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    WASSERBALL: DSV-POKAL

    Pokalaus für Nullfünfer nach katastrophaler erster Halbzeit

    Wasserball, DW Pokal, SV Würzburg 05 - SGW Rhenania-BW Poseidon Köln
    Szene aus dem Pokalspiel: Würzburgs Torwart Ben Flammersberger ist ohne Chance gegen den Wurf von Louis Winkels. Foto: Heiko Becker (HMB Media/ Heiko Becker)

    DSV-Pokalwettbewerb, 2. Runde

    SV Würzburg 05 – SGW Köln 11:13 (1:3, 0:4, 6:2, 4:4)

    Im Topduell der zweiten Runde des DSV-Pokalwettbewerbs hatten viele Beobachter eine enge Partie zwischen den beiden Bundesligisten SV Würzburg 05 und SGW Köln erwartet. Doch es kam ganz anders. Zumindest zu Beginn. Mit den Neuzugängen Filo und Stojancic in der Startaufstellung wollten die Nullfünfer den Favoriten ärgern. Eine schön herauskombinierte Überzahlsituation führte auch gleich im ersten Angriff zur 1:0-Führung. Was danach folgte, sorgte für Ernüchterung und Erstaunen unter den Zuschauern im vollen Wolfgang-Adami-Bad. Der Bundesliga-Aufsteiger fand überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel, vergab leichtfertig Chancen und verlor nahezu alle Zweikämpfe. Der etablierte Bundesligist aus Köln nutzte diese Schwächephase gnadenlos aus und erzielte einen Treffer nach dem anderen. So stand es zur Halbzeit bereits 1:7.

    „Was wir in der ersten Halbzeit abgeliefert haben war nicht bundesligareif. Wir haben eine indisponierte Leistung gezeigt. Dazu haben wir uns von den neuen Regeln und der Auslegung der Schiedsrichter ablenken lassen“, bemängelt Coach Inaki Urkiaga. In der Pause versuchte das Trainerduo Urkiaga und Matthias Försch sein Team aufzurütteln und zu motivieren. Die beiden forderten Kampfgeist, Leidenschaft und wollten ein Comeback sehen. Dieses gelang zunächst eindrucksvoll. Zwei schnelle Treffer durch Jonas Fehn und Robert Seifert ließen die Hoffnung wieder aufkeimen. Würzburg agierte nun deutlich temporeicher und zeigte eine ganz andere Entschlossenheit in den Zweikämpfen. Marc Weinmann, Paul Volkwein und erneut Seifert sorgten für den umjubelten 7:9-Zwischenstand nach dem dritten Viertel. Die Stimmung im Bad war auf dem Höhepunkt, die Zuschauer peitschten ihre Mannschaft nach vorne. Die Nullfünfer waren nun konditionell im Vorteil und konnten die volle Breite ihres Kaders ausspielen.

    Köln ließ sich davon zwar beeindrucken, hatte aber gerade rechtzeitig eine Antwort parat. Zum Start ins letzte Viertel gelang ihnen per Strafwurf und Konter ein Doppelschlag. Dennoch steckte der SVW nicht auf, kam durch die Neuzugänge Wörn und Filo erneut auf 9:11 heran. Immer noch war die Wende möglich, doch der erfahrene Ungar in Reihen der Gäste, Istvan Keresztes, sorgte mit den Toren zum 9:13 für die Entscheidung.

    „Die zweite Halbzeit konnten wir unser Potenzial abrufen, das hat richtig Spaß gemacht. Letztlich war die Hypothek aus den ersten beiden Vierteln aber zu groß“, resümiert Försch vor dem Ligastart am Wochenende in Hamburg.

    Tore für Würzburg: Filo, Seifert (je 3), Fehn, Weinmann, Stojancic, Wörn, Volkwein.

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