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    BASKETBALL: BUNDESLIGA

    Starting5: Fünf Fakten zu den Telekom Baskets Bonn

    Schlüsselspieler bei den Bonnern: Charles Jackson (rechts), hier im September 2018 in einer Partie des  Bosch Rexroth Cups im Duell mit dem Würzburger Felix Hoffmann. Foto: Heiko Becker

    Der Klub

    1997 stiegen die Telekom Baskets Bonn in die Basketball-Bundesliga (BBL) auf - und damit ein Jahr vor der DJK s.Oliver Würzburg. Doch während der Profi-Basketball in Unterfranken seitdem eine Insolvenz, einen gescheiterten Neuanfang und zwei Abstiege zu überstehen hatte, sind die Rheinländer eine der großen Konstanten in der BBL geworden. Nur dreimal verpassten die Bonner in den 23 Spielzeiten die Play-offs. Auch aktuell deutet alles darauf hin, dass sie ihre 20 Endrunden-Teilnahme buchen können. Mit 34:30 Zählern rangieren sie auf Rang sieben der Tabelle.

    Der Trainer

    Seit 20. Januar 2019 hat der bisherige Co-Trainer Chris O'Shea die sportliche Verantwortung bei den Bonnern inne. Der US-Amerikaner, der auch über die irische Staatsbürgerschaft verfügt, löste Pedrag Krunic ab, der den Klub in den beiden Vorjahren in die Play-offs führte und für den er bereits von 1998 bis 2008 arbeitete und nach einer Niederlagenserie in der Liga und dem Aus in der ChampionsLeague gehen musste. Die Trennung vom impulsiven und an der Seitenlinie stets höchst engagierten 51-Jährigen fiel den Verantwortlichen nicht leicht: "Wir gehen diesen Schritt, um etwas zu gewinnen. Aber wir verlieren mit Predrag auch einen Menschen und Trainer, der für zwei erfolgreiche Bonner Jahre steht und sich dabei wie kaum ein anderer mit den Telekom Baskets identifiziert hat. Unsere Spieler sind jetzt in der Pflicht, dieselbe Energie und Leidenschaft aufs Parkett zu bringen, die ihn auszeichneten", sagte Sport-Manager Michael Wichterich.

    Der Schlüsselspieler

    Dass es in den Herbst-Winter-Monaten bei den Bonnern sportlich nicht nach Wunsch verlief, hing sicher auch mit der hartnäckigen Verletzung von US-Center Charles Jackson zusammen. Der bullige 2,08-Meter-Mann, der es durchschnittlich auf 13,2 Punkte und 6,2 Rebounds pro Partie bringt und mit einem Wert von 15,6 effektivster Bonner ist, hatte sich Ende November eine Verrenkung der Fußwurzel mit mehreren Bänderrissen zugezogen. Seit Jackson Anfang März aufs Parkett zurückkehrte, gewannen die Bonner sieben ihrer zwölf Begegnungen. Zweiter Schlüsselspieler ist Landsmann Josh Mayo. Der US-Spielmacher ist mit im Schnitt 14,3 Zählern Top-Scorer der Rheinländer, verteilt zudem 3,6 Korbvorlagen und trifft herausragend seine Drei-Punkte-Würfe, genau jeder zweite findet sein Ziel (94 von 188).

    Die Bilanz

    13 Aufeinandertreffen gab es bislang zwischen s.Oliver Würzburg und den Telekom Baskets Bonn in der BBL. Die Bilanz spricht mit 7:6 Siegen knapp für die Gäste, die drei der sechs Duelle in der s.Oliver Arena für sich entscheiden konnten. Das Hinspiel am 18. November 2018 gewannen die Rheinländer knapp mit 91:86. Würzburgs Kapitän Cameron Wells war mit 22 Punkten der beste Werfer der Partie.

    Das Besondere

    Für die Anhänger beider Vereine sind die Bundesliga-Duelle immer einer der Höhepunkte der Saison. Denn Würzburger und Bonner verbindet seit 2001 eine innige Fan-Freundschaft, die sich auch vergangene Woche beim Final-Rückspiel um den Fiba EuropeCup gegen Dinamo Sassari zeigte. Auch dort waren die Rheinländer mit einer 20 Mann starken Abordnung vertreten, um die Unterfranken zu unterstützen. Nur in den direkten Duellen ruht die Verbundenheit - zumindest während der 40 Spielminuten, wenngleich der wechselseitige Fan-Gesang "Würzburg und die Baskets Bonn" auch dann immer wieder angestimmt wird.

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