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    Würzburg

    Trainerfrage bei den Kickers bietet Raum für Spekulationen

    Nach dem guten Auftritt beim 0:0 gegen Waldhof Mannheim gibt Vorstandschef Daniel Sauer keine konkreten Antworten fordert in Sachen Stadion aber Tempo von der Stadt.
    Im steten Austausch: Kickers-Trainer Michael Schiele und Vorstandsvorsitzender Daniel Sauer nach der Partie gegen Waldhof Mannheim
    Im steten Austausch: Kickers-Trainer Michael Schiele und Vorstandsvorsitzender Daniel Sauer nach der Partie gegen Waldhof Mannheim Foto: Silvia Gralla

    Die Tabelle zeigt den ganzen Wahnsinn dieser Fußball-Drittliga-Saison.  Drei Punkte trennen die Würzburger Kickers (41 Punkte) als Neunten nach dem 0:0 im direkten Vergleich von Waldhof Mannheim (44) auf Platz zwei . Der Aufsteiger hat sich durch das fünfte Remis in den letzten sechs Liga-Spielen nun sogar auf einen direkten Aufstiegsrang verbessert. Wer sollte da noch etwas prognostizieren? Die Kickers bleiben nach diesem zwar torlosen und trotzdem fußballerisch sehr ansehnlichen Spiel weiter auf Tuchfühlung zu den Topteams der Liga und schon am kommenden Wochenende beim Vierten (42) in Meppen gibt es den nächsten direkten Vergleich. 

    "Wir brauchen Nachweise"

    Einen Lizenzantrag für die zweite Bundesliga haben die Kickers gestellt. Wer weiß schon, welche Wendung diese Spielzeit noch bereit hält. Aber auch Vorstandsvorsitzender Daniel Sauer ist sich bewusst, dass der Stillstand in der Stadionfrage, im Fall eines fortgesetzten sportlichen Erfolgs zum Problem werden könnte. "Wir brauchen nach der Kommunalwahl konkrete Nachweise und wir brauchen Tempo", sagt er unmissverständlich. Soll wohl heißen, Stand jetzt, würde es mit einer Ausnahmegenehmigung für die Arena am Dallenberg als Zweitliga-Spielstätte eng werden. Aber das ist ja derzeit sowieso eine Rechnung mit vielen Unbekannten.

    Die Kickers selbst sind schon jetzt gefordert, wenn es darum geht, die Weichen zu stellen, wie es in der kommenden Saison sportlich weitergehen soll. Die Fans haben ihr Urteil offenbar längst gefällt. Wie schon an den letzten beiden Spieltagen forderten die treusten Anhänger mit Transparenten eine Vertragsverlängerung mit Trainer Michael Schiele. "Es ist unbestritten, dass er gute Arbeit leistet", sagt auch Sauer.

    Thomas Oral auf der Tribüne

    Wo also liegt das Problem? Ist es ein Grund für die Hängepartie, dass Felix Magath derzeit vor allem in Österreich beim dortigen Erstligisten FC Flyeralarm Admira tätig tätig ist? Sauer schüttelt energisch den Kopf. Dass der Fußball-Boss des Investors im Hintergrund die Fäden zieht, ist unbestritten. Im Wiener Vorort Mödling wurde zuletzt mit Zvonimir Soldo einer seiner Assistenten aus seiner Zeit in China als neuer Coach vorgestellt. Am Samstag saß mit Thomas Oral ein anderer einstiger Magath-Co-Trainer in Würzburg auf der Tribüne. Der gebürtige Ochsenfurter arbeitete mit dem Ex-Meistertrainer während dessen Zeit beim FC Fulham in England zusammen.

    Reichlich Futter für Spekulationen also, zumal Sauer kaum Licht in die längst nebulöse Kickers-Trainergeschichte bringen wollte. "Wir sprechen intern alles durch und dann gucken wir einmal am Ende des Tages." So lautete beispielhaft eine seiner wenig aussagekräftigen Antworten zum Stand der Dinge. Nur eine Aussage war konkret: Einen Kugelschreiber hat Schiele in der vergangenen Woche zum 42. Geburtstag von ihm nicht bekommen. "Es gab etwas anderes." Die Zeichen stehen derzeit nicht auf Vertragsverlängerung.

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