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    Fußball: Dritte Liga

    Kickers: Müller bleibt Schieles Nummer eins

    An der neuen Torwart-Rangfolge bei den Rothosen gibt es trotz des Patzers beim 1:1 in Jena nichts zu rütteln.
    Er soll auch gegen Duisburg im Kickers-Tor stehen: Vincent Müller (Mitte, hier mit Daniel Hägele/links und Dominik Meisel nach dem 2:1 gegen 1860 München) Foto: foto2press/Frank Scheuring

    Wenn am Samstag (14 Uhr) Fußball-Drittligist Würzburger Kickers den MSV Duisburg erwartet, dann sind, so scheint es, Tore garantiert. Was sich wie eine Plattitüde anhört, lässt sich problemlos mit Fakten unterlegen. Die Mannschaft mit der löchrigsten Abwehr der Liga - die Kickers haben in zwölf Spielen 29 Treffer kassiert - trifft auf das torhungrgiste Team. 27 Treffer sind dem Tabellendritten aus dem Ruhrpott bereits gelungen, alleine zehn davon gehen auf das Konto von Torjäger Moritz Stoppelkamp.

    Die Kickers aber sind überzeugt, dass sie die Gegentorflut längst eingedämmt bekommen haben. "Wir haben in den letzten beiden Spielen ja nur jeweils ein Gegentor bekommen", verweist Trainer Michael Schiele auf das 2:1 gegen 1860 München und das 1:1 bei Tabellen-Schlusslicht Carl Zeiss Jena. Jene Partien also, in denen mit Vincent Müller ein neuer Torhüter den Kickers-Kasten hütete.

    Dem 19-Jährigen waren dabei zwar durchaus gute Leistungen zu attestieren, wenn es nicht zum Schicksal eines Torhüters gehören würde, dass man mit nur einem Fehler all das, was man sich mühsam aufgebaut hat, wieder einreißen kann. Müller griff in der 81. Minute, nachdem er etwas übermotiviert wirkend aus seinem Kasten gestürmt war, bei einem Flankenball daneben. Die Thüringer nutzten den Lapsus zum Ausgleichstreffer. "Ohne Fehler gewinnen wir das Spiel", ist Schiele rückblickend überzeugt.

    An seiner Entscheidung, Müller ins Tor zu stellen und Eric Verstappen, zu Saisonbeginn noch als Stammkeeper gesetzt, auf die Bank zu setzen, will Schiele aber nicht rütteln. "Er wird am Samstag spielen", sagt der Kicker-Trainer über Müller: "Wo kämen wir hin, wenn man gleich für jeden Fehler bestraft würde. Er ist ein junger Torhüter. Bis zu diesem Zeitpunkt hat er gut gehalten. Das weiß er auch. Seine Entwicklung geht weiter." 

    Die zuletzt gesperrten Dave Gnaase (Mittelfeld) und Luca Pfeiffer (Sturm) kehren in den Kader zurück. "Beide haben beim 1:1 in Jena in gewissen Phasen des Spiels gefehlt", stellt Schiele fest: "Die Chance ist groß, dass sie wieder spielen."

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