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    FUßBALL: BAYERNLIGA NORD

    Reitmaier schaut nicht an die Spitze

    Immer langsam mit den jungen Pferden: WFV-Coach Marc Reitmaier will über einen Platz an der Tabellenspitze nicht nachden... Foto: Heiko Becker

    Würzburger Fußballverein – SpVgg Jahn Forchheim (Samstag, 15 Uhr, Sepp-Endres-Sportanklage)

    Der Würzburger FV (2./21) kommt aus dem Spielen gar nicht mehr heraus. Kaum hat das Team die Begegnung mit dem TSV Aubstadt (3./20) am Mittwochabend erfolgreich hinter sich gebracht (3:2), steht schon die nächste Bayernliga-Partie auf dem Programm. „Gegen wen geht es am Samstag nochmal?“, scherzt Marc Reitmaier angesichts der fünften englischen in sechs Wochen.

    Tim Lorenz ist zurück

    Wer ihn kennt weiß freilich, dass sich der Trainer der Zellerauer auch in der Kürze der Zeit so gut wie möglich auf die SpVgg Jahn Forchheim (14./8) vorbereitet haben wird. Schließlich ist er für seine Gewissenhaftigkeit genau so bekannt, wie für sein stetes Understatement. Der mögliche Sprung an die Tabellenspitze? „Das ist mir völlig wurscht. Zumal wir gerade einmal am elften Spieltag sind“, sagt der 35-Jährige, der sich lieber Gedanken um die taktische Ausrichtung macht. Mit Tim Lorenz ist ein erprobter Innenverteidiger ins Team zurückgekehrt. Nach längerer Verletzungspause stand er gegen Aubstadt erstmals wieder ein paar Minuten auf dem Platz. Damit hat Reitmaier wieder mehr Möglichkeiten in der Abwehr, auch wenn Offensivmann David Drösler nach wie vor verletzt ist.

    Forchheim mit Fünferkette?

    An Reitmaiers bewährtem 4-2-3-1-System dürfte das alles nichts ändern, wohingegen bei den Oberfranken, die üblicherweise in gleicher Formation spielen, über die Umstellung auf eine Fünferkette nachgedacht wird. „Das Wichtigste ist, defensiv gut zu arbeiten, sicher zu stehen und Nadelstiche nach vorn zu setzen“, wird SpVgg-Teammanager Mesut Kimiz auf infranken.de zitiert. Dafür soll in der Offensive Tom Jäckel sorgen. Der Stürmer war nach zwei Jahren beim Regionalligisten 1. FC Schweinfurt 05 und einer Spielzeit beim Ligarivalen FSV Erlangen-Bruck nach Forchheim zurückgekehrt, wo er Adem Selmani ersetzen soll, der die Oberfranken zu Saisonbeginn Richtung FSV verlassen hat.

    Torschützenkönig mit 25 Treffern

    2012/13 hatte Jäckel schon einmal die Fußballschuhe für die SpVgg geschnürt und war mit 25 Treffern zum Torschützenkönig in der Bayernliga avanciert. Wieder mit an Bord wird gegen den WFV auch Firat Güngör sein, dessen sechs Spiele währende Rotsperre dann abgelaufen ist. Verzichten muss Patrick Hagen, der den urlaubenden Trainer und Ex-Profi Christian Springer ersetzt, auf Steffen Müller und Pascal Tischler.

    Zu Hause präsent

    In der Zellerau will man die Gäste trotz aller Vorzeichen, zuletzt haben sie viermal in Folge verloren, nicht auf die leichte Schulter nehmen. Grund, das eigene Licht unter den Scheffel zu stellen, gibt es beim einzig noch ungeschlagenen Team der Liga allerdings auch nicht. „Wir sind zu Hause sehr präsent und allgemein momentan gut drauf“, so Reitmaier.

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