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    EINWURF: HANDBALL

    Ein Schritt nicht frei von Risiko

    Dass sich ein Trainer und ein Verein nach vierjähriger Zusammenarbeit trennen, ist nichts Ungewöhnliches. Dass eine Änderung auf der Position des Chefcoaches aber bereits Anfang Oktober, also acht Monate vor Ende der Runde, bekanntgegeben wird, schon.

    Roland Sauer, Geschäftsführer von Handball-Zweitligist DJK Rimpar Wölfe, begründet die frühe Verkündung der Entscheidung, nicht über die Saison hinaus mit seinem Coach Matthias Obinger zusammenarbeiten zu wollen, damit, dass er Klarheit in Sachen Trainer haben wolle, wenn er demnächst zu Verhandlungen über Vertragsverlängerungen mit Spielern einsteigt. Ferner soll der personelle Wechsel frischen Wind bringen.

    Noch 30 Spiele

    Die frühe Bekanntgabe des Wechsels ist ein Schritt, der nicht frei von Risiko ist. Zum einen bestreitet die Rimparer Mannschaft die verbleibenden 30 Saisonspiele bis Juni 2019 mit einem Trainer, von dem die Spieler wissen, dass er danach nicht mehr im Amt sein wird. Keine einfache Situation für einen Coach, der beweisen muss, dass er die Mannschaft so führen kann, dass sie auch unter diesen schwierigen Bedingungen erfolgreich Handball spielt.

    Zum anderen ist Matthias Obinger ein Rimparer Eigengewächs. Nicht nur deswegen, sondern auch wegen seiner erfolgreichen Arbeit in den letzten Jahren hat er beim Anhang Kredit. Die Messlatte für einen Nachfolger liegt also hoch, zumal die finanziellen Möglichkeiten des Zweitligisten überschaubar sind und damit die Perspektiven, namhafte Neuzugänge zu gewinnen. Es ist also nicht ausgemacht, dass der Weg unter einem anderen Übungsleiter zwangsläufig nach oben führt. Umso wichtiger ist es für den Zweitligisten, dass Roland Sauer bei der Trainersuche einen Treffer landet.

    Situation wie 2012?

    Das ist ihm in vergleichbarer Situation bereits einmal gelungen. Im Jahr 2012 trennte er sich vom von vielen hoch geschätzten Heiko Karrer, unter dem Rimpar den Sprung von der Fünft- in die Drittklassigkeit geschafft und die Grundlagen für die Erfolge der Gegenwart gelegt hatte. Nicht jeder im Umfeld war von diesem Schritt begeistert. Nachfolger wurde allerdings mit Jens Bürkle ein Mann, unter dem die Handballer in der Marktgemeinde in die Zweite Bundesliga aufstiegen und sich dort etablierten.

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