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    BASKETBALL: BUNDESLIGA

    Revanche soll den Baskets einen Rekord bringen

    Basketball - easyCredit BBL - BG Goettingen - s.Oliver Wuerzburg
    Der Name bürgt für Qualität: Göttingens US-Spielmacher Michael Stockton (links, hier mit Würzburgs Skyler Bowlin) ist Sohn von John Stockton, dem besten Passgeber in der Geschichte der nordamerikanischen Profiliga NBA und Mitglied des legendären „Dream Teams“ bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona. Foto: Heiko Becker

    s.Oliver Würzburg – BG Göttingen

    (Dienstag, 20.30 Uhr, s.Oliver Arena)

    s.Oliver Würzburg – ratiopharm Ulm

    (Donnerstag, 20.30 Uhr, s.Oliver Arena)

    Und weiter geht's im Schweinsgalopp: Im zweiten von drei Heimspielen innerhalb von sechs Tagen empfängt Basketball-Bundesligist s.Oliver Würzburg am Dienstag die BG Göttingen – mit der die Baskets „noch eine Rechnung offen haben“, wie Baskets-Trainer Denis Wucherer es umschreibt. Zwar entschieden die Unterfranken fünf von neun Aufeinandertreffen für sich, darunter alle vier bisherigen Heimspiele. Der 92:60-Sieg am 12. November 2011 war dabei bis heute sogar der höchste Würzburger Erfolg überhaupt in ihrer Bundesligageschichte. Das Hinspiel am 14. Oktober 2018 gewannen jedoch die Göttinger mit 91:87 (57:48). Auf Seiten der Gastgeber war Aufbauspieler Michael Stockton mit 25 Punkten der überragende Akteur – bei den Baskets konnten auch 23 Zähler von Jordan Hulls (6/9 Dreier) die, damals eher überraschende, Pleite nicht verhindern. Daher der Wunsch nach Revanche.

    Tüfteln an Morrisons Verbleib

    Gelänge die, könnten die Baskets sich auch über einen Rekord freuen: Noch nie feierten die Würzburgern in einer Saison im Oberhaus sechs Erfolge in Serie. „Von der Bank muss gegen Göttingen und Ulm mehr kommen“, sagte Wucherer bereits nach dem 87:75-Erfolg über Crailsheim am Samstag, und weil er weiß, dass auch Göttingen „schnell spielt und relativ klein und flink ist“könnte es durchaus sein, dass der Baskets-Trainer wieder auf einen seiner großen Importspieler verzichtet. Trotz zuletzt starker Leistungen könnte Wucherer Gabriel Olaseni eine Verschnaufpause gönnen und Mike Morrison spielen lassen, dessen Vertrag nur noch für die nächsten zwei Partien gilt. Im Hintergrund wird an einem Verbleib des Amerikaners getüftelt.

    Göttingen auf Rundreise durch Bayern

    Auf „Bayern-Reisewochen“ befinden sich laut ihrer Homepage derzeit die Göttinger Korbjäger. Nach dem Gastspiel in Bamberg (77:100) und beim FC Bayern München am Sonntag (68:80) gastieren die Süd-Niedersachsen nun also in Würzburg. Sportlich befinden sich die „Veilchen“ nach starkem Saisonstart mit vier Siegen aus fünf Partien mit Platz 14 im gesicherten Mittelfeld (14:26 Punkte). Seine erfolgreichste Zeit hatte der Klub während seines ersten Gastspiels in der Bundesliga von 2007 bis 2012. Damals führte der spätere Baskets-Cheftrainer John Patrick die BG 2009, 2010 und 2011 in die Play-offs. 2010 gewannen die Göttinger den „Fiba EuroChallenge“-Wettbewerb und damit als eine von bislang nur vier deutschen Vereinen einen europäischen Titel.

    Bescheidene finanzielle Mittel

    Bereits in seiner siebten Saison trägt Johan Roijakkers als Cheftrainer die sportliche Verantwortung in der Universitätsstadt. Der 38-Jährige übernahm den Klub nach dem Abstieg 2012 und führte ihn 2014 zurück ins Oberhaus, wo er ihn trotz verhältnismäßig bescheidenen finanziellen Mitteln immer zum Klassenerhalt führte. „Wir haben jedes Jahr einige Schritte nach vorne gemacht, und ich glaube, dass diese Organisation das Potenzial hat, in den kommenden Jahren weiter zu wachsen. Ich bin sehr gerne in Göttingen“, sagte Roijakkers bei seiner Vertragsverlängerung bis Sommer 2021.

    Der Name Stockton bürgt für Qualität

    Sein wichtigster Akteur: US-Spielmacher Michael Stockton, Sohn von John Stockton, dem besten Passgeber in der Geschichte der nordamerikanischen Profiliga NBA und Mitglied des legendären „Dream Teams“ bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona. In der Bundesliga beweist der Junior überdurchschnittliche Fähigkeiten: In seiner zweiten Saison im BG-Trikot bringt es der 29-Jährige auf durchschnittlich 15,9 Punkte, 7,2 Korbvorlagen (Liga-Bestwert!), 2,8 Rebounds und 1,3 Ballgewinne pro Partie.

    Zugangsvorraussetzungen werden verschärft

    Ab der kommenden Saison verschärft die BBL ihre Zugangsvoraussetzungen. So müssen die Klubs unter anderem einen Mindestetat von drei Millionen Euro nachweisen, um die Spielberechtigung zu erhalten. Nicht alle Vereine haben diese Hürde bereits genommen, die BG Göttingen ist einer davon. Sie kalkuliert nach Angaben ihres Geschäftsführers Frank Meinertshagen bislang mit einem Budget von 2,5 Millionen Euro.

    Für beide Heimspiele gibt es noch Karten aller Kategorien im Internet und jeweils ab 19 Uhr an der Abendkasse.

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