• aktualisiert:

    TENNIS: 2. BUNDESLIGA

    Viel Gutes und ein Wermutstropfen

    Albert Alcaraz Ivorra ist von Anfang an Bestandteil des Männerteams des TC Weiß-Blau Würzburg in der zweiten Bundesliga. Foto: Kirsten Mittelsteiner
    TC Amberg am Schanzl – TV Reutlingen 5:4  
    WB Würzburg – TSV 1860 Rosenheim 1:8  
    BW Oberweier – Wolfsberg Pforzheim 6:3  
    Wiesbadener THC – SpVgg Hainsacker 4:5  
    Wolfsberg Pforzheim – TC Amberg am Schanzl 5:4  
    TV Reutlingen – WB Würzburg 7:2  
    TSV 1860 Rosenheim – SpVgg Hainsacker 6:3  
    BW Oberweier – BASF TC Ludwigshafen 4:5  

     

     

    1. (1.) TSV 1860 Rosenheim 8 8 0 0 58 : 14 16 : 0  
    2. (2.) BASF TC Ludwigshafen 8 7 0 1 46 : 26 14 : 2  
    3. (3.) TV Reutlingen 8 5 0 3 41 : 31 10 : 6  
    4. (4.) SpVgg Hainsacker 8 4 0 4 35 : 37 8 : 8  
    5. (5.) WB Würzburg 8 4 0 4 31 : 41 8 : 8  
    6. (6.) Wolfsberg Pforzheim 8 3 0 5 34 : 38 6 : 10  
    7. (7.) TC Amberg am Schanzl 8 2 0 6 31 : 41 4 : 12  
    8. (8.) BW Oberweier 8 2 0 6 29 : 43 4 : 12  
    9. (9.) Wiesbadener THC 8 1 0 7 19 : 53 2 : 14

     

    „Es war eine super Saison“, zog Mannschaftsführer Johannes Markel nach dem letzten Spiel dieser Saison Bilanz. Am Ende landeten die Männer des TC Weiß-Blau Würzburg in der zweiten Bundesliga auf Tabellenplatz fünf, was im Vorfeld so nicht prognostizierte worden war. Was sich als eine Gleichung mit vielen Unbekannten darstellte, entpuppte sich am Ende als Volltreffer. Nach dem Rückzug der letztjährigen Spitzenkräfte Carlos Taberner und Pedro Martinez Potero musste in der Zusammensetzung nachjustiert werden.

    Internationaler aufgestellt als in den Vorjahren präsentierte sich der Kader als homogene Einheit. „Es hat Riesenspaß gemacht“, fand Neuzugang Florian Lakat. Er war quasi in einer Nacht- und Nebelaktion in den Kader aufgenommen worden auf Nachfrage von Stammspieler Filip Bergevi. „Das war wie beim FC Bayern München kurz vor Transferschluss“, erinnert sich Markel, „kurz vor zwölf war die Freigabe da“. In Folge wurde Lakat anders als vorgesehen zum Stammspieler.

    Des einen Freud, des anderen Leid

    Was des einen Freud, ist des anderen Leid. Eigentlich war der bulgarische Neuzugang Alexander Lazov für nahezu alle Begegnungen eingeplant. Er hatte in der Vergangenheit schon einmal den BVUK.-Cup gewonnen und sich somit in Würzburg empfohlen. Aber gesundheitliche Probleme machten ihm einen Strich durch die Rechnung, sodass er nur für die letzten beiden Partien einsatzbereit war. Gut, dass Lakat ab dem zweiten Spiel am Start war und sich obendrein auch noch als exzellenter Doppelspieler zeigte. Ein ähnliches Schicksal wie Lazov ereilte den klubeigenen Nachwuchsspieler Lukas Schneider, der sich zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt einen Bandscheibenvorfall zuzog und nicht zum Einsatz kam. „Dann greife ich halt im nächsten Jahr an“, sah er es mit Galgenhumor.

    Eine gute Mischung

    Die Mischung aus altgedienten Spielern, die seit dem Aufstieg in Deutschlands zweithöchste Spielklasse vor drei Jahren an Bord sind, den vielen Neuzugängen und dem einheimischen Nachwuchs vertrug sich bestens und fügte sich zu einem schlagkräftigen, eingeschworenen Team zusammen. In Markels Augen bestätigte sich seine Erfahrung, dass viele Spieler, die Collegetennis kennengelernt haben, diesen Teamgedanken gerne leben und als wohltuende Abwechslung zum Einzelkämpfertum auf der Tour sehen.

    Zwei Einzel im Match-Tiebreak verloren

    „Wir hatten viel Spaß zusammen“, beschrieb Markel, „und manchen Zug durch die Stadt unternommen“. Sehr gemäßigt, versteht sich. Am Ende kamen 14 der 16 gemeldeten Spieler zum Einsatz. Dass die letzte Partie deutlich mit 2:7 verloren wurde, schmerzte nicht. Dennoch hätte es enger ausgehen können, wenn nicht wieder zwei Einzel im Match-Tiebreak verloren gegangen wären. Vielleicht neben allen positiven Aspekten ein Wermutstropfen: zu viele verlorene verkürzte dritte Sätze. Demgegenüber ging sehr zur Freude des Teamkapitäns die Gewichtung auf die Doppel voll auf. Am letzten Spieltag wurden eben jene zwei Punkte durch die erfolgreichen Doppel Bergevi/Albert Alcaraz Ivorra, die sich für ihre verlorenen Match-Tiebreaks im Einzel mit dem Gewinn des selbigen revanchierten, und Lakat/Markel geholt.

    Der Plan fürs nächste Jahr steht auch schon: Nicht mehr auf Spielersuche gehen, sondern auf dieses bewährte Team zurückzugreifen. Wie schön die alljährliche Rückkehr nach Würzburg ist, machen Bergevi und Alcaraz Ivorra seit drei Jahren und seit zwei Jahren auch Victor Durasovic und Pol Toledo Bague vor.

    Ergebnisse

    Einzel: Cervantes – Lazov 7:5, 6:3; Granoliers-Pujol – Bergevi 6:7 (6), 7:6 (2), 10:6; Samper-Montana – Lakat 6:4, 6:2; Hoiss – Alcaraz Ivorra 6:4, 3:6, 10:6; Sude – Steib 6:3, 6:1; Hornitschek – Markel 6:2, 6:2. Doppel: Cervantes/Granoliers-Pujol 6:0, 6:2; Hoiss/Stude – Bergevi/Alcaraz Ivorra 6:3, 4::6, 5:10; Samper-Montana/Mayer-Tischer – Lakat/Markel 5:7, 6:7 (7).

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!