• aktualisiert:

    Fußball: Landesliga

    Kleinrinderfeld trotzt dem Klassenprimus

    "Unser gesamtes Auftreten war heute sehr positiv", freute sich Kleinrinderfelds Trainer Tobias Jäger. Foto: Heiko Becker

    TSV Lengfeld – FT Schweinfurt 2:6 (1:2)

    Der TSV Lengfeld hat am Sonntagnachmittag die vierte Pleite in Folge kassiert. Für die Freien Turner war es das zweite Auswärtsmatch in Folge mit einem 6:2-Sieg. "Beide Mannschaften war sehr offensiv eingestellt. Dadurch hat sich ein wildes Spiel entwickelt, in dem es rauf und runter ging", sagte TSV-Trainer Michael Hochrein. "Die Abwehrreihen waren dagegen nicht so sattelfest." Nach einem guten Start waren die Lengfelder durch einen Doppelschlag mit 0:2 in Rückstand geraten (29./32.). Tim Hänling gelang der schnelle Anschluss (34.).

    Nach dem Seitenwechsel vergab die Heimelf drei hochkarätige Ausgleichschancen, ehe die Partie zu Gunsten der Gäste kippte. "Es war eine undurchsichtige Aktion. Wir hatten einen Einwurf für uns gesehen, doch der Schiedsrichter entschied anders herum. So sind wir kurz stehen geblieben, wodurch das 1:3 fiel", konstatierte Hochrein. Danach kam es knüppeldick für die Kürnachtaler. Mit Mika Lindner und Julian Meyer wurden gleich zwei TSV-Spieler vom Platz gestellt. Zudem hagelte es noch drei weitere Gegentreffer. "In Summe geht der Sieg in Ordnung. Er ist aber zu hoch ausgefallen", so Hochrein.

    "In Summe geht der Sieg in Ordnung. Er ist aber zu hoch ausgefallen", resümiert Lengfelds Trainer Michael Hochrein. Foto: Thomas Obermeier

    Die Statistik des Spiels
    Lengfeld: Niklaus – Lindner, Schmitt (69. Weidner), Hofmann, Markert, Heckelmann, Gogl (59. Endres), Hänling, Top, Plagens (69. Meyer), Tkalec.
    Schiedsrichter: Marcel Schiller (TSV Cortendorf).
    Zuschauer: 150.
    Tore: 0:1 Dietrich (29.), 0:2 Popp (32.), 1:2 Hänling (34.), 1:3 Saal (54.), 1:4 Popp (66.), 2:4 Endres (70.), 2:5 Popp (88.), 2:6 Mosandl (90.+1). Gelb-Rot: Lindner (65., wdh. Foulspiel). Rot: Meyer (82., grobes Foulspiel, beide Lengfeld).

    TSV Kleinrinderfeld – SV Vatan Spor Aschaffenburg 1:1 (1:1)

    Der TSV Kleinrinderfeld hat die fünf Spiele andauernde Siegesserie des Spitzenreiters gestoppt und ihm immerhin ein 1:1 abgerungen. "Unser gesamtes Auftreten war heute sehr positiv. Wir wussten, dass wir gegen den Tabellenführer noch mehr machen müssen, um erfolgreich zu sein", stellte TSV-Trainer Tobias Jäger fest. Die Gäste waren überwiegend durch ihre Standardsituationen erfolgreich gewesen. Auch Kleinrinderfeld kam zu seinen Chancen.

    Durch ein blödes Gegentor gerieten die Hausherren in Rückstand. Nach einem Rettungsversuch von Marco Kramosch landete der Ball an der Schulter von Gäste-Stürmer Ünal Noyan, von wo aus er ins Gehäuse kullerte (31.). Doch die Kleinrinderfelder starteten vom Anpfiff weg einen Gegenangriff über die rechte Seite. Benedikt Engert legte von dort auf Magnus Rentzsch, der zum 1:1 vollstreckte. "Die schnelle Reaktion war ganz wichtig", fand Jäger. In der Folge passierte aus dem Spiel heraus nicht mehr viel. Gegen Ende wurde es hektisch und zerfahren. Zwei Aschaffenburger mussten vorzeitig zum Duschen. "Natürlich hofft man dann auf ein glückliches Händchen, das den Sieg bedeutet", gestand Jäger: "Doch auch der Punktgewinn sollte uns Auftrieb für die nächsten Wochen geben."

    Die Statistik des Spiels
    Kleinrinderfeld: Schneider –, M. Kramosch, Engert, Kaupa (46. Zipprich), Sommer, S. Kramosch, Rentzsch (65. de Candido), Behringer (86. Hemm), Günder, Pfeuffer, Heberlein.
    Schiedsrichter: Christian Tauscher (VfR Burggrumbach).
    Zuschauer: 135. Tore: 0:1 Ünal Noyan (31.), 1:1 Rentzsch (32.).
    Gelb-Rot: Yahia Rachid (74., Meckern+Foulspiel), Alexander Marcus (89., Foulspiel+Meckern, beide Aschaffenburg).

    TSV Unterpleichfeld – FC Fuchsstadt 2:1 (0:0)

    Nach zwei Niederlagen gegen Spitzenteams vom Untermain ist der TSV Unterpleichfeld gegen Fuchsstadt wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt und hat dadurch den Kontakt zum Spitzenreiter nicht abreißen lassen. "Es war heute eine schwere Geburt", redete TSV-Trainer Benjamin Freund nicht lange um den heißen Brei herum: "Das Wichtigste ist, dass wir den Bock umgestoßen haben." Freund hatte ein Spiel zweier schwacher Mannschaften gesehen: "Die erste Halbzeit war von uns ganz schlecht, die zweite nicht viel besser." Für den zweiten Durchgang hatte sich der Tabellenzweite eigentlich viel vorgenommen.

    Doch Fuchsstadts Stürmer und Trainersohn Dominik Halbig brachte die Gäste kurz nach dem Wiederanpfiff in Führung (47.). Mit einem Fernschuss besorgte Kevin Dees genauso schnell den Ausgleich. Dem jungen TSV-Stürmer Maximilian Ludwig gelang schließlich mit seinem fünften Saisontor der 2:1-Siegtreffer (63.). "Mehr Worte muss man über dieses Spiel nicht verlieren", fand Freund. Am kommenden Samstag geht es für seine Mannschaft zu seinem Ex-Klub, der FT Schweinfurt. "Das wird für mich ganz besonderes."

    Die Statistik des Spiels
    Unterpleichfeld: Kraus – Karg (73. Timo Eisenmann), Wagner, Zehner, Oßwald, Vollmuth, Ludwig, Horn, Gull, Scheidel (80. Streit), Dees (89. Meyer).
    Schiedsrichter: Tobias Bley (Mitterteich).
    Zuschauer: 150.
    Tore: 0:1 Halbig (47.), 1:1 Dees (50.), 2:1 Ludwig (63.).

    ASV Rimpar – SV Memmelsdorf 1:4 (0:2)

    Rimpars Fußballer haben nach dem sechsten sieglosen Spiel in Serie den Anschluss ans hintere Mittelfeld erst einmal verloren. Gegen die sich im Aufwind befindlichen Gäste aus Memmelsdorf war das Schlusslicht letztlich chancenlos. "Der Gegner war heute nicht unsere Kragenweite. Uns haben neun Spieler gefehlt", sagte Harald Funsch, der mit Johannes Albert, Hendrik Fragmeier und Nicolas Moskwiak unter anderem auf drei angestammte Abwehrspieler verzichten musste. Die Gäste konnten dieses Vakuum zu vier Treffern durch ihr torgefährliches Duo Dominik Sperlein und Philipp Hörnes nutzen. "Meine Mannschaft hat im Rahmen ihrer Möglichkeiten ordentlich gespielt und sich nie aufgegeben", erklärte Funsch. Mehr als der 1:4-Anschlusstreffer wollte jedoch nicht mehr fallen.

    Die Statistik des Spiels
    Rimpar: Michel – Fischer, Hartmann, Hagen, Eck, McBride, Ott, Brahimi, Winkler (46. Dlugaj), Böhm (60. Stenzinger), Harant.
    Schiedsrichter: Manuel Doneff (Weingarts).
    Zuschauer: 80.
    Tore: 0:1 Sperlein (31.), 0:2 Hörnes (39.), 0:3 Sperlein (50.), 0:4 Hörnes (64.), 1:4 Hagen (84.).

    1. FC Lichtenfels – TG Höchberg 4:0 (0:0)

    Höchbergs kleiner Aufwärtstrend ist in Lichtenfels jäh gestoppt worden. Beim ehemaligen Tabellenvorletzten mussten die Kracken mit 0:4 die Segel streichen. Für die Lichtenfelser war es im fünften Anlauf der erste Heimsieg. Die TGH-Pleite fiel allerdings zu hoch aus. Die erste halbe Stunde hatte den Höchbergern gehört, bis Mitte der zweiten Halbzeit hielten sie das 0:0. Dann traf Lukasz Jankowiak für die Oberfranken (66.). Zuvor musste David Schug nach einem unnötigen Foulspiel im Mittelkreis mit Gelb-Rot vom Platz. Die Gäste durften dennoch bis zum Beginn der Schlussphase noch auf einen Punktgewinn hoffen. Doch drei Gegentreffer binnen sechs Minuten ließ sie gefrustet zurück.

    Die Statistik des Spiels
    Höchberg:
    Weihs – Beier (61. Moser), Unger, Hansel, Bröer, Riedner, Hippacher (46. Schmitt), Karl, Schug, Bretorius (82. Bolg), A. Priesnitz.
    Schiedsrichter: Michael Emmert (Flachslanden).
    Zuschauer: 220.
    Tore: 1:0 Lukasz Jankowiak (66.), 2:0 Christopher Schaller (85.), 3:0 Tobias Zollnhofer (88., Foulelfmeter), 4:0 Lukasz Jankowiak (90.+1).
    Gelb-Rot: David Schug (56., wdh. Foulspiel, Höchberg).

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!