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    Fußball: Dritte Liga

    Sind die Kickers bereit für den Start?

    Unter Beobachtung: Testspieler Ken Gipson (rechts, im Zweikampf mit Steffen Straub) erzielte bei der 1:3-Niederlage gegen den FSV Frankfurt den einzigen Kickers-Treffer. Foto: Frank Scheuring

    Jetzt wird es ernst. Die Zeit zum Testen ist vorbei. Im siebten und letzten Vorbereitungsspiel dieses Sommers setzte es für die Fußballer der Würzburger Kickers die erste Niederlage. Eine Woche vor dem Drittliga-Auftakt am Samstag (14 Uhr) gegen den FC Bayern München II unterlagen die Rothosen gegen Süd-West-Regionalligist FSV Frankfurt mit 1:3 (1:0). Für die Rothosen ein Grund, sich zu sorgen? Fragen und Antworten zum Ende der Vorbereitung.

    Sind die Kickers bereit für den Saisonstart?

    Der erste Anzug scheint zu sitzen. Das zeigte sich beim beachtlichen 4:2-Sieg bei Zweitliga-Aufsteiger Wehen Wiesbaden am Freitag. Da hatte Trainer Michael Schiele eine Startelf aufgeboten, die so auch am Samstag gegen die Bayern-Reserve auflaufen könnte. Gegen den FSV Frankfurt wurden einige vermeintliche Stammkräfte dann geschont. Nach der Niederlage bekrittelte Schiele vor allem das Abwehrverhalten bei den Gegentoren. Auf die Frage, woran er bis zum kommenden Wochenende vor allem arbeiten wolle, antwortete der Chefcoach: "An den Standards."

    Gibt es Verletzungssorgen?

    Die Kickers scheinen die Vorbereitung ohne größere Verletzungen überstanden zu haben. Zuletzt fehlte Rechtsverteidiger Frank Ronstadt bei den Testspielen. Die Kickers sprechen von "Belastungssteuerung". Ob er zum Auftakt fit ist, wird man sehen.

    Wie wollen die Kickers den Weggang von Janik Bachmann kompensieren?

    Der Neu-Kaiserslauterer schaute beim Test in Grünsfeld den alten Kollegen zu und verabschiedete sich vom Team. Auf Bachmanns Stammposition im defensiven Mittelfeld sehen die Rothosen aber keinen akuten Handlungsbedarf. Vielmehr soll offenbar Daniel Hägele, in der vergangenen Saison meist an der Seite von Sebastian Schuppan in der Innenverteidigung eingesetzt, ins defensive Mittelfeld wandern. Dort hatte er vor seinem Wechsel nach Würzburg vor einem Jahr in Großaspach seinen Stammplatz gehabt. Auch dass mit Lion Schweers ein weiterer Innenverteidiger verpflichtet wurde, ist ein deutliches Indiz dafür. Schon beim Test in Wehen probte Schiele mit Hägele als Bachmann-Ersatz. "Ich habe keine spielerischen Einbußen gesehen", stellte er hernach fest.

    Was wird aus den Testspielern?

    Rechnet man Niklas Zulciak, der inzwischen einen Einjahresvertrag bei den Kickers unterschrieben hat, mit, waren es insgesamt sieben Testspieler, die während der Vorbereitung mit den Rothosen trainierten und auch in Spielen zum Einsatz kamen. Ob einer, von Zulciak abgesehen, bleibenden Eindruck hinterlassen hat? Immerhin dreimal durfte Axel Borgmann, Linksverteidiger und zuletzt beim VVV Venlo unter Vertrag, bei Vorbereitungspartien mitwirken. Zuletzt am Freitag beim Sieg in Wehen. Er dürfte am Ende auch der Einzige sein, der für eine Verpflichtung infrage kommt. Ein solider Vertreter für Peter Kurzweg (jetzt FC Ingolstadt) könnte Borgmann sein. In der Offensive wurde er selten auffällig. Ken Gipson (zuletzt SV Sandhausen) erzielte als Rechtsverteidiger beim 1:3 gegen den FSV Frankfurt sogar den einzigen Kickers-Treffer. Ansonsten konnte er aber nur wenig auf sich aufmerksam machen. Einer der Kickers-Testspieler hat übrigens inzwischen schon einen anderen Klub gefunden: Max Barnofsky spielt für den norditalienischen Drittligisten AC Gozzano.

    Werden die Kickers noch auf dem Transfermarkt tätig?

    Ziemlich sicher. Die Suche nach einem Linksverteidiger ist noch nicht beendet. Trainer Michael Schiele hätte aber offenbar auch keine Bedenken mit dem aktuellen Kader in die Saison zu starten.

    Wem droht die Bank?

    Geht es nach den Eindrücken der vergangenen Wochen, könnte Dave Gnaase, in der letzten Spielzeit noch einer der Schlüsselspieler im Kickers-Mittelfeld, ein Platz auf der Bank drohen. Schiele scheint eine Lösung mit Hägele als neuem Chef in der Zentrale zu favorisieren. Als Nebenmann hat Leihspieler Patrick Sontheimer derzeit die Nase vorn. 

    Gibt es einen Gewinner der Vorbereitung?

    Luca Pfeiffer! In den vergangenen Jahren stellte sich am Schluss der Vorbereitung stets die Frage nach der Treffsicherheit der Stürmer. Diesmal nicht. Der Neuzugang alleine traf fünf Mal und gilt nun als neue Würzburger Sturmhoffnung. 

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