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    Fußball: Dritte Liga

    Kommentar: Mit Magath steigt bei den Kickers der Erfolgsdruck

    Mit der Verpflichtung des Trainer-Altmeisters ist Flyeralarm-Boss Fischer ein Coup gelungen. Die Rothosen stehen aber fortan unter anderer Beobachtung - aus ganz Deutschland.
    Auf dem Podium bei der Pressekonferenz: (von links) Daniel Sauer, Felix Magath, Thorsten Fischer. Foto: Silvia Gralla

    Da ist Flyeralarm-Boss und Kickers-Aufsichtratschef Thorsten Fischer ein echter Coup gelungen. Kaum ein Mann in Fußball-Deutschland kann als Spieler und Trainer so viele Erfolge vorweisen wie Felix Magath. Ihn als eine Art Ober-Sportdirektor für die Würzburger Kickers und für den zweiten von Flyeralarm geförderten Fußballklub, den österreichischen Erstligisten FC Flyeralaram Admira, einzusetzen, hievt auch den Klub vom Dallenberg auf ein neues Niveau. Nicht nur was die bundesweite mediale Aufmerksamkeit angeht.

    Magath wird den Verein vom Dallenberg tatsächlich beleben. Die Kickers meinen es ernst mit ihren Ansprüchen. Drittliga-Mittelmaß ist ihnen nicht genug. Der Investor ist bereit, dafür Geld in die Hand zu nehmen. Und damit steht auch die Stadt Würzburg wieder unter Zugzwang, dem Klub in der längst schon leidigen Stadion-Debatte eine Lösung aufzuzeigen. Die Kickers werden einen Neubau, egal an welcher Stelle, brauchen. Nicht nur, um im Falle eines Aufstiegs die Auflagen zu erfüllen. Sondern schlicht und ergreifend auch, um unter den gegebenen Umständen konkurrenzfähig zu werden. Mit Magath im Rücken werden die Kickers Druck machen.

    Das bedeutet freilich auch, dass der Erfolgsdruck zunimmt. Die Kickers werden ab sofort anders betrachtet. Sie sind jetzt der Magath-Klub und kein ganz normaler Drittligist mehr. Die Konkurrenz wird sich an den Würzburgern reiben. Bei Niederlagen wird die Häme deutlich größer sein als in der Vergangenheit.

    Bislang lag die sportliche Kompetenz in erster Linie beim Trainer. Michael Schiele hatte, wenn es um die Kader-Zusammenstellung ging, eine große Entscheidungsfreiheit. Neben dem Schwergewicht Magath dürfte das in Zukunft anders sein. Schon beim Trainingslager in Spanien durften aufmerksame Beobachter erste Veränderungen feststellen. So hart wie dort wurde unter Schiele in anderen Trainingscamps noch nicht trainiert. Auch wenn Magath bei den Kickers keine Funktion hat, dürfte seit diesem Montag klar sein, nach wessen Pfeife dort nun getanzt wird.

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