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    FUßBALL: DRITTE LIGA

    Kickers-Keeper Patrick Drewes trainiert wieder

    Patrick Drewes trainiert wieder mit dem Kickers-Team. Foto: Scheuring

    Er ist wieder zurück: Zumindest zeitweise stand Torhüter Patrick Drewes am Mittwoch mit der Fußball-Drittliga-Mannschaft der Würzburger Kickers auf dem Trainingsplatz in Randersacker. Einige Bälle fangen, ein paar Pässe zu den Mitspielern, dazu reichte es bereits. Bei vielen Übungen mit Torwarttrainer Robert Wulnikowski war der 25-jährige Stammkeeper aber noch außen vor. Beim Heimspiel der Rothosen gegen den FSV Zwickau an diesem Freitagabend wird, wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, wieder Leon Bätge im Kasten stehen. Die Kickers wollen bei Drewes, den eine Muskelverletzung im rechten Oberschenkel nun bereits fast sechs Wochen zum Zuschauen zwingt, keinerlei Risiko eingehen.

    Bätge wirkte zuletzt extrem verunsichert. Bei den fünf Gegentoren, die zu den Niederlagen in Münster (0:1), gegen Halle (1:2) und in Karlsruhe (1:2) führten, hatte der 21-Jährige stets keine gute Figur gemacht. Das soll, wenn am Freitagabend der Ball gegen die – ebenso wie die Kickers – seit fünf Partien sieglosen Zwickauer rollt, aber keine Rolle mehr spielen. Die zwischenzeitlich ins Auge gefasste Nachverpflichtung eines Torhüters scheint weiterhin kein Thema zu sein. Trainer Michael Schiele will am liebsten ganz schnell einen Schlussstrich unter die Torhüter-Diskussion ziehen. „Bei uns ist das kein Thema“, sagt er beim wöchentlichen Mediengespräch auf die Gegentore in Karlsruhe angesprochen: „Ich sage dazu nichts.“ Ganz so einfach dürfte das Thema freilich nicht beiseite zu wischen sein. Dass Bätge am Freitag unter besonderer Beobachtung steht, ist klar.

    Überhaupt ist es eine Bewährungsprobe für das Würzburger Team, eine Drucksituation. „Zwei Punkte aus den letzten fünf Spielen sind zu wenig“, stellt Schiele fest und fordert unmissverständlich: „Wir müssen in die Spur kommen und wieder einen Dreier holen.“ Die fünf sieglosen Partien haben, das ist zu spüren, am Selbstvertrauen genagt. „Es wird und muss Veränderungen geben“, sagt Schiele mit Blick auf die Startaufstellung. Vor allem das Auftreten in der ersten Halbzeit in Karlsruhe hatte ihm nicht gefallen. Wie diese Veränderungen aussehen könnten, dazu schweigt der Coach allerdings.

    Gegner Zwickau spielte zuletzt dreimal in Serie remis. Besonders auffallend: die Sachsen treffen besonders häufig per Strafstoß. Fünf Elfmetertore stehen bereits für die Mannschaft von Trainer Joe Enochs, der im Sommer das Amt vom nach Halle abgewanderten Torsten Ziegner übernommen hatte, zu Buche. „Da müssen wir aufpassen“, sagt Trainer Schiele: „Wenn wir am Ball sind können wir nicht foulen. Das heißt, wir wollen das Spiel kontrollieren.“

    Bleibt die Hoffnung auf den Zauber des Flutlichts. Dass er die Atmosphäre bei Abendspielen besonders schätzt, daraus macht Schiele keinen Hehl: „Das ist immer etwas Besonderes.“ Und sein Team war zuletzt im Flutlichtglanz auch nicht zu bezwingen. Gegen Meppen (2:1), Großaspach (0:0) und bei 1860 München (1:1) holten die Rothosen in den letzten drei Abendspielen fünf Zähler.

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