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    FUSSBALL-BAYERNLIGA

    So versuchen die Würzburger Kickers den U-23-Spielern zu helfen

    Kickers-Präsident Daniel Sauer sagt, manchmal sei es unumgänglich, unpopuläre Entscheidungen zu treffen.  Foto: foto2press/Frank Scheuring

    Eines stellt Daniel Sauer, der Präsident der Würzburger Kickers am Telefon aus seinem Urlaubsort zuallererst klar: „Wir stehen zu den Verträgen, die wir mit den U-23-Spielern geschlossen haben. Auch zu den mündlichen Vereinbarungen.“ Er bedauert, dass der kurzfristige Rückzug die Planung der Akteure zunichte gemacht hat. „Aber wenn man nach Abwägung aller Faktoren zu dem Ergebnis kommt, dass der Sprung von der Bayernliga in die 3. Liga zu groß ist und die Regionalliga keine Option ist, dann macht es für alle Beteiligten keinen Sinn, irgendwie noch eine Saison durchzuziehen“

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    Der Rückzug der Mannschaft sei nicht von langer Hand geplant gewesen, auch die Option mit dem TSV Aubstadt habe sich erst relativ kurzfristig ergeben. Der Regionalliga-Aufsteiger habe durchaus Interesse an dem ein oder anderen Akteur. Sauer: „Man wird sehen, was sich realisieren lässt.“ Der TSV hatte an diesem Dienstag Trainingsauftakt – gut möglich, dass da schon der ein oder andere Aspirant in der Rhön vorgespielt hat.

    Jochen Seuling, NLZ-Leiter, steht den U-23-Spielern mit Rat und Tat zur Seite. Foto: FWK

    Sauer sagte weiter am Telefon: „Als wir die Spieler informiert haben, haben wir jedem ein Vier-Augen-Gespräch mit Jochen Seuling angeboten.“ Direkt am Folgetag standen der NLZ-Leiter und der bisherige U-23- Trainer Rainer Zietsch für Gespräche für Verfügung, und die meisten Akteure haben das laut Jochen Seulings Rückmeldung auch in Anspruch genommen.

    Den Spielern sei eine Vertragsauflösungs-Vereinbarung angeboten worden, mit der Option, die Kickers ablösefrei verlassen zu können. Bei der Vereins-Suche würde Seuling bei Bedarf ebenfalls helfen. „Er hat den Betreffenden angeboten, mit unseren Kontakten zu Bayern- oder Regionalligisten im Umfeld behilflich zu sein,“ so Sauer.

    Wer momentan bei den Kickers bleiben will, könne zum Fithalten bei der U-19 mit trainieren, bis eine Entscheidung gefallen ist, wie es weitergeht oder es zum Vereinswechsel kommt. Sauer: „Auch da versuchen wir, uns nach den Wünschen und Bedürfnissen der Spieler zu richten.“

    Manchmal sei es unumgänglich, unpopuläre Entscheidungen zu treffen, so Sauer abschließend. Der Kickers-Präsident weist den Vorwurf zurück, dass durch den späten Ausstieg der U-23 einem anderen Verein die Chance verbaut wurde, Bayernliga zu spielen. „Jeder hatte in Jahr lang die Chance, sich für diese Liga zu qualifizieren."

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