• aktualisiert:

    LEICHTATHLETIK: RESIDENZLAUF

    Würzburger Residenzlauf mit Weltklasse-Athleten

    Vor der historischen Kulisse der Würzburger Residenz messen sich auch 2018 wieder begnadete Läufer. Foto: Johannes Kiefer

    An hochklassigen Sportlerinnen und Sportlern wird es auch bei der 30. Auflage des Würzburger Residenzlaufes nicht mangeln. Im Lauf der Asse wollen sich am 29. April unter anderem die deutsche Meisterin im Marathon, Katharina Heinig, und der Gewinner des Paderborner Osterlaufes, Emmanuel Kiprono, mit regionalen Spitzenathleten messen. Bei den Handbike-Fahrern ist mit Vico Merklein, Wolfgang Schattauer, Annett Zenker-Urban und Lokalmatadorin Nadia Schuhmacher ebenfalls für eine Spitzenbesetzung gesorgt.

    Für den Lauf der Asse anmelden können sich Männer, die eine Zielzeit von 37 Minuten oder besser laufen wollen sowie Frauen, die meinen, die zehn Kilometer lange Strecke um die Residenz in 43 Minuten oder weniger zu schaffen. Um teilnehmen zu dürfen, müssen die Männer eine persönlichen Bestzeit von 39 Minuten, die Frauen von 45 Minuten nachweisen.

    Wie schon im vergangenen Jahr gehört der Lauf der Asse auch 2018 zur Serie „Deutscher Nachwuchsläufercup“. Dieser Wettbewerb für bundesdeutsche Top-Nachwuchssportler der Altersklassen U 18, U 20 und U 23 besteht aus fünf Wertungsläufen – nach Dresden und Paderborn ist Würzburg für die jungen Läufer die dritte Station. Im Anschluss müssen sie sich am 2. September in Düsseldorf (U 18, U 20) oder Bremen (U 23) beweisen, bevor es am 14. Oktober das große Finale in Berlin gibt. Gesamtsieger darf sich nennen, wer in der jeweiligen Altersklasse in der Zeitaddition von mindestens zwei absolvierten Rennen die schnellste Zeit aufweist. Auf die Sieger der Einzelrennen warten Prämien zwischen 400 Euro (U-23-Sieger) und 50 Euro (U-18-Sieger).

    Finanziell kann sich der Vergleich mit der internationalen Spitze auch für die deutschen Läuferinnen und Läufer im Erwachsenenbereich lohnen. Die Top-Fünf-Platzierungen für Unterfranken und Bayern sind mit Prämien ausgelobt, zudem ist ein Sonderpreis für die Verbesserung der Streckenrekorde bei Männern und Frauen ausgesetzt.

    Eine neue Weltjahresbestzeit hat der Kenianer Emmanuel Kiprono bereits aufgestellt. In Paderborn setzte er sich am vergangenen Samstag beim Osterlauf mit 27:26 Minuten über zehn Kilometer gegen seine Landsleute Douglas Kipserem (28:19) und Ezra Kipchumba Kering (28:59) durch. Emmanuel Kiprono unterbot die Weltjahresbestzeit um zehn Sekunden und könnte, sollte er diese Leistung am 29. April noch einmal abrufen, den Würzburger Streckenrekord von 27:33 Minuten unterbieten. Gelaufen war diese Zeit im Jahr 2011 der Kenianer Leonard Patrick Komon.

    „Viele Läufer kommen inzwischen von sich aus auf uns zu“, zeigte sich Residenzlauf-Organisator Reinhard Peter auf einer Pressekonferenz am Mittwoch erfreut, gab aber auch zu bedenken: „Wer wirklich startet, ist erst eine Woche vor dem Lauf klar.“ Ein Grund dafür sei, dass bei einigen Afrikanern noch nicht klar sei, ob sie ein Visum erhalten.

    Fest steht hingegen schon die Teilnahme von Katharina Heinig, die im vergangenen Jahr in 2:29:29 Stunden die deutsche Meisterschaft im Marathon gewonnen hat sowie von Laura Hottenrott (Deutschland), Karolina Nadolska (Polen), Cynthia Jerop (Kenia), Hanne Verbruggen (Belgien), Dominic Mibei (Kenia), Abdi Uya (Äthiopien), Moses Wamaitha (Kenia), Elnathan Kipkemboi Rotich (Kenia) und Stefan Koch (Deutschland).

    Mit Assen besetzt ist auch das Rennen der Handbiker, das zum zweiten Mal Teil der bundesweiten Handbike-Trophy ist. Neben Vorjahres- und Paralympics-Sieger Vico Merklein wird mit dem Österreicher Wolfgang Schattauer ein echter Star in die Domstadt kommen. „In der Szene ist man auf seine Teilnahme sehr stolz“, sagt Reinhard Peter. Bis zu einem Trainingsunfall im Jahr 1999 lief Schattauer über 100 Triathlons, startete unter anderem fünfmal beim Ironman auf Hawaii. Als Handbiker gewann der 59-Jährige Gold bei den Paralympics 2008, war außerdem 2006 Weltmeister und von 2007 bis 2013 Europameister.

    Um Manipulationen vorzubeugen, wird es beim Würzburger Residenzlauf auch in diesem Jahr Kontrollen durch die Nationale Anti-Doping Agentur Deutschland geben. „Wie im Vorjahr lassen wir sowohl den Sieger und die Siegerin sowie ausgeloste Athleten testen“, sagte Reinhard Peter, der natürlich um die Möglichkeiten von Dopingsündern weiß, und sich gerade deshalb wünscht, „dass bei uns sauber gewonnen wird.“

    Voranmeldeschluss für den Residenzlauf ist Montag, 16. April, 24 Uhr. Die Startgebühr muss bis Dienstag, 17. April, gut geschrieben sein. Sie beträgt für Jugendliche acht (ohne Leihchip oder Zeitnahme) beziehungsweise neun Euro (sofern Leihchip erforderlich) und für Erwachsene 17 (ohne Leichip oder Zeitnahme beziehungsweise 22 Euro (sofern Leihchip erforderlich).

    -> Weitere Infos zu der Veranstaltung finden Sie im Würzburger Lokalteil

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

    Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!