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    Rimpar

    Matthias Obingers Weg endet an der Schlachterei

    Matthias Obingers Amtszeit als Trainer des Handball-Zweitligisten DJK Rimpar Wölfe endet nach dem letzten Saisonspiel beim TV Hüttenberg.  Foto: Frank Scheuring

    TV Hüttenberg - DJK Rimpar Wölfe
    (Samstag, 18 Uhr, Sportzentrum)

    Denkt Matthias Obinger an den TV Hüttenberg (11./35:39), dann denkt er an "das 31:30". Mit diesem Ergebnis bezwangen die Handballer der DJK Rimpar Wölfe (9./39:35) die Mittelhessen vor fast genau zwei Jahren in der ausverkauften s.Oliver Arena. Es war der 3. Juni 2016,  es war der vorletzte Spieltag, es war das "Halbfinale" um den Aufstieg in die erste Liga - und es war ein Krimi. Der Ausgang der ganzen Geschichte ist bekannt: Weil die Unterfranken im "Finale" eine Woche später aber in Lübeck verloren und Hüttenberg zu Hause gegen Lübbecke gewann, stieg der TVH als Tabellenzweiter auf, die DJK rutschte noch auf Rang vier ab und blieb in der zweiten Liga. "Diese Erinnerung wird bleiben", sagt der scheidende Wölfe-Trainer.

    Alle Entscheidungen sind gefallen

    Im Unterhaus haben sich in diesem Jahr nun beide Vereine wiedergetroffen, Runde eins ging kurz vor Weihnachten mit 25:21 an die Rimparer. Wenn am Samstag der letzte Spieltag rum ist, dann werden sie diesmal vor den Hüttenbergern stehen - allerdings im Mittelfeld, das sportlich so bedeutungslos ist wie dieses Abschlussduell. Überhaupt könnten alle Partien abgesagt werden, denn sämtliche Entscheidungen um Auf- und Abstieg sind bereits gefallen. "Sportlich zäh", nennt Obinger die Situation vor seinem Schlusspunkt. 

    Abschiedswoche in Rimpar

    Mit dem letzten Heimspiel für seinen Heimatverein am vergangenen Samstag  ist für ihn und Rechtsaußen Max Bauer die Abschiedswoche eingeläutet worden. Am Dienstag bestellte der Coach den Klub-Caterer an die Halle und lud seine Mannschaft zu Pulled-Pork-Burger, Hähnchen und Haxe ein. Am Mittwoch trainierten die Spieler zusammen mit 18 Auszubildenden eines Sponsors, am Donnerstag und Freitag standen die finalen Übungseinheiten auf dem Programm. Obingers letzter Wunsch an sein Team: "Gewinnen wäre noch mal schön." Zuletzt gab's zwei Niederlagen und ein Unentschieden. Im Falle eines Sieges könnte der Tabellenneunte sich noch auf Platz acht verbessern - vorausgesetzt, Ferndorf holt in Hagen maximal einen Punkt.  

    Abschlusstrip nach Mallorca

    Nach der letztmals so langen Saison mit 38 Spieltagen – in der neuen Runde werden es durch die Reduzierung der Liga auf 18 Klubs vier weniger sein – sind die Handballer dann am Sonntag reif für die Insel: Wie jedes Jahr fliegen sie zum traditionellen Abschlusstrip ins Sportler-Mekka nach Mallorca. Doch vorher werden sie am Samstagabend aus Hüttenberg an den Ort nach Rimpar zurückkehren, wo sie zu Auswärtsfahrten aufbrechen und wo für Obinger dann ein Lebensabschnitt endet: an der Schlachterei.

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