfeld).

    ASV Rimpar – FC Fuchsstadt 3:1 (1:0)

    Der ASV Rimpar hat gegen die Fuchsstädter den ersten Heimsieg seit dem 24. März geschafft und die Rote Laterne an Frohnlach abgegeben. "Gut Ding will Weile haben", sagte ASV-Rimpar Harald Funsch scherzhaft ob der zu Ende gegangenen Heimmisere. Neben dem Sieg freute er sich über den spielerisch reifen Auftritt seines Teams. "Eigentlich muss man sich ja in unserer Situation da unten rauskämpfen. Doch wir hatten auch unheimlich viel Ballbesitz und schöne Kombinationen dabei." Eine davon führte zur zeitigen Führung durch Pascal Dlugaj (9.).

    In der Folge geriet das Spiel der Rimparer im letzten Felddrittel immer wieder ins Stocken. So dauerte es bis zur 75. Minute, ehe sich Nesthäkchen Moritz Fischer ein Herz fasste und einen direkten Freistoß zum 2:0 in die Maschen setzte. FC-Toptorjäger Dominik Halbig gelang kurz darauf mit einem platzierten Schuss der 1:2-Anschluss. "Dann mussten wir uns natürlich nochmals unserer Haut erwehren", so Funsch. Für die Erlösung sorgte der eingewechselte Jan Reich in der Nachspielzeit.

    Rimpar: Michel – Moskwiak, Albert, Baier, Eck, Hartmann, Ott (87. Magel), Brahimi, Dlugaj (74. Reich), Fischer, Harant.
    Schiedsrichter: Hannes Kimmel (TV Ebern). Zuschauer: 100. Tore: 1:0 Dlugaj (9.), 2:0 Fischer (75.), 2:1 Halbig (78.), 3:1 Reich (90.+1).

    TSV Kleinrinderfeld – 1. FC Lichtenfels 1:0 (0:0)

    Kleinrinderfeld ist nach zuvor fünf sieglosen Spielen in Serie ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf geglückt. Das Team von Tobias Jäger schickte die zuletzt viermal in Folge erfolgreichen Lichtenfelser mit  1:0 nach Hause. Der entscheidende Treffer gelang Magnus Rentzsch eine Viertelstunde vor dem Ende. Nach einer regelrechten Eckenserie landete der Ball beim aufgerückten Manuel Jäger, der mit seinem Schuss an der FC-Abwehr scheiterte. Doch Sandro Kramosch brachte den Ball noch einmal in den Strafraum, wo Rentzsch goldrichtig stand. "Passend zum Wetter war es von uns eine kämpferische Topleistung", sagte TSV-Macher Peter Engert. Offenbar habe die interne Aussprache der Spieler am Freitag gefruchtet. Das Match war relativ ausgeglichen. Mitte der ersten Hälfte bekamen die Gäste einen Foulelfmeter zugesprochen. Der erst 19-jährige TSV-Torwart Julian Schneider parierte gegen Lichtenfels Lukasz Jankowiak. "Julian hat uns heute viel Sicherheit gegeben", lobte Engert.

    Kleinrinderfeld: Schneider – M. Kramosch, Wendel, Engert, M. Jäger, S. Kramosch, Rentzsch, Behringer (75. de Candido), Günder, Hemm (65. Zipprich), Heberlein.
    Schiedsrichter: Steffen Ehwald (FC Geldersheim). Zuschauer: 90.
    Tor: 1:0 Rentzsch (76.). Gelb-Rot: Mahr (90., wdh. Foulspiel, FC). Bes. Vorkommnis: TSV-Torwart Julian Schneider hält einen Strafstoß (25.).

    TSV Unterpleichfeld – VfL Frohnlach 2:0 (1:0)

    Unterpleichfeld hat am Krautfest-Wochenende wieder in die Erfolgsspur gefunden und die Frohnlacher ans Tabellenende geschossen. Bei den Gästen hatte Bastian Renk einen überraschenden Rücktritt vom Rücktritt hingelegt. Erst am Samstag war er nach der 1:3-Heimpleite zurückgetreten. Am Donnerstag kehrte Renk zurück. Ergebnistechnisch änderte sich für den einstigen Bayernligisten zunächst nichts. Timo Eisenmann brachte die Hausherren schon in der neunten Minute nach einer Ecke in Führung. In der Folge hielten die Gäste ordentlich dagegen; Torchancen waren Mangelware. So entschieden letztlich zwei nicht unumstrittene Platzverweise gegen Frohnlach die Partie. Zunächst musste Konstantin Körner nach einer knappen Stunde vom Platz. Nur sieben Minuten später erwischte es VfL-Kapitän Lukas Pflaum. Dazwischen verwandelte Christoph Hiesberger einen Strafstoß zum 2:0 (64.). "Es war kein ansehnliches Spiel", sagte TSV-Trainer Benjamin Freund: "Doch wir haben uns vorgenommen, diesmal kompakt zu stehen und hinten zu Null zu spielen. Das ist gelungen. Am Ende sind wir gegen neun Mann kein unnötiges Risiko mehr eingegangen." Durch den Sieg sind die Blau-Weißen wieder Dritter. Nun stehen für den TSV drei Derbys hintereinander an. Den Auftakt macht das Gastspiel in Lengfeld am kommenden Sonntag (15 Uhr).

    Unterpleichfeld: Kraus – Wagner (17. Oßwald), Göbel, Hiesberger, Zehner (75. Fernando), Vollmuth (65. Scheidel), T. Eisenmann, Ludwig, Gull, Dorsch, A. Eisenmann.
    Schiedsrichter: Holger Hofmann (TSV Langenfeld). Zuschauer: 90. Tore: 1:0 Timo Eisenmann (9.), 2:0 Hiesberger (58., Foulelfmeter). Gelb-Rot: Körner (57.), Pflaum (64., beide wdh. Foulspiel, beide Frohnlach).

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