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    BFV-POKAL: ACHTELFINALE

    Michael Schiele: Eine magere Saison als Spieler beim FC 05

    MichaelSchiele Foto: FS

    Wühlt man sich einmal ein wenig durch die Statistiken, wird sehr schnell augenfällig: Hochklassiger als beim FC Schweinfurt 05 hat Michael Schiele nie gekickt. Vom Regionalligisten VfR Aalen wechselte der Rechtsverteidiger 2001 zum frischaufgestiegenen Zweitligisten. Guckt man dann etwas genauer auf die Zahlen, wird flott auch klar: Man tut dem jetzigen Trainer der Würzburger Kickers gewiss nicht zu arg Unrecht mit der Behauptung, Schweinfurt war wohl nicht die ruhmreichste und zufriedenstellendste Station in der Karriere des Fußballers Schiele.

    Nicht nur für die Schnüdel endete die Saison unschön: Ihr zweites und bisher letztes Zweitliga-Gastspiel beschlossen sie zwar nicht ganz so katastrophal wie das erste elf Jahre zuvor – es hatte aber eben auch den sofortigen Wiederabstieg zur Folge. Und Schiele musste gegen Ende gar in der zweiten Mannschaft der 05er antreten. Zwei Zweitligaeinsätze hatte der 40-Jährige damals.

    102 Minutgen  Zweitligaluft - in einer Saison

    Genauer: Ganze 102 Minuten Zweitligaluft schnupperte er. Die letzten zehn Minuten beim Heim-0:0 gegen Fürth und dann volle 90 Minuten beim 0:3 bei Union Berlin. Plaudert man nun mit Schiele vor seiner Rückkehr zum Pokalspiel der Kickers bei den 05ern (Mittwoch, 19 Uhr) über seine Zeit in Schweinfurt, sagt er: „Rein sportlich gesehen, möchte ich sie nicht missen.“ Viel gelernt habe er als 23-jähriger Jungspund.

    Die Schweinfurter blähten damals im verzweifelten Kampf, die Klasse zu erhalten, ihren Kader zwischenzeitlich auf über 30 Spieler auf, und obwohl Trainer Djuradj Vasic Schiele vor der Saison angeblich unbedingt verpflichten wollte, fiel dem inzwischen die U 17 des MSV Duisburg trainierenden Serben mit ausgesprochenem Fetisch für große und kräftige Fußballer dann auf, dass Schiele mit seinen 1,71 Metern ihm doch zu klein und zu schmächtig war. Schiele wechselte nach einem Jahr zum Oberligisten SV Sandhausen und fand sein Glück anschließend wieder in Aalen in der Regionalliga. Am Mittwoch erwartet er „ein besonderes Spiel mit sehr vielen Emotionen“ und hofft, dass es „ruhig bleibt außerhalb des Platzes“.

    tbr

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