• aktualisiert:

    HANDBALL: ZWEITE BUNDESLIGA, MÄNNER

    Rimpars Steigerung kommt zu spät

    Eine deutlich aggressivere Abwehr der Rimparer Wölfe (in Grau von links Patrick Gempp, Lukas Böhm, Philipp Meyer) in der zweiten Halbzeit brachte Nordhorn-Lingen (links Patrick Miedema, am Ball Georg Pöhle) noch ins Straucheln, aber nicht zu Fall. Foto: JürGen Lüken
    EHV Aue – TuS Ferndorf 34:25  
    TuS N-Lübbecke – HC Rhein Vikings 27:21  
    TV Emsdetten – Dessau-Roßlauer HV 27:27  
    TV Hüttenberg – HC Elbflorenz 18:20  
    HV Wilhelmshaven – HBW Balingen-W. 29:36  
    HSC Coburg – HSV Hamburg 32:28  
    VfL Eintracht Hagen – TV Großwallstadt 30:25  
    TUSEM Essen – VfL Lübeck-Schwartau 30:29  
    HSG Nordhorn/Lingen – DJK Rimpar Wölfe 26:24  
    Bayer Dormagen – ASV Hamm/Westfalen 24:23  

     

     

    1. (1.) HSC Coburg 14 11 1 2 414 : 349 23 : 5  
    2. (2.) TUSEM Essen 14 11 1 2 434 : 395 23 : 5  
    3. (3.) HBW Balingen-W. 14 10 1 3 402 : 357 21 : 7  
    4. (5.) TuS N-Lübbecke 14 9 1 4 398 : 352 19 : 9  
    5. (4.) TuS Ferndorf 14 9 1 4 359 : 342 19 : 9  
    6. (6.) HSG Nordhorn/Lingen 14 8 2 4 378 : 357 18 : 10  
    7. (7.) ASV Hamm/Westfalen 14 7 2 5 364 : 347 16 : 12  
    8. (8.) TV Emsdetten 13 7 1 5 381 : 402 15 : 11  
    9. (9.) VfL Lübeck-Schwartau 14 7 0 7 339 : 336 14 : 14  
    10. (13.) EHV Aue 14 5 3 6 400 : 401 13 : 15  
    11. (14.) VfL Eintracht Hagen 14 6 1 7 368 : 379 13 : 15  
    12. (10.) HSV Hamburg 14 6 0 8 383 : 386 12 : 16  
    13. (12.) Dessau-Roßlauer HV 14 4 4 6 349 : 358 12 : 16  
    14. (11.) TV Hüttenberg 14 4 3 7 358 : 363 11 : 17  
    15. (15.) HV Wilhelmshaven 14 5 1 8 382 : 422 11 : 17  
    16. (16.) DJK Rimpar Wölfe 13 4 1 8 304 : 328 9 : 17  
    17. (17.) TV Großwallstadt 14 3 3 8 383 : 398 9 : 19  
    18. (18.) Bayer Dormagen 14 4 1 9 381 : 415 9 : 19  
    19. (19.) HC Elbflorenz 14 3 2 9 330 : 359 8 : 20  
    20. (20.) HC Rhein Vikings 14 1 1 12 326 : 387 3 : 25  

     

    Die nächsten Spiele, Freitag, 23. November, 19.30 Uhr: HC Elbflorenz – Bayer Dormagen, VfL Lübeck-Schwartau – TV Emsdetten, 20 Uhr: HC Rhein Vikings – HSG Nordhorn/Lingen, Samstag, 24. November, 19 Uhr: HSV Hamburg – TV Hüttenberg, HBW Balingen-W. – HSC Coburg, 19.15 Uhr: ASV Hamm/Westfalen – VfL Eintracht Hagen, 19.30 Uhr: TuS Ferndorf – HV Wilhelmshaven, Dessau-Roßlauer HV – EHV Aue, Sonntag, 25. November, 17 Uhr: TV Großwallstadt – TUSEM Essen, DJK Rimpar Wölfe – TuS N-Lübbecke
     

    Satz mit x – 900 Kilometer für nix. Auch am Ende dieses Spieltags stehen die Zweitliga-Handballer der DJK Rimpar Wölfe mit leeren Händen da. Sie verloren am Sonntagabend bei der HSG Nordhorn-Lingen trotz gewonnener zweiter Hälfte mit 24:26 (12:17). „Nach der Pause hat uns die Summe mehrerer Fehler einen möglichen Punkt gekostet“, sagte DJK Trainer Matthias Obinger.

    Die beiden entscheidenden ereigneten sich ganz am Ende. Im Nordhorner Euregium läuft die 58. Spielminute. Es steht 25:24. Rimpars Benedikt Brielmeier, der bis dahin alle Siebenmeter sicher verwandelt hat, tritt wieder an. Und scheitert. An seinen Nerven vermutlich. Aber vor allem an HSG-Torwart Bart Ravensbergen. Doch auch den Gastgebern gelingt im Gegenzug kein Tor. 54 Sekunden bleiben den Gästen nach einer Auszeit. Obinger geht volles Risiko, setzt wie schon zuvor auf den siebten Feldspieler. Der letzte Angriff läuft wie im Handball-Lehrbuch ab. Seine Schützlinge reißen eine Lücke für Lukas Siegler im linken Rückraum, der zuvor schon zweimal getroffen hat. Der 21-Jährige stößt hinein, springt hoch, steht unbedrängt in bester Wurfposition in der Luft – und scheitert. An seinen Nerven mutmaßlich. Und ebenso an Ravensbergen. Im Gegenzug tütet Lasse Seidel zwei Sekunden vor Schluss den Start-Ziel-Sieg ein.

    So entscheidend die beiden Fehlwürfe des dennoch besten DJK-Torschützen Brielmeier und von Siegler schließlich waren, so symptomatisch sind sie zugleich für andere individuelle Fehler zuvor, durch die es die Unterfranken versäumt hatten, den immer flatteriger werdenden Favoriten womöglich zu Fall zu bringen. Dazu zählen nicht zuletzt auch ein Stürmerfoul von Lukas Böhm in einer Überzahlsituation oder eine Zweiminutenstrafe von Max Bauer. Cleverness, auch Coolness, vor allem aber Kaltschnäuzigkeit, die Mannschaften fehlt, die unter Druck stehen. „Das hat definitiv mit Selbstvertrauen zu tun, das in unserer Situation eben angeknackst ist“, sagt Obinger.

    Mannschaft zeigt Moral

    Eine andere Wahrheit verschwieg der 38-Jährige nicht: „Im Prinzip haben wir das Spiel schon vor der Pause verloren.“ Denn da passten die Rimparer nach sechseinhalbstündiger Anreise ihr Spiel der Gesichtsfarbe und Gemütslage an, die die meisten Mitteleuropäer im November haben: Sie blieben weitgehend blass und wirkten schläfrig. Im Angriff „lahmarschig“ (Obinger) und mit wenig Zug zum Tor; in der Abwehr passiv und mit wenig Zugriff auf den Gegner.

    Nordhorn-Lingen dagegen, so räumte auch HSG-Coach Heiner Bültmann auf der Pressekonferenz ein, agierte nahe am Optimum. Kompakt in der Deckung, zweikampf- und wurfstark im Rückraum. Über 3:0 zogen die Emsländer auf fünf Tore davon, die Unterfranken kassierten bis zur Pause bereits 17 Gegentreffer.

    Dass sie im zweiten Abschnitt nur noch neun zuließen, spricht für ihre Qualität, die sie nun vorne wie hinten zeigten, vor allem aber spricht es für ihre Moral. „Die Mannschaft hat sich gemeinschaftlich rausgezogen und ist nicht in ihre Einzelteile zerfallen“, konstatierte Obinger. Das macht dem Trainer Hoffnung, dass ihr dies auch aus dem Tabellenkeller gelingt.

    Einfacher wird's allerdings erst mal nicht für die Wölfe. Am nächsten Sonntag kommt Erstliga-Absteiger TuS N.-Lübbecke in die s. Oliver Arena . . .
     

    Die Statistik des Spiels

    Nordhorn-Lingen: Ravensbergen (1.-60.), Bartels (n.e.) – Wilmsen, Leenders 1, Mickal 8/1, Miedema 2, Meyer, de Boer 3, Zare, Vorlicek 1, Smit 1, Seidel 1, Possehl 3, Pöhle 6/1.

    Rimpar: Brustmann (1.- 60.), Wieser (n.e.) – Böhm, Gempp 3, Schmidt 5, Kaufmann 2, Siegler 2, Meyer, Bauer 2, Schulz, Backs 1, Brielmeier 8/3, Herth, Sauer 1.

    Spielfilm: 3:0 (6.), 4:3 (8.), 6:5 (13.), 8:5 (15.), 8:7 (18.), 11:7 (21.), 12:10 (24.), 15:11 (28.), 17:12 (Halbzeit), 20:15 (35.), 20:18 (40.), 23:20 (45.), 23:22 (53.), 25:24 (57.), 25:24 (Endstand).

    Siebenmeter: 3/2 : 4/3.

    Zeitstrafen: 3:3.

    Schiedsrichter: Sascha Schmidt/Frederic Linker (Herne/Bochum).

    Zuschauer: 2258.

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

    Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!