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    HANDBALL: ZWEITE BUNDESLIGA MÄNNER

    Rimpar sucht das Sieger-Gen

    Er zeigte im Gegensatz zu einigen seiner Mannschaftskollegen eine gute Leistung: Rimpars Torhüter Andreas Wieser. Foto: Frank Scheurin/Foto2Press

     
    Bergischer HC – HG Saarlouis 33:19  
    DJK Rimpar Wölfe – Dessau-Roßlauer HV 28:32  
    HSC Coburg – TUSEM Essen 25:25  
     
    1. (2.) Bergischer HC 7 7 0 0 212 : 162 14 : 0  
    2. (1.) VfL Lübeck-Schwartau 7 6 1 0 182 : 163 13 : 1  
    3. (3.) SG Bietigheim 7 6 0 1 221 : 173 12 : 2  
    4. (4.) TV Emsdetten 7 5 2 0 214 : 196 12 : 2  
    5. (5.) HSG Nordhorn/Lingen 7 6 0 1 187 : 169 12 : 2  
    6. (6.) HBW Balingen-W. 7 5 1 1 213 : 176 11 : 3  
    7. (7.) HSC Coburg 7 4 2 1 191 : 158 10 : 4  
    8. (9.) ASV Hamm/Westfalen 7 4 0 3 184 : 180 8 : 6  
    9. (8.) DJK Rimpar Wölfe 7 4 0 3 187 : 188 8 : 6  
    10. (11.) Dessau-Roßlauer HV 7 3 1 3 194 : 200 7 : 7  
    11. (10.) HV Wilhelmshaven 7 2 2 3 178 : 189 6 : 8  
    12. (12.) Eintracht Hildesheim 7 2 1 4 187 : 201 5 : 9  
    13. (13.) EHV Aue 7 2 0 5 178 : 195 4 : 10  
    14. (14.) HC Elbflorenz 7 1 2 4 171 : 189 4 : 10  
    15. (15.) HC Rhein Vikings 7 2 0 5 157 : 187 4 : 10  
    16. (17.) TUSEM Essen 7 1 1 5 179 : 201 3 : 11  
    17. (16.) HG Saarlouis 7 1 1 5 178 : 209 3 : 11  
    18. (18.) HSG Konstanz 7 1 0 6 175 : 190 2 : 12  
    19. (19.) ThSV Eisenach 7 1 0 6 175 : 192 2 : 12  
    20. (20.) VfL Eintracht Hagen 7 0 0 7 166 : 211 0 : 14  

    DJK Rimpar Wölfe – Dessau-Roßlauer HV 28:32 (13:11)

    Rimpars Handballer haben am Tag der Deutschen Einheit das nachgeholte Ost-West-Duell daheim gegen den Dessau-Roßlauer HV verdient mit 28:32 (13:11) verloren. Es war vor 1577 Zuschauern die zweite Pleite für die Wölfe innerhalb von drei Tagen.

    Trotz eines langen Aufholprozesses hecheln die neuen Bundesländer auch 27 Jahre nach der Wiedervereinigung wirtschaftlich größtenteils dem Westen hinterher. Im Sport sieht es aus Ost-Sicht nicht viel besser aus. Der Dessau-Roßlauer HV ist so gesehen ein Musterbeispiel. Im ersten Jahr nach dem Aufstieg in die Zweite Liga belegten die Sachsen-Anhaltiner mit einem ausgeglichenen Punktekonto den zehnten Platz; in dieser Saison stehen sie nach dem Erfolg in Würzburg mit 7:7-Punkten auf genau demselben Rang vor den drei anderen Ost-Teams. Und nur noch einen Platz hinter den Rimparern. „In der zweiten Hälfte haben wir das Spiel im Deckungsverband verloren, in der ersten aufgrund einer mangelhaften Chancenverwertung. In der Summe steht eine Heimniederlage“, fasste DJK-Trainer Matthias Obinger das Geschehen treffend zusammen.


    Klassenunterschied sichtbar

    In den ersten zehn Minuten war zwischen beiden Klubs noch ein Klasseunterschied sichtbar gewesen – allerdings zugunsten der West-Mannschaft. Rimpar wollte offensichtlich die Niederlage in Emsdetten vom Samstagabend möglichst schnell vergessen machen und überrannte Dessau-Roßlau zu Beginn. Nach fünf Minuten schloss Jan Schäffer ein Kreisanspiel zum 4:0 ab. Erst danach kamen die Elbstädter zu ihrem ersten Treffer. Doch die Grün-Weißen packten in der Abwehr vor einem in Hälfte eins gut aufgelegten Andreas Wieser zwischen den Pfosten zunächst noch kräftig zu, so dass sich DRHV-Trainer Uwe Jungandreas frühzeitig zu einer Auszeit gezwungen sah. In der Folge schlichen sich auch bei den Wölfen die ersten gröberen Fehler ein. Die Gäste verkürzten auf 7:10 (17.). Genau wie der Aufholprozess des Ostens blieb auch dieser Spielstand lange Zeit stehen. Erst in der 23. Minute machte Dessaus Johannes Wasielewski das 8:10 – und wenig später den 10:10-Ausgleich. Rimpar ließ in dieser Phase vorne leichtfertig freie Würfe liegen, scheiterte dabei immer wieder am starken DRHV-Torwart Phil Döhler. Die blühenden Landschaften zu Beginn sollten sich für die Grün-Weißen als verbrannte Erde entpuppen. Denn nach dem Seitenwechsel kam es für die Wölfe noch dicker.

    Matthias Obinger sichtlich bedient

    „Es ist mir unerklärlich, wie wir wieder 21 Gegentreffer in einer Halbzeit fangen können“, sagte ein bedienter DJK-Coach Obinger hinterher und fand weiter deutliche Worte: „Wie wir hinten rechts verteidigt haben, war schlampig und emotionslos.“ Dort vermisse er Lukas Siegler, der nach seinem Bänderriss wohl noch vier Wochen ausfalle. Auch der sich im Wiederaufbau befindliche Max Bauer fehlt den Rimparern an dieser Stelle im Abwehrverbund. Die Gäste waren nach der Pause beherzt in diese Lücken gestoßen.

    Zunächst sorgte der neu gekommene Sebastian Kraus noch für frischen Wind und war an drei erfolgreichen DJK-Angriffen in Serie beteiligt. Doch dann verwandelten die ausgebufften Gäste um ihren umsichtigen Spielmacher Vincent Sohmann den 16:19-Rückstand binnen kurzer Zeit in einen 23:20-Vorsprung. Auch mit einer zwischenzeitlichen Auszeit konnte Obinger das Überholen des Ostklubs nicht mehr verhindern.

    An diesem Samstag findet bereits das nächste Heimspiel der Wölfe statt. Dann kommt um 19.30 Uhr die HSG Konstanz in die s.Oliver Arena. Wenn es keine rabenschwarze Woche für die Wölfe werden soll, müssen sie sich von Obinger schleunigst wieder das Sieger-Gen einimpfen lassen.

    Die Statistik des Spiels

    Rimpar: Brustmann, Wieser – Kraus 2, Schmitt, Schömig 2, Böhm 1, Karle, Gempp, Schäffer 2, Schmidt 8, Kaufmann 7, Meyer, Brielmeier 6, Herth, Sauer.
    Dessau: Ambrosius, Döhler – Pavlicek 1/1, Vanco 3, Sohmann 9/3, Pfeiffer, Hanisch 2, J. Wasielewski 4, Schmidt, Hönicke 1, Stryc 3, Hanner 2, Zahradnicek 2, Scheithauer 5.
    Spielfilm: 4:0 (5.), 7:2 (8.), 9:7 (16.), 10:10 (26.), 13:11 (Halbzeit), 14:14 (33.), 19:16 (39.), 19:19 (42.), 20:23 (46.), 22:26 (51.), 28:32 (Endstand).
    Zeitstrafen: 3:6. Siebenmeter: 9/6 : 6/4.
    Schiedsrichter: Dauben/Rohmer (beide Köln).
    Zuschauer: 1577.

     

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