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    HANDBALL: 2. BUNDESLIGA

    Rimpar erkämpft sich nach langem Rückstand noch Remis

    Rimpars Zweitliga-Handballer konnten am Samstagabend nicht an ihren famosen Auftritt von Lübbecke anknüpfen, holten nach einer Aufholjagd in der zweiten Hälfte vor 1408 Zuschauern in der s.Oliver Arena aber immerhin noch einen Punkt gegen den EHV Aue. Während die Wölfe mit dem 26:26 (15:10)-Unentschieden auf dem neunten Platz bleiben, haben die Erzgebirgler mit diesem Teilerfolg nun endgültig den Klassenerhalt geschafft.

    Die erste Hälfte hatte vieles geboten, nur keinen spielerischen Glanz. Zumindest nicht von Seiten der Grün-Weißen. Sie erwischten einen rabenschwarzen Start. Nach knapp 13 Minuten hatte Matthias Obinger beim Stand von 2:9 bereits seine zweite Auszeit gezogen. Diese wirkte. Die Hausherren, die neben Lukas Siegler kurzfristig auch auf Rechtsaußen Julian Sauer verzichten mussten, legten einen 4:0-Lauf hin. DJK-Regisseur Benjamin Herth hämmerte den Ball in dieser Phase dreimal aus der Mitte in die Maschen, scheiterte vor der Pause allerdings auch zweimal per Siebenmeter am jeweils eingewechselten EHV-Schlussmann Radek Musil.

    In der 23. Minute stoppte Aues Linksaußen Sebastian Naumann Herth mit einem rüden Foul am Kopf – und sah dafür nur eine Zeitstrafe. Die Emotionen kochten erstmals richtig hoch; Obinger rannte aufs Feld und sah dafür Gelb. Kaum hatten sich die Gemüter beruhigt, knockte DJK-Abwehrmann Philipp Meyer den Gäste-Torschützen Kevin Roch in der Luft aus. Es folgt eine Rudelbildung unter den Spielern. Auch Meyer sieht für sein Vergehen eine Zeitstrafe (24.). Als dann auch noch Roch den Rimparer Rechtsaußen Max Bauer auf dem Weg zu einem Treffer von den Beinen holte, war endgültig Feuer unterm Dach. Auch hier beließen es die Unparteiischen aus Berlin, denen die Partie aus den Händen zu gleiten drohte, bei einer Zwei-Minuten-Strafe (29.). Mit einer 15:10-Führung für die Sachsen ging es in die Kabinen.

    Zur zweiten Halbzeit brachten die Rimparer ihren zweiten Keeper Andreas Wieser für den diesmal glücklosen Max Brustmann. Doch das Bild blieb zunächst das gleiche: In der 37. Minute führten die Gäste noch mit sechs Treffern (18:12). Dann starteten die Grün-Weißen erneut eine Aufholjagd – und legten wieder einen 4:0-Torelauf hin. Gäste-Trainer Stephan Swat reagierte mit einer Auszeit (42.). In der Folge blieben stets die Sachsen mit bis zu drei Treffern vorne. Doch die Wölfe kämpften angetrieben vom lautstarken Publikum beherzt weiter.

    Der verdiente Lohn war der Ausgleich in der 58. Minute zum 25:25 durch einen Treffer von Benedikt Brielmeier. Aue legte nochmals vor, ehe DJK-Kreisläufer Michael Schulz mit dem Rücken zum Tor und im Umfallen das 26:26 glückte. Jetzt waren nur noch wenige Sekunden zu spielen. EHV-Rechtsaußen Jan Faith scheiterte mit der letzten Aktion am immer stärker werdenden Wieser, so dass am Ende ein Remis auf der Anzeigetafel aufleuchtete. Damit konnten beide Mannschaften gut leben.


    Die Statistik des Spiels

    Rimpar: Brustmann (1.-30.), Wieser (31.-60.) – Schömig 7/3, Böhm 1, Karle, Gempp, Schmidt 3, Kaufmann 1, Meyer, Bauer 2, Schulz 2, Backs 2, Brielmeier 5, Herth 3.

    Aue: Töpfer 1, Musil – Meinhardt 11/5, Naumann, Roch 7, Ebert, Bornhorn 1, Petreikis 1, Dumcius 2, Brykner 2, Faith, Neuteboom, Slachta 1, Schauer, Tuminskis.

    Spielfilm: 1:5 (6.), 3:8 (13.), 8:11 (21.), 7:12 (24.), 10:15 (Halbzeit); 16:18 (42.), 19:20 (47.), 20:24 (52.), 25:25 (58.), 25:26 (59.) 26:26 (Endstand).

    Siebenmeter: 4/7 : 5/6.

    Zeitstrafen: 5:5.

    Schiedsrichter: Julian Fedtke/Niels Wienrich (beide Berlin).

    Zuschauer: 1408.

    Jörg Rieger

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