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    Unterpleichfeld

    Landesliga: Die Unterpleichfelder Ruhe vor dem Derby

    Geben sich kämpferisch: Maximilian Ludwig (links) und sein TSV Unterpleichfeld vor dem Derby gegen Kleinrinderfeld. Dieses Bild entstand im Juli beim Landesliga-Spiel gegen den ASV Rimpar (im Bild: Pascal Dlugaj). Foto: Heiko Becker

    Andreas Zehner will sich nicht aus der Ruhe bringen lassen: „Ich habe damals schon immer gesagt, dass nicht alles perfekt läuft. Genauso wenig läuft jetzt alles schlecht.“ „Damals“, damit meint der Spielertrainer des TSV Unterpleichfeld den Anfang der aktuellen Saison. In diese startete sein Team mit vier Siegen in Folge, bis zum achten Spieltag blieb der TSV ungeschlagen, grüßte zwischendurch von der Tabellenspitze. Eine Entwicklung, die im Umfeld durchaus zu Euphorie führte.

    Unterpleichfeld "absolut im Soll"

    Von der sich das Unterpleichfelder Trainerduo nicht anstecken ließ: „Damals sind viele Kleinigkeiten für uns gelaufen. Jetzt ist es eben anders herum",  sagt Benjamin Freund, der zweite Part des Tandems auf der TSV-Bank.  „Jetzt“, damit meinen die Trainer die Saisonphase ab dem achten Spieltag, an dem es die erste Niederlage setzte. Weitere folgten, mittlerweile sechs in den letzten neun Spielen. Der gute Saisonstart ist dahin, ebenso wie die Euphorie. „Natürlich ist es ärgerlich, wenn wir das, was wir uns am Anfang der Saison erarbeitet haben jetzt mit dem Hintern wieder umwerfen“, will Zehner seinen Ärger auch gar nicht verhehlen. Aber: „Wir können das intern schon ganz gut einordnen“. Und stellt klar: „Auch wenn es in den letzten Spielen nicht lief, wir sind absolut im Soll.“

    Mit Platz sechs nach 16 gespielten Partien steht der TSV, der vor der Spielzeit einen Platz im gesicherten Mittelfeld als Saisonziel ausrief, in der Tabelle tatsächlich nach wie vor ordentlich da. Einen großen Anteil daran haben auch die Neuzugänge. Obwohl einer der wichtigsten noch keine Minute am Spielgeschehen teilnehmen konnte: Das ist Trainer Benjamin Freund, der eigentlich mit der Hoffnung zum TSV kam, nach einer langwierigen Knieverletzung auch als Spieler wieder mitmischen zu können. „Das war die Absprache. Da ich auch zusätzlich noch spiele, hätten wir uns an der Seitenlinie abgewechselt, gleichzeitig gibt es in der Konstellation keinen Druck falls ihm das Knie weiter Probleme macht“, so Zehner.

    Neuzugänge auf und neben dem Platz als Bereicherung

    Das ist bislang der Fall, sodass Freund bislang nur von der Seitenlinie aus Einfluss auf das Spiel nehmen kann. Aber auch auf dieser Position macht der 29-Jährige einen positiven Unterschied: „Da ich unlängst Vater geworden bin, hätte ich den Trainerjob alleine nicht mehr machen können“, freut sich Andreas Zehner über die Unterstützung.  Freund selbst zieht trotz seiner anhaltenden Knieprobleme ein positives Zwischenfazit: „Ich wurde von der Mannschaft super aufgenommen und auch die Zusammenarbeit mit Andreas Zehner läuft hervorragend." 

    Die beiden harmonieren sehr gut“, findet auch Flügelspieler Maximilian Ludwig. Der 22-Jährige ist ein weiterer Neuzugang, kam vor der Saison vom Schweinfurter Kreisklassisten SG Markt Eisenheim. Und hat sich ebenfalls  bereits hervorragend integriert: Trotz des großen Sprungs von der Kreisklasse in die Landesliga hat sich Ludwig auf Anhieb einen Stammplatz erspielt. Und während er in seiner letzten Saison in der Kreisklasse, einer defensiveren Rollenbeschreibung geschuldet, „nur“ auf zehn Saisontore kam, beweist er beim TSV mit bereits fünf Saisontreffern seine Torgefahr. „Das Tempo hier ist deutlich höher, und die Verteidiger gehen auch nochmal härter in die Zweikämpfe. Aber ich wusste dass ich mich auch in einer höheren Klasse durchsetzen kann“, so Ludwig selbstbewusst. Daher auch der Wechsel nach Unterpleichfeld in die Landesliga: „Ich bin sportlich sehr ambitioniert und ehrgeizig, will das Maximum aus mir herausholen.“

    Und auch abseits des Platzes ist er mit seinem Einstand zufrieden. „In der Mannschaft herrscht eine super Stimmung, wir sitzen oft auch noch nach dem Training zusammen“. Daran ändert auch die sportliche Flaute nichts: „Von einer Krise würde ich nicht sprechen“ schließt er sich dem Trainerduo Freund/Zehner an.

    Am Sonntag (15 Uhr) soll zuhause im Derby gegen den TSV Kleinrinderfeld aber auf jeden Fall ein Sieg her. Die Saison der Gäste lief bisher konträr zu der der Unterpleichfelder: Nach schwachem Saisonbeginn berappelte sich Kleinrinderfeld zuletzt und hat die Abstiegsränge verlassen. „Das waren in der letzten Saison zwei hitzige Spiele. Und nach der Niederlage in Kleinrinderfeld (2:3) haben wir noch was gut zu machen“, gibt Coach Zehner die Richtung vor.

    Die weiteren Spiele
    1. FC Lichtenfels (8./23) – ASV Rimpar (15./16)
    SV Alemannia Haibach (3./30) –  TG Höchberg (11./19)

    (beide Samstag, 16 Uhr)
    TSV Lengfeld (14.718)– TuS Röllbach (18./13)
    (Sonntag, 15 Uhr)

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