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    HANDBALL: 2. BUNDESLIGA

    Bescherung bei den Rimparer Wölfen

    Vorweihnachtliche Bescherung: Nach dem Erfolg über Hüttenberg dankten Rimpars Kapitän Patrick Schmidt (rechts) und Recht... Foto: Frank Scheuring (foto2press)

    Nachdem Patrick Schmidt 2013 vom Zweitliga-Aufsteiger SG DJK Rimpar zum ambitionierten Konkurrenten TV 05/07 Hüttenberg gewechselt war, hatte er dort nicht wirklich Fuß gefasst. Zwei Jahre später schloss sich der Rückraumspieler wieder den Wölfen an. Mit ihnen schaffte der 26-Jährige nun am Samstag vor Weihnachten einen souveränen 25:21 (14:11)-Heimsieg über eben jene Mittelhessen. Damit blieben die Rimparer auch im siebten Duell mit dem TVH unbesiegt.

    Als Schmidt hernach in der mit 1581 Zuschauern gut besuchten s.Oliver Arena das Mikrofon in die Hand nahm und den Fans für die Unterstützung in dieser zu Ende gegangenen Vorrunde dankte, war vor allem eines offenkundig: Schmidt ist in Rimpar längst zum unumstrittenen Leitwolf gereift, der auf und neben dem Spielfeld eine gute Figur abgibt. "Bei der Stimmung in der Halle macht es Spaß. Ihr klatscht immer für uns, jetzt wollen wir für euch klatschen." Schmidt sagte es, applaudierte gemeinsam mit seinen Teamkollegen und verteilte noch eifrig Geschenke an besonders engagierte Menschen aus dem Umfeld. 

    Exzellentes Kreisläuferspiel

    Sein Trainer Matthias Obinger freute sich derweil über die sportliche Bescherung, die den zweiten Sieg hintereinander bedeutete. "So viele Serien hatten wir in dieser Saison ja bislang nicht", bemerkte Obinger: "Heute habe ich keinen Bruch im Spiel erlebt. Hüttenberg hat uns vor viele Aufgaben gestellt, auf die wir sehr gute Antworten gefunden haben." Vor allem das Kreisläufer-Spiel sei "exzellent" gewesen. Der fünfmal erfolgreiche Patrick Gempp hatte die aufgrund der offensiven 3:2:1-Gästedeckung entstandenen Lücken rund um die TVH-Sechsmeterlinie tatsächlich mit Bravour genutzt. "Wir haben in der zweiten Halbzeit gefühlt gegen neun Rimparer Angreifer gespielt", empfand der aus Bosnien stammende TVH-Coach Emir Kurtagic. 

    DJK-Kapitän Schmidt hatte gekonnt Regie geführt und selbst auch viermal getroffen. So setzte sich die Heimsieben in der 22. Minute erstmals mit drei Treffern ab - und ließ die nie aufsteckenden Erstliga-Absteiger bis zum Schluss nicht mehr rankommen. "Anfangs waren wir hinten ein bisschen zittrig und sind so nicht zu unserer Feinabstimmung gekommen", beobachtete Obinger: "Im Laufe des Spiels hat sich die Abwehr dann gesteigert. Hinzu kommt, dass uns Max (Brustmann, Anm. der Red.) mit seinen Paraden im Spiel hält." Kurtagic konstatierte: "Wir konnten Rimpar nicht in Bedrängnis bringen, auch weil wir klarste Chancen liegengelassen haben. Heute war nicht unser Tag."

    TVH-Fans werfen Bierbecher aufs Spielfeld

    Mit ihrem vierten Heimsieg sind die Grün-Weißen bis auf einen Punkt an die Rot-Blauen herangerückt, deren Fans kurz vor Schluss noch einem vollen Bierbecher aufs Spielfeld geworfen und damit für eine Unterbrechung gesorgt hatten.

    Weiter geht es für Rimpar am zweiten Weihnachtsfeiertag, wenn um 17 Uhr der TuSEM Essen nach Würzburg kommt. Der Klub aus dem Ruhrgebiet hat einen überaus strapaziösen Jahresendspurt zu bewältigen. Während die Essener erst am Sonntag in Hamburg antreten mussten, geben sie nur drei Tage später rund 500 Kilometer südlich ihr nächstes Gastspiel.

    Am zweiten Weihnachtsfeiertag gegen Essen 

    Auf die Frage, ob sich sein Team noch weiter steigern muss, um auch gegen den Altmeister die Punkte zu behalten, antwortete Obinger: "Sie muss sich in der Anzahl der Spieler steigern, die mir zur Verfügung stehen. Das wäre wichtig." Gegen Hüttenberg konnten neben dem Langzeitausfall Dominik Schömig auch die angeschlagenen Lukas Böhm und Benjamin Herth nicht mittun. Herth kam nur für zwei Siebenmeter rein - und verwarf sie. Obinger: "Die Einstellung hat gestimmt. Auch fand ich unsere Leistung spielerisch sehr, sehr gut. Wenn wir das am Mittwoch wieder abrufen, ist durchaus auch ein Sieg gegen Essen möglich."


    Die Statistik des Spiels

    Rimpar: Brustmann (1.-60.), Wieser (ein Siebenmeter) - Karle (n.e.), Gempp 5, Schmidt 4, Kaufmann 2, Siegler 2, Meyer, Bauer 1, Schulz 1, Backs 3, Brielmeier 5/3, Herth, Sauer 2.

    Hüttenberg: Weber (1.-60.), Naß (n.e.) - Belter, Uth, Sklenak 2, Lambrecht 1, Wernig, Rompf, Zörb 1, Johannsson 4, Stegefelt 9/5, Mubenzem, Hahn, Zintel 2, Klein 2.

    Spielfilm: 2:3 (7.), 6:5 (14.), 7:8 (17.), 11:8 (22.), 12:10 (26.), 14:11 (Halbzeit), 15:13 (37.), 17:15 (41.), 20:15 (47.), 22:19 (54.), 25:21 (Endstand).

    Siebenmeter: 5/3 : 5/5.

    Zeitstrafen: 4:4.

    Schiedsrichter: Thomas Hörath/Timo Hofmann (Zirndorf/Bamberg).

    Zuschauer: 1581. 

    JÖRG RIEGER

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